Diät-Check: Trennkost | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
Diät-Check: TrennkostDurchschnittliche Bewertung: 1151

Schlankmacher oder ungesund?

Diät-Check: Trennkost

Ach klingt das doch herrlich: Wer Eiweiß und Kohlenhydrate strikt getrennt voneinander isst, nimmt ab. Die Trennkost nach Hay verspricht genau das. Aber kommt man so wirklich zum Diät-Erfolg? Und wie gesund ist das Ganze? Wir haben den Check gemacht.

Dr. Howard Hay, amerikanischer Arzt, hat Anfang des 20. Jahrhunderts die erste aller Trennkost-Diäten entwickelt. Er glaubte, dass der Mensch nicht in der Lage ist, Kohlenhydrate und Eiweiße gleichzeitig zu verdauen und so seinen Körper übersäuert. Seine Lösung: eine strikte Trennung von beiden Komponenten (z.B. niemals Fleisch zusammen mit Kartoffeln essen).

Das steht auf dem Diät-Plan

Eiweiß und Kohlenhydrate werden niemals zusammen gegessen. Das ist quasi die goldene Trennkost-Regel. Pro Tag ist eine Kohlenhydrat- und eine Eiweißmahlzeit erlaubt, jeweils in Kombination mit „neutralen“ Lebensmitteln. Dazu gehören Gemüse, Käse, Nüsse und Sauermilchprodukte. Tabu sind hingegen Zucker, weißer Reis, Weißbrot, Fertigprodukte, gehärtete Fette und Schweinefleisch. Wer sich ganz streng an die Regeln hält, versucht zu 80 Prozent basische (Gemüse und Obst) und zu 20 Prozent saure Lebensmittel (Fisch, Fleisch, Eier, Getreide) zu essen, um den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten.

Trennkost wissenschaftlich widerlegt

Wissenschaftler haben das Trennkost-Prinzip bereits widerlegt und bewiesen, dass Eiweiße und Kohlenhydrate ohne Folgen zusammen gegessen werden können. Zumal es sowieso schwierig ist, konsequent zu trennen, da viele Lebensmittel sowohl Eiweiß als auch Kohlenhydrate enthalten. Wer sich trotzdem streng an die Regeln von Dr. Hay hält, riskiert einen Mangel an Eiweiß, Calcium, Jod, Eisen und wichtigen Fettsäuren.

Fazit: Die strengen Regeln lassen sich nicht dauerhaft durchhalten und können zu Mangelerscheinungen führen. Einzig das Bewusstsein für das, was auf dem Teller landet wird geschärft – das funktioniert aber auch auf anderen, gesünderen Wegen. Wer unbedingt trennen möchte: neuere Trennkost-Ratgeber weichen von den ganz strengen Regeln ab und integrieren auch ein Sportprogramm in den Diät-Plan.

Passende Rezepte zur Trennkost-Diät:

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Frei nach dem Motto: Wer sonst keine Probleme hat... ;)
 
Genau, bringt gar nichts - und wäre mir auch zu anstrengend ;)