6 Gründe, warum geringes Übergewicht unbedenklich ist | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
6 Gründe, warum leichtes Übergewicht nicht so schlimm istDurchschnittliche Bewertung: 3.81539

6 Gründe, warum leichtes Übergewicht nicht so schlimm ist

"Ich muss zwei bis drei Kilo abnehmen" ist einer der meist gehörten Smalltalk-Sprüche. Müssen Sie nicht! Denn zwei bis fünf Kilo zuviel sind in der Regel alles andere als Übergewicht und schlimmstenfalls der Ausdruck gelegentlicher Ernährungssünden, die im Zweifel sogar noch relativ leicht abzustellen sind. Lassen Sie sich von den Medien oder sonstwem nicht suggerieren, sie müssten irgendeinem Schlankheitsideal genügen. Denken Sie weniger über Ihr Gewicht nach und Sie werden sich besser fühlen.

1. Sie fühlen sich einfach besser

Lernen Sie, Ihr Wohlfühlgewicht zu finden! Selten ist es das, was Models in der Werbung mit sich herumtragen. Bewegen Sie sich, essen Sie frisch, fettarm und nicht so viel Zuckerzeug. Sie werden merken: Dann ist es am Ende völlig egal, wieviel sie wiegen. Mögen Sie sich wieder selbst - dann wird Ihr Partner Sie auch so mögen wie Sie sind und am Ende sogar das eine oder andere Speckröllchen von Ihnen lieben. Dazu gibt es wirklich jede Menge psychologischer Studien - aber die brauchen sie gar nicht.

Waage zur Kontrolle

2. Die aktuellste Forschung

Die fortwährende Kontrolle des eigenen Essverhaltens und damit des Körpergewichts kann zu Essstörungen führen - das ergab zum Beispiel eine Untersuchung unter rund 200 deutschen Schülerinnen und Schülern. Sogar moderate Diäten erhöhen das Risiko, eine Essstörung zu entwickeln, signifikant. Die Forschung ist heute eindeutig: Starkes Übergewicht gehört behandelt, leichtes Übergewicht (im Durchschnitt 5-10 Kilo), je nach Geschlecht, Größe und Statur, ist kein Grund, sich aufzuregen.

3. Ihr Leben dauert statistisch länger

Erst dann, wenn starkes Übergewicht mit Diabetes oder Bluthochdruck zusammenkommt, besteht ein Risiko, früher zu sterben - sagt eine Untersuchung aus dem jahr 2012. Läßt man diese zusätzlichen Risikofaktoren außen vor und nimmt dazu nur ein geringes Übergewicht, verringert sich das Risikio, früher als der Durchschnit zu sterben, sogar leicht! Im vergleich dazu: Untergewichtige haben statistisch sogar ein doppelt so hohes Sterberisiko wie die Normalgewichtigen, unabhängig von weiteren Risikofaktoren.

4. Sie sind nicht allein

Allzuoft werden in Statistiken krankhaftes und leichtes Übergewicht in einen Topf geworfen: Ja, es stimmt, dass sich in den letzten Jahren der Durchschnitts-Body-Mass-Index, erhöht hat. Es ist aber auch eine Tatsache, dass von 60% übergewichtigen Männern und 45 % übergewichtigen Frauen jeweils nur knapp ein Drittel stark, d.h. krankhaft übergewichtig sind. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass rund zwei Drittel der Übergewichtigen sich zuviele Gedanken machen - zumal der Body-Mass-Index längst selbst ein umstrittener Indikator für die Gefahren durch Übergewicht ist.  

5. Sie können aufhören, sich zu quälen

Die Statistik ist eindeutig: 95% aller Diäten sind überflüssig. Nicht, weil das alles nichts bringt, sondern weil fast jeder Versuch, schnell etwas zu ändern, entweder abgebrochen wird oder fast unweigerlich den Jojo-Effekt nach sich zieht, der das Gewicht wiederbringt. Von Crash-, Mangel-, und Hunger-Diäten sollten Sie ohnehin die Finger lassen, sie sind schlicht ungesund. Einzig erfolgversprechend sind sanfte Konzepte mit Ernährungsumstellungen, meist im Verbund mit viel Bewegung und damit neuem Spaß am Leben. 

Übergewicht

6. Gewichtszunahme in Extremsituationen nicht schlimm

Viele Raucher hören nicht auf, weil sie glauben, dann Ihr Herz-Kreislaufsystem durch Gewichtszunahme weiter zu belasten. Auch angesichts eines Schicksalsschlages essen manche Menschen viel zuviel zu essen und nehmen kurzfristig zu. Aber sowohl die positiven Effekte des Rauchentzugs als auch die erwartete Normalisierung nach einem Schicksalsschlag überwiegen die negativen Effekte dieser Gewichtszunahme. Anders ist es allerdings beim Frustessen: Wenn jeder kleine Ärger zu einem doppelten Eisbecher führt, sollten Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten überdenken.

(wl)

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Ich kann dem Artikel nur zustimmen. Es ist quatsch einfach eine Formel für sein "Idealgwicht" zu nutzen. Nicht nur der Unterschied zwischen Museklmasse und Fett, sondern auch der Körperbau spielen eine wichtige Rolle in der Berechnung. Es sollte eigentlich auf jeder Webseite bei der Auswertung dabei stehen wie der BMI Wert richtig zu interpretieren ist. Ich hab viel zu dick in Bezug auf meine Größe, hab mich aber gekauft und bin zurück schlank.