Die Glyx-Diät | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
Die Glyx-DiätDurchschnittliche Bewertung: 3.6155

Diäten im Check

Die Glyx-Diät

Das klingt doch vielversprechend: Wer den Glyx-Faktor kennt, muss keine Kalorien mehr zählen und nimmt trotzdem ab. Bei der so genannten Glyx-Diät gibt es nur wenige Regeln - das Ziel ist eine langfristige Ernährungsumstellung und eine Abnahme von bis zu zwei Kilo pro Woche. Aber was taugt das Konzept wirklich? Wir haben den Check gemacht!

Im Mittelpunkt der Glyx-Diät steht der Blutzuckerspiegel. Ihn gilt es, konstant zu halten, um so Heißhungerattacken zu umschiffen und den Fettabbau zu fördern. Um das zu erreichen, soll man – laut Glyx-Experten – einfach bestimmten Lebensmitteln den Vorzug geben und andere meiden.

Ein niedriger GI soll schlank machen

Als Grundlage der Diät dient der glykämische Index (GI). Er zeigt an, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr eines Lebensmittels ansteigt. Je rasanter das passiert, desto mehr vom Hormon Insulin wird ausgeschüttet und das soll den Fettabbau bremsen. Je niedriger also der glykämische Index eines Lebensmittels, umso besser.

Das steht auf dem Diätplan

Das Prinzip der Glyx-Diät ist simpel: Drei Mahlzeiten pro Tag, Zwischenmahlzeiten sind tabu, denn sie bremsen den Fettabbau im Körper. An Lebensmitteln mit einem niedrigen GI wie Vollkornprodukten, Wildreis und Gemüse darf man sich satt essen. Produkte mit mittlerem GI wie zum Beispiel graues Brot, Weintrauben oder auch reife Bananen sind in Maßen erlaubt. Möglichst selten sollten Nahrungsmittel mit hohem GI auf dem Speiseplan stehen. Dazu gehören unter anderem Süßigkeiten, Kuchen und zuckerhaltige Limonaden. Fettarme Lebensmittel (zum Beispiel Magerjoghurt), Hülsenfrüchte, Nüsse, Fisch, Pflanzenöle und mageres Fleisch sind erlaubt. Viele Glyx-Ratgeber integrieren zusätzlich ein Sportprogramm in den Abnehmplan.

Der Glyx-Faktor ist wissenschaftlich umstritten

Der Glyx-Gedanke ist unter Wissenschaftlern umstritten. Denn kaum jemand isst einzelne Lebensmittel (zum Beispiel nur Reis mit einem niedrigen GI). Die Beilagen, Zutaten und Soßen machen so aus einem im Prinzip „guten“ Lebensmittel schnell eine für diese Diät nicht geeignete Mahlzeit. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sieht das Glyx-Prinzip kritisch, denn der GI als alleiniger Faktor führt nicht zwingend zu einer Gewichtsreduktion. Wichtig seien auch der Fett- und Kaloriengehalt der Speisen – die lässt die Diät aber außer Acht.

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Ich bin ziemlich enttäuscht von diesem Artikel - Sorry an den Autor, aber haben Sie das Glyxbuch gelesen? Vieles von dem was Sie schreiben stimmt einfach nicht. Empfohlen werden 3 Mahlzeiten, ja, aber wer Hunger hat soll zu glyx-niedrigen Produkten greifen, "tabu" ist was anderes. Mir wäre auch neu, dass Frau Grillparzer in einem ihrer vielen Bücher empfiehlt, sich etwa an Vollkornnudeln satt zu essen - vielmehr soll man als Beilage (!) nicht zu normalen Nudeln, sondern eben zu Vollkorn oder Naturreis greifen, satt essen soll man sich aber an Eiweiss- und Gemüseprodukten. Reife Bananen sind übrigens "rot" und fallen nicht in die gleiche Schublade wie Weintrauben. Ein weiterer Beweis dafür, dass Sie sich leider nicht mit dem Thema befasst haben, ist dass in Ihren Augen nur Magerjoghurt "erlaubt" ist - stimmt auch nicht. Sogar Quark mit 40% Fett "darf" man essen. Was in Ihren Artikel leider auch nicht steht, ist das Glyx letztlich auf eine eiweissorientierte Ernährung hinausläuft. Es mag ja sein, dass selbst dann manche Wissenschaftler noch zweifeln - aber wenn Sie schon kritisieren, dann geben Sie doch bitte das wieder, was auch hinter der Glyx-Diät steckt!
 
ich ernähre mich jetz seit knapp anfang des Jahres nach dem Glyx, sündige aber auch ab und an. Und habe in nur 2 Monaten knapp 10kg verloren, obwohl ich vorher schon kein Übergewicht hatte und auhc wenig Sport treibe nur viel Bewegung auf der Arbeit habe. Und das Grundprinzip ist simpel und physiologisch. Iss einfach viel Glyx Grün in Kombi und man ist satt und nimmt ab. Ohne olles zählen, jojo und heißhunger
 
Im Grunde ist Glyx so schlau wie jede andere Diät / Ernäherungsplan: Keine Süßigkeiten, Colas, usw. Der Hinweis mit den Zwischenmahlzeiten war aber neu für mich!
 
Wenn man Lebensmittel mit "schlechtem" GI mit solchen kombiniert, die sich durch einen guten GI auszeichnen, ist der Effekt natürlich dahin. Aber was spricht gegen Gemüse, Wildreis und ein Putensteak? Oder Fisch? Alles im grünen Bereich. Und Saucen müssen nicht unbedingt sein, vorallem nicht Fertigprodukte, die hauptsächlich aus künstlichen Aromen bestehen. Letztendlich entscheidet die Bilanz über den Abnehmerfolg. Mehr Kalorienzufuhr als -verbrauch bedeutet einen Gewichtsanstieg. Der GI ist für mich EIN Bestandteil einer sinnvollen Ernährung, um den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu haben, so dass Heißhungerattacken vermieden werden. Wichtig sind außerdem wertige und gutschmeckende Lebensmittel. Denn am Ende sollte Essen immer noch Genuß bedeuten. Und wenige Kilo zu viel sollten niemanden zur Verzweiflung treiben.