Erfrischen kalte Getränke bei Hitze am besten? | EAT SMARTER
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Erfrischen kalte Getränke bei Hitze am besten?

Erfrischen kalte Getränke bei Hitze am besten? Erfrischen kalte Getränke bei Hitze am besten?

Brennende Sonne und eine staubtrockene Kehle: An einem heißen Sommertag gibt es nichts, das besser erfrischt als ein kühles Getränk. Oder ist das vielleicht gar nicht richtig?

Je heißer die Tage werden, desto kälter sollen die Getränke serviert werden. Schließlich will man sich bei Hitze ja abkühlen. Tatsächlich ist der flüssige Kälteschock im ersten Augenblick erfrischend, doch leider geht die Rechnung nicht ganz auf: Die Diskrepanz zwischen der Körpertemperatur und dem kalten Getränk ist zu groß, der Kreislauf wird belastet und der Magen überfordert. Zudem gleicht der Organismus den vermeintlichen Temperatursturz wieder aus, indem er zusätzlich Wärme produziert – es passiert also genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte.
Lernen von den Südländern Vielleicht sollten wir uns eher an denen orientieren, die sich mit heißen Temperaturen auskennen: In arabischen Ländern erfrischen sich die Menschen seit Jahrhunderten in Teestuben, während bei uns die Heißgetränke am liebsten im Winter getrunken werden. Dabei gibt es gute Gründe, den Flüssigkeitsverlust bei hohen Temperaturen mit Pfefferminztee auszugleichen.
Ein warmes Getränk schont den Kreislauf, bringt uns kaum zum Schwitzen und hat zudem eine kühlende thermische Wirkung: Die leichte Verdunstungskälte, die auf der Hautoberfläche entsteht, kühlt den Körper. In kleinen Schlucken getrunken sind Heißgetränke wie Tee bei sommerlichen Temperaturen also durchaus zu empfehlen.
Vorsicht vor Flüssigkeitsmangel Gerade in der sommerlichen Hitze sollte man viel trinken. Vor allem durch Schwitzen, das körpereigene Kühlsystem, verliert der Organismus im Sommer zusätzlich Flüssigkeit.
Wie lebensnotwendig das Trinken ist, belegen folgende Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: Flüssigkeitsverluste von 1 bis 2 Prozent können bereits zu Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit führen, weil das Gehirn besonders sensibel reagiert. Ein Defizit von bis zu 4 Prozent vermindert neben dem Konzentrations- und Reaktionsvermögen auch die Kraftleistung. Ein Wasserverlust bis zu 6 Prozent erzeugt starkes Durstgefühl, Reizbarkeit, Schwäche und Erschöpfung. Darüber hinaus verstärken sich die Symptome: Es kommt zu Bluteindickung, einer erheblichen Minderung der geistigen und motorischen Leistungsfähigkeit und kann zu Verwirrtheitszuständen bis hin zu Bewusstlosigkeit führen.
Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, ist Wasser am besten geeignet. Und weil die menschliche Körpertemperatur mit knapp 37 Grad ohnehin meistens höher als die Umgebungstemperatur ist, reichen ungekühlte Getränke für die Erfrischung vollkommen aus. Zudem unterstützen wasserhaltige Nahrungsmittel wie Gurken und Wassermelonen den Organismus als sommerlicher Snack.
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