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Ab in den Urlaub – so kommen Sie gesund wieder

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Sommerleiden wie Sonnenbrand vorbeugen
Sommerleiden wie Sonnenbrand vorbeugen

Die Temperaturen steigen, der Urlaub ist gebucht, alles könnte perfekt sein – gäbe es da nicht die typischen Sommerleiden, die nicht nur die gute Laune trüben, sondern mitunter auch die Gesundheit in Mitleidenschaft ziehen. Wir stellen Ihnen sechs Varianten vor und erklären, wie Sie vorbeugen können.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Sonnenbrand
  2. Sonnenstich und Hitzschlag 
  3. Hitzschlag
  4. Sonnenallergie
    1. Phototoxische Reaktion
  5. Zecken
  6. Insektenstiche
    1. Mückenstiche
    2. Bienen- und Wespenstiche
  7. Kreislaufprobleme

Sonnenbrand

Knackig braun aus dem Urlaub zurückkehren – das ist für viele Menschen noch immer ein wichtiges Ziel ihrer Reise. Dabei unterschätzen sie die Wirkung der Sonneneinstrahlung, die noch Jahrzehnte später schwere gesundheitliche Folgen haben kann. „Wer sich ständig sonnt oder ins Solarium geht, schädigt seine Haut, riskiert, früher oder später an Hautkrebs zu erkranken und muss damit rechnen, viele Falten zu bekommen“, sagt Dr. Peter Weisenseel, Facharzt für Dermatologie und Allergologie am Dermatologikum Hamburg, „Untersuchungen zufolge werden bis zu 80 Prozent des Hautalterungsprozesses durch das Sonnenlicht verursacht – nur 20 Prozent basieren auf genetischen Faktoren.“

Weisenseel warnt vor Sonnenbädern und empfiehlt Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, um die Risiken für Hautschäden zu reduzieren. Intensität und Dauer eines Sonnenbades – sofern es unbedingt gewünscht ist – sowie die Stärke des Sonnenschutzmittels sollten stets auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt werden. 

In der Dermatologie unterscheidet man insgesamt sechs verschiedene Hauttypen:

  • Menschen mit sehr heller Haut, die viele Sommersprossen und rote Haare haben, gehören zu Hauttyp I und sollten sich dem Sonnenlicht maximal 10 Minuten aussetzen, sofern sie sich nicht eingecremt haben.
  • Menschen vom Hauttyp II haben meist blonde Haare, blaue Augen und werden nur sehr langsam braun. Ungeschützt sollten sie nicht länger als 10 bis 20 Minuten ins Freie gehen.
  • Menschen vom Hauttyp III bräunen etwas schneller, sie haben meist dunkelblonde bis braune Haare und können uneingecremt rund 20 bis 30 Minuten in der Sonne bleiben.
  • Hauttyp IV wird häufig als mediterraner Typ beschrieben: Menschen dieses Typs haben recht dunkle Haut, dunkle Haare und meist braune Augen und bekommen – genauso wie die noch dunkleren Hauttypen V und VI – eher selten einen Sonnenbrand. Doch auch sie sollten sich vor UV-Strahlung schützen. Neben dem Hauttyp gibt es weitere Faktoren, die Einfluss darauf haben, wie lange wir ungeschützt in der Sonne bleiben dürfen: Dazu zählen Jahreszeit, Sonnenstand, Sonnenintensität sowie der geografische Standort. 

Doch Sie können Ihr Hautkrebsrisiko senken und den Alterungsprozess bremsen, indem Sie folgende Regeln beachten:

  • Meiden Sie im besten Falle direkte UV-Strahlung wie im Strandurlaub oder in Solarien.   
  • Der Sonnenschutz sollte, gerade im Hinblick auf empfindliche Kinderhaut, einen sehr hohen Schutz vor UV A/UV B-Strahlung bieten und mindestens den Lichtschutzfaktor 30 betragen. Ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30 erlaubt ein bis zu 30-mal längeres Sonnenbad als ohne Schutz. Die empfohlene Maximalzeit sollte dennoch nicht ausgereizt werden. Sie ist lediglich ein Durchschnittswert, der die individuelle Hautempfindlichkeit und die Intensität der Sonneneinstrahlung nicht berücksichtigt. Achten Sie zudem darauf, ein wasserfestes Präparat zu benutzen, das über eine Breitbandfilter-Wirkung und zusätzlichen UV A-Schutz verfügt.
  • Tragen Sie Sonnenschutzprodukte mindestens 20 Minuten vor dem Sonnenbad auf, und cremen Sie sich nach jedem Wasserkontakt aufs Neue ein. Beachten Sie die Produktangaben des Herstellers.
  • Tragen Sie beim Aufenthalt in der Sonne lichtdichte Textilien, Hüte mit breiter Krempe und UV-Strahlen-sichere Sonnenbrillen. Auch unbedeckte Körperstellen sollten mithilfe von Sonnenschutzmitteln geschützt werden. Der Lichtschutzfaktor einer Creme sollte in diesem Fall mindestens 15 betragen.

Sonnenstich und Hitzschlag 

Wer sich zu lange der Sonne aussetzt, riskiert neben einem Sonnenbrand auch einen Sonnenstich. Durch starke Hitze – insbesondere im Kopf- und Nackenbereich – kann es zu einer Irritation des Gehirns und der Hirnhaut kommen. Dabei werden Entzündungsreaktionen im Körper ausgelöst. Auch eine Hirnschwellung kann die Folge sein. Früher dachte man, UV-Strahlen seien der Auslöser für einen Sonnenstich, heute gelten thermische Faktoren als Ursache.

Typische Sonnenstich-Symptome sind ein roter Kopf, Unruhe, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Manchmal kommt es auch zu Fieber, Schwindel und Bewusstseinsstörungen. Einige Betroffene klagen auch über Nackenschmerzen, die bis hin zu einer Nackensteifigkeit reichen können, bei der sich die Nackenmuskulatur als Reaktion auf einen Schmerz verspannt. Auffällig ist übrigens: Die Körpertemperatur eines Sonnenstichpatienten ist in der Regel nicht erhöht. Wer entsprechende Symptome bei sich feststellt, sollte einen Arzt aufsuchen, um andere Erkrankungen auszuschließen.

Einem Sonnenstich vorbeugen können Sie, indem Sie sich der Sonne nicht zu lange aussetzen und in der Sonne stets einen Hut mit Krempe tragen. Auf diese Weise lässt sich die UV-Bestrahlung des Gesichts um mehr als die Hälfte reduzieren, und man ist gleichzeitig vor einem Sonnenstich geschützt. Auch bei Kindern ist darauf zu achten, dass Nacken, Kopf und andere Körperpartien geschützt sind. 

Hitzschlag

Setzt man sich zu schnell zu großer Hitze aus, kann es zu einem lebensgefährlichen Hitzschlag kommen, der mit einer Körpertemperatur von über 40 Grad Celsius einhergeht. Der Körper kann keinen Schweiß mehr produzieren und sich nicht mehr selbst kühlen.

Gefährdet sind besonders Säuglinge und Kleinkinder, alte Menschen, chronische Kranke und Menschen, die Hitze nicht gewohnt sind. Doch auch für junge und gesunde Erwachsene besteht das Risiko, einen Hitzschlag zu erleiden, wenn sie sich bei hohen Temperaturen und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit körperlich stark anstrengen.

Ein Hitzschlag kann lebensbedrohlich sein. Trotz Therapie sterben zehn bis fünfzig Prozent der Patienten.

Für einen Hitzschlag typische Symptome sind:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Fieber bis über 40 Grad bei hochroter, heißer, trockener Haut
  • Krämpfe, Lähmungen
  • Schwindel
  • Bewusstseinsstörungen
  • Organversagen unterschiedlicher Ausprägung

Was bei Hitzschlag zu tun ist:

  • Ein Hitzschlag ist eine Notfallsituation. Rufen Sie bitte sofort einen Arzt.
  • Kontrollieren Sie ständig Bewusstsein, Atmung und Puls. Eine Person mit Hitzschlag sollte nie allein gelassen werden, denn sie kann ihr Bewusstsein verlieren.
  • Bringen Sie den Betroffenen in eine kühle, schattige Umgebung, am besten mit hochgelagerten Beinen und leicht erhöhtem Kopf.
  • Lockern Sie beengende Kleidung.
  • Das wichtigste Ziel ist es, die Körpertemperatur zu senken. Wichtig ist Kühlung von außen, zum Beispiel kalte Umschläge auf Nacken, Stirn, Beinen und Armen. Zusätzlich können Sie Luft zufächeln. Kaltwasserbäder und Eisabreibungen sollten Sie vermeiden, weil sie zu einem Anstieg der Körpertemperatur führen können.
  • Geben Sie dem Betroffenen etwas zu trinken, sofern er dazu in der Lage ist. Der Notarzt kann zusätzlich (gekühlte) Infusionen legen, um Flüssigkeit zuzuführen.

Sonnenallergie

Einige Menschen reagieren mit allergieähnlichen Symptomen wie Quaddeln, Bläschen oder Juckreiz auf intensive Sonnenbestrahlung. Ursache können unter anderem die relativ häufig auftretende polymorphe Lichtdermatose, die Mallorca-Akne oder eine Wiesengräserdermatitis sein.

Die Polymorphe Lichtdermatose, kurz PLD, ist die häufigste durch Licht ausgelöste Hauterkrankung. Sie tritt in der Regel mit dem ersten Sonnenbad im Frühjahr oder im Sommer auf. Die genaue Ursache für die Hautirritation ist unklar und wird noch erforscht. Die Betroffenen – insbesondere Frauen im Erwachsenenalter – leiden nach einem Sonnenbad meist unter stark juckenden Ausschlägen in Form von Quaddeln oder Bläschen, die an noch nicht sonnengewöhnten Körperstellen wie Hals, Brust, und Armen auftreten. Um die Beschwerden zu lindern, reicht es meist aus, die Sonne zu meiden und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor anzuwenden. Vor allem ein hoher UV A-Filter ist wichtig. 

Die Mallorca-Akne (Acne aestivalis) ist die in Europa häufigste Form der sogenannten Licht- oder Sonnenallergien. Betroffen sind vor allem Menschen, die sich längere Zeit dem Sonnenlicht (UV-Licht) aussetzen. Die Mallorca-Akne tritt typischerweise einige Tage nach dem ersten ausgiebigen Sonnenbad des Jahres auf und erscheint in Form von Rötungen, kleinen Hautflecken, Pusteln oder Blasen. Die für Akne typischen Mitesser (Komedonen) fehlen allerdings bei der Mallorca-Akne. Auch diese Form der Sonnenallergie bedarf nicht zwingend einer Therapie. Die Beschwerden gehen langsam zurück, wenn Sie sich nicht weiter der Sonne aussetzen. Vorbeugen kann man der Mallorca-Akne, indem man direkte Sonneneinstrahlung meidet. Wer nicht aufs Sonnenbad verzichten möchte, sollte auf fett- und emulgatorfreie Sonnenschutzprodukte setzen und Sonnenschutzgele und Pflegekosmetik verwenden. 

Die Wiesengräserdermatitis ist eine durch bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe und anschließende Sonnenbestrahlung ausgelöste Entzündung der Haut. Sie tritt vorwiegend während der Sommermonate auf. Betroffen sind Kinder sowie Erwachsene, die in der Freizeit oder beruflich mit entsprechenden Pflanzen in Kontakt geraten sind.

Die Stoffe in den Pflanzen, die die Wiesengräserdermatitis auslösen, sind die sogenannten Photosensibilatoren. Sie sind in Pflanzen wie Pastinak, Harkulesstaude, Meisterwurz, Engelbrustwurz, Feigenbaum, Wiesenraute, Bergamotte, Knorpelmöhre und Sellerie enthalten, können aber auch Bestandteil von Antibiotika sein. Hautveränderungen treten nach dem Pflanzenkontakt erst verzögert auf. Sie weisen vielfach bizarre Formen auf und halten mehrere Tage an. An den Kontaktstellen kommt es zu Rötung und Blasenbildung, die oft mit Juckreiz und brennendem Schmerz einhergehen. Die Therapie erfolgt mit kortisonhaltigen Cremes oder Lotionen. Betroffene sollten deshalb in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Phototoxische Reaktion

Bei der sogenannten phototoxischen Reaktion kommt es zu einer immunologisch bedingten, aber nicht allergischen Schädigung der Hautzellen. Ursachen können UV-A sowie sichtbares Licht und ein zuerst nicht allergen wirkender, durch die Haut aufgenommener Ausgangsstoff sein. Solche Ausgangsstoffe sind etwa Kosmetika, Lichtschutzmittel, Parfüms, Medikamente, Nahrungsmittel oder verschiedene Pflanzenwirkstoffe.

Die Symptome wie Brennen, Stechen, sofortige Rötung, Schwellungen sowie verstärkter Sonnenbrand treten erst Stunden nach der Bestrahlung auf: Als Vorbeugung ist es wichtig, vor dem Reiseantritt mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten beim Sonnenbad mit dem Arzt abzuklären. Die akute phototoxische Reaktion wird mit Kortikosteroiden in Cremes und Lotionen behandelt.

Zecken

Zecken können zwei gefährliche Krankheiten übertragen: Borreliose und die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine durch das FSME-Virus verursachte Gehirnhaut- und Hirnentzündung. Während die FSME bis auf wenige Gebiete im Norden vor allem in Süddeutschland, Skandinavien und im Baltikum vorkommt und mit einer Impfung verhindert werden kann, treten die Erreger der Borreliose deutschlandweit auf. 

Wer im Sommer häufig in der Natur oder im Garten unterwegs ist, sollte geschlossene Kleidung (feste Schuhe, lange Hosen, lange Ärmel) tragen, die einen gewissen Schutz bietet. Durch diese wird es Zecken erschwert, eine geeignete Hautstelle zu finden, auf der sie zubeißen und sich mit Blut vollsaugen können. Werden die Hosenbeine zudem in die Socken gesteckt, sind Zecken gezwungen, auf der Kleidung nach oben zu laufen, was ihre Auffindung erleichtert. 

Wichtig auch: Da Zecken nicht sofort zustechen, sondern auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle zunächst auf dem Körper bzw. der Kleidung umherlaufen, können die Tiere durch regelmäßiges Absuchen bereits vor dem Stechen entfernt werden. Es ist angesichts dessen überaus sinnvoll, den Körper zumindest abends gründlich nach eingestochenen Zecken abzusuchen und diese umgehend zu entfernen. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilt vermindert das rechtzeitige Entfernen von Zecken das Risiko einer Infektion mit Borrelien erheblich, auch wenn die eingestochene Zecke selbst infiziert ist, da es nach derzeitigem Kenntnisstand bis zu 1 bis 2 Tagen dauert, bis Borrelien übertragen werden. Die Übertragung von FSME-Viren hingegen erfolgt bereits kurze Zeit nach dem Stich. Weitere Informationen zu möglichen Symptomen sowie zur Behandlung von Borreliose und FSME finden Sie auf der Seite des Robert-Koch-Instituts

Insektenstiche

Mücken, Bienen, Wespen und andere Insekten sind im Sommer sehr aktiv und stechen hin und wieder auch Menschen. Während einige die Stiche ohne körperliche Reaktionen vertragen, entstehen bei manchen Quaddeln oder Blasen auf der Haut. Im schlimmsten Fall kann sogar eine allergische Reaktion mit Bewusstlosigkeit auftreten. Aus diesem Grund sollten Sie folgende Tipps im Umgang mit Insekten berücksichtigen.

Mückenstiche

  • Tragen Sie helle, langärmlige und feste Kleidung. Mücken können auch durch leichte Kleidung hindurch stechen.
  • Bringen Sie Mückengitter vor den Fenstern an oder nutzen Sie Moskitonetze über dem Bett, und kontrollieren Sie diese vor dem Schlafengehen auf Lecks, da die Insekten auch durch einige Millimeter kleine Löcher schlüpfen können.
  • Auch Räucherspiralen und elektrische Verdampfer von Substanzen können Mücken aus den Zimmern oder von der Terrasse vertreiben. Manche der Inhaltsstoffe reizen allerdings die Schleimhäute. Hier ist Vorsicht geboten.
  • Schalen oder Wattebäusche mit ätherischen Ölen (zum Beispiel Pfefferminze, Zitrone, Zitronenmelisse, Nelke, Thymian oder Lavendel) auf der Fensterbank können Mücken vertreiben. Ein weiterer Tipp: Reiben Sie sich Gesicht, Hände und Füße mit Zedern- oder Nelkenöl ein. Auch dies kann dabei helfen, die „Plagegeister“ loszuwerden.

Bienen- und Wespenstiche

  • Decken Sie Speisen und Getränke im Freien ab, sodass die Tiere nicht unbemerkt auf Ihrem Teller oder im Glas landen.
  • Gehen Sie im Garten oder auf Wiesen im Idealfall niemals barfuß, und tragen Sie gegebenenfalls langärmlige Kleidung und lange Hosen.
  • Halten Sie sich von Mülleimern im Freien fern, da sich Insekten hier häufig tummeln.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Obst pflücken, denn auch hier können Insekten lauern.
  • Verwenden Sie in der Nähe von Wespennestern und/oder Bienenstöcken keine stark duftenden Kosmetika. Vermeiden Sie darüber hinaus hektische Bewegungen.
  • Bleiben Sie ruhig, wenn Sie eine Biene oder Wespe in Ihrer Nähe bemerken, und schlagen Sie nicht wild um sich. Auch wenn sich die Tiere auf Ihre Haut setzen, sollten Sie keine hektischen Bewegungen machen und nicht zuschlagen. 

Sofern Sie einen Stich nicht verhindern konnten, hilft es, die betroffene Region mit Kühlaggregaten oder Eiswürfeln zu kühlen und die Beschwerden und die Schwellung nach einem Stich auf diese Weise zu lindern. Achtung: Der Bienenstachel bleibt nach einem Stich häufig in der Haut stecken, da an seinem Ende eine Art Widerhaken vorhanden ist. In diesem Fall sollte der Stachel ohne Druck am besten mit einer Pinzette herausgezogen werden, damit die daran hängende Giftblase der Biene nicht zerstört wird und sich die Stichstelle nicht entzündet. Wespenstachel dagegen besitzen keinen Widerhaken und werden nach einem Stich meist von der Wespe selbst wieder aus der Haut gezogen.

Insektenstiche im Mund- und Rachenraum sind manchmal sehr gefährlich, da die entstehende Schwellung die Atmung behindern kann. Es sollte daher unbedingt ein Arzt aufgesucht, beziehungsweise der Notarzt alarmiert werden. Bis zu dessen Ankunft kann die Schwellung mithilfe von Eiswürfellutschen und Kühlung von außen gemindert werden. Ebenso sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn die gestochene Person allergisch auf Insektenstiche reagiert. Da es durch einen Wespenstich in seltenen Fällen zu einer Tetanus-Übertragung kommen kann, sollte nach einem solchen Stich der Impfstatus überprüft und die Tetanus-Impfung gegebenenfalls aufgefrischt werden.

Kreislaufprobleme

Starke Hitze kann dazu führen, dass der Organismus überfordert ist und die Körpertemperatur nicht mehr richtig regulieren kann. Die Folge sind Kreislaufprobleme. Mithilfe dieser Tipps unterstützen Sie Ihren Kreislauf und beugen Beschwerden vor.

  • Halten Sie sich bei mehr als 30 Grad möglichst im Schatten auf.
  • Verzichten Sie bei starker Hitze auf Sport oder andere anstrengende körperliche Aktivitäten.
  • Trinken Sie ausreichend – am besten Wasser –, und greifen Sie bevorzugt zu leichter Kost.
  • Kleiden Sie sich luftig. Helle Stoffe fördern die Wärmeabstrahlung und damit auch die Schweißverdunstung.
  • Ein kaltes, feuchtes Tuch im Nacken oder auf der Stirn erfrischt und kühlt wirkungsvoll. Einen wohltuenden Frischeeffekt hat es auch, sich ein kühles Fußbad zu gönnen oder kaltes Wasser über die Handgelenke laufen zu lassen.
  • Legen Sie die Beine ab und an für ein paar Minuten hoch. Das entlastet die Gefäße und beugt dem Anschwellen der Füße und Beine vor.
  • Menschen mit schwachen Venen sollten gerade an heißen Tagen Stützstrümpfe tragen, damit das Blut nicht in den Beinen versackt und so zusätzlich Kreislaufprobleme verursacht.
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