Grünkohl kochen

Von Marieke Dammann
Aktualisiert am 12. Mär. 2021
Photo: © Unsplash/ Samuel Regan-Asante
Photo: © Unsplash/ Samuel Regan-Asante

Grünkohl gehört zu den klassischen Winterkohlsorten, die bei vielen in der kalten Jahreszeit einfach nicht fehlen darf. Wie Sie Grünkohl kochen beziehungsweise Grünkohl zubereiten können, lesen Sie in diesem Artikel.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Grünkohl kochen: Schritt für Schritt
  2. Grünkohl kochen: aus dem Glas, der Dose oder Tiefkühltruhe
  3. Grünkohl zubereiten: Hilfreiche Tipps
    1. Warum soll man Grünkohl erst blanchieren?
    2. Wie muss Grünkohl schmecken?
    3. Kann man Grünkohl auch roh essen?
    4. Wieso sollte gegarter Grünkohl nicht wieder aufgewärmt werden?
  4. Wissen zum Mitnehmen

Die Grünkohl-Saison beginnt meist, wenn der erste Frost über die Felder gezogen ist. Beim Einkauf sollten die Blätter eine dunkelgrüne Farbe aufweisen und beim aneinander Reiben leicht quietschen. Hellgraue oder gelbliche Verfärbungen sowie ein trockener Strunk weisen hingegen auf bereits älteren Kohl hin. Wie Sie Grünkohl richtig kochen beziehungsweise wie vielfältig sie Grünkohl zubereiten können, erfahren Sie hier.

Grünkohl kochen: Schritt für Schritt

  1. Wenn Sie frischen Grünkohl kochen möchten, müssen Sie den Kohl zunächst vorbereiten und die Strünke entfernen.
  2. Waschen Sie den Kohl anschließend gründlich, um ihn von Sand und Schmutz zu befreien.
  3. Geben Sie den Grünkohl in kochendes Salzwasser, blanchieren ihn portionsweise für circa zwei Minuten und schrecken ihn mit kaltem Wasser ab.
  4. Der blanchierte und abgetropfte Kohl wird anschließend grob gehackt. Würfeln Sie etwa drei Zwiebeln, erhitzen Sie Butterschmalz in einem großen Topf und dünsten Sie darin die Zwiebeln an. Grünkohl zugeben und unterrühren. Nach Vorliebe etwa 400 Milliliter Fleisch- oder Gemüsebrühe hinzugeben und den Kohl aufkochen.
  5. Nun ist Ihre Geduld gefragt: Die Kochzeit für den Grünkohl beträgt 1,5 Stunden. Kochen Sie den Kohl also für etwa 1,5 Stunden und rühren Sie zwischendurch um. Nach Bedarf noch etwas heißes Wasser hinzugeben, um ein Anbrennen zu verhindern. Verfeinern Sie den Geschmack im Anschluss mit Salz, Pfeffer und Zucker.

Tipp: Um den Grünkohl etwas anzudicken, können Sie auch etwa zehn Minuten vor Ende der Garzeit Haferflocken zum Kohl hinzugeben (pro Kilo Grünkohl etwa drei Esslöffel zarte Haferflocken). Die Flocken binden die Flüssigkeit und sorgen für eine schöne Konsistenz. Alternativ können Sie statt Haferflocken auch rohe, geriebene Kartoffeln in den Grünkohl geben.

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Grünkohl kochen: aus dem Glas, der Dose oder Tiefkühltruhe

Auch außerhalb der Saison können Sie Grünkohl zubereiten, wenn Sie auf die Varianten im Glas, aus der Dose oder Tiefkühltruhe zurückgreifen. Der Geschmack unterscheidet sich vom frischen Gemüse, beispielsweise ist der Kohl aus dem Glas leicht säuerlich. Der Vorteil von diesen Grünkohlvarianten ist, dass Sie sich die Vorbereitung sparen.

Sie können Grünkohl aber auch selbst einfrieren und somit einen eigenen Vorrat anlegen. Hierfür den Grünkohl klein schneiden, kurz blanchieren und abschrecken. Den blanchierten Grünkohl können Sie anschließend portionsweise einfrieren – so haben Sie rund acht bis zehn Monate etwas von dem vitaminreichen Kohl.

Grünkohl zubereiten: Hilfreiche Tipps

Wenn man frischen Grünkohl zubereitet, bleibt am Ende nicht viel übrig, denn die Strünke werden entfernt und der Kohl sinkt beim Garen in sich zusammen. Für zwei Portionen Grünkohl benötigt man deshalb circa ein Kilogramm Frischware. Wundern Sie sich nicht, wenn Grünkohl bei der Zubereitung unangenehm riecht. Grund dafür sind die im Grünkohl vorhandenen Schwefelverbindungen, die beim Kochen freigesetzt werden.

Klassische Beilagen zum deftigen Grünkohl oder Grünkohl mit Rosinen sind Kohlwurst, Kasseler und Kartoffeln. Sie möchten Grünkohl aber nicht nur traditionell, sondern auch modern inspiriert und gesund zubereiten? Dann entdecken Sie bei EAT SMARTER abwechslungsreiche Grünkohl-Rezepte.

Warum soll man Grünkohl erst blanchieren?

Blanchierter Grünkohl behält nicht nur seine schöne grüne Farbe, sondern auch die gesunden Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe bleiben durch diesen Kochvorgang weitestgehend erhalten.

Auch wird durch das vorherige Blanchieren der Zerfall der Enzyme verhindert, die das Kohlgemüse bitter werden lassen können, und der Kohl wird bekömmlicher.

Wie muss Grünkohl schmecken?

Grünkohl hat einen würzig-süßlichen Geschmack. Dies liegt daran, dass der Kohl nach dem ersten Frost geerntet wird. Durch die Kälte wird ein Teil der im Kohl enthaltenen Stärke in Zucker umgewandelt und der Kohl bekommt durch den gestiegenen Zuckergehalt einen süßlichen Geschmack. Auch sorgt der erste Frost dafür, dass sich die Blattstruktur lockert und der Grünkohl dadurch bekömmlicher wird.

Wenn Grünkohl klassisch zubereitet wird, dann wird er vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker, einem Teelöffel Senf und frisch gemahlener Muskatnuss verfeinert. Auch Kümmel und Piment sind eine gute Wahl für noch mehr Aroma.

Kann man Grünkohl auch roh essen?

Grünkohl kann unbedenklich auch roh, beispielsweise in unserer Immunbooster-Buddha-Bowl oder als Grünkohl-Ingwer-Smoothie verzehrt werden. Gerade in der rohen Variante sind die in grünen Blattgemüsen enthaltenen Antioxidantien reichlich vorhanden. 

Um den Kohl für einen Salat vorzubereiten, massieren Sie die Grünkohlblätter mit Zitronensaft und Olivenöl. Dadurch wird der Kohl weicher und lässt sich einfacher kauen. Anschließend können Sie den Kohl zu einem schmackhaften Salat weiterverarbeiten und mit den Zutaten Ihrer Wahl mischen.

Wieso sollte gegarter Grünkohl nicht wieder aufgewärmt werden?

Zwar schmeckt aufgewärmter Grünkohl vielen besser, doch beachten Sie, dass aufgewärmter Grünkohl einen hohen Nitritgehalt aufweist. Dieser bildet sich aus dem im Grünkohl enthaltenen Nitrat, das durch langsames Abkühlen und erneutes Aufwärmen in Nitrit umgewandelt wird. Deshalb sollten Sie nicht zu häufig zum aufgewärmten Kohl greifen und darauf achten, dass nur Erwachsene und keine Kinder den aufgewärmten Kohl zu sich nehmen. Bei einem moderaten Verzehr von aufgewärmten Grünkohl schadet das enthaltene Nitrit dann nicht. 

Wenn Sie allerdings gerne öfter den heimischen Kohl essen möchten, sollten Sie den Grünkohl frisch zubereiten. Auch enthält ungedüngter Grünkohl aus Öko-Anbau meist weniger Nitrat als Kohl aus konventionellem Anbau, sodass sie bevorzugt zu Bio-Ware greifen sollten (1).

Wissen zum Mitnehmen

Grünkohl kochen ist sehr einfach, bedarf aber etwas Vorbereitungszeit. Um den Winterkohl bekömmlicher zu machen, sollte er zunächst portionsweise kurz blanchiert und anschließend abgeschreckt werden. Danach können Sie ihn klassisch mit Zwiebeln und Co. oder zu Pasta, Suppen und vielem mehr zubereiten. Auch kann der Kohl roh gegessen werden und ist eine nährstoffreiche Komponente in Salat und Smoothies. 

Wenn Sie auf die zeitaufwendige Vorbereitung und Kochzeit verzichten möchten, können Sie auch zu bereits blanchiertem Kohl greifen, den es als Tiefkühlware aus der Dose oder aus dem Glas zu kaufen gibt. Außerdem ist es ratsam, nicht allzu häufig wieder aufgewärmten Grünkohl zu essen, da sich beim erneuten Aufwärmen Nitrit bildet, was bei übermäßigem Verzehr schädlich sein kann.

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