Banner Oona
Meine Geschichte

Raus aus der Essstörung, rein ins Leben!

Von Oona Mathys
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Magersucht ist in der heutigen Zeit, in der uns täglich Models in XXXS-Größen und strikte Abnehmprogramme begegnen, allgegenwärtig. In unserer Gesellschaft stehen dünne Körper für Disziplin und Kontrolle und nicht für eine ernsthafte Essstörung. Angelehnt an die vergangene "Eating Disorder Awareness Week" möchte ich mit meiner Geschichte mehr Bewusstsein schaffen und aus meiner Sicht zeigen, was hinter der Krankheit steckt.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Übersicht zu diesem Artikel

 
Ich hab auch gehört das Kraftsport beim Zunehmen helfen soll, doch ich hätte da glaub ich zu sehr Angst wieder abzunehmen.
 
Hallo, danke für deine eindrucksvolle Geschichte. Darf ich fragen, wie große du bist und was dein niedrigster BMI war? Welchen BMI hast du aktuell? Hast du Folgeschäden, zum Beispiel Osteoponie oder bist du vollständig genesen? Danke noch mal.
 
Hallo Kamillenblume, ich war in meiner schlimmsten Zeit bei einem BMI von 15.4 ( ich bin 1,67 m groß) Mein jetziger BMI ist nicht wirklich aussagekräftig, da ich intensiv Kraftsport mache und der BMI Muskel- und Fettmasse nicht unterscheidet. Ich habe ihn jetzt trotzdem mal ausgerechnet. Der BMI liegt bei 20,8, derzeit wiege ich 58 Kilo. Folgeschäden habe ich zum Glück keine, wahrscheinlich lag es daran, dass ich vergleichsweise "kurz" magersüchtig war. Ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft.
 
So ein toller Artikel! Er spricht genau aus meinem Herzen. Auch ich leide jetzt schon etwa 3 Jahre unter der Magersucht, geendet ist alles in einem Klinikaufenthalt aber dort denke ich, hatte ich noch kein richtiges Einsehen in die Krankheit und bin gescheitert...Nun mache ich eine ambulante Therapie und versuche jeden Tag zu kämpfen aber der richtige Wille hat wohl doch gefehlt denn so richtig klappts nicht mit dem Zunehmen weil meine Gedanken, so wie du es beschreibst, einfach noch viel zu sehr um das Thema Essen, Kalorien und Nährwerte kreisen... Nach dem Lesen des Artikels ist da aber wieder was aufgeflammt in mir- Lebenslust, und die kann ich nur in Angriff nehmen wenn ich endlich zunehme, auch wenn ich mich zu allem was ich zu mir nehme was "normal" ist wirklich noch sehr überwinden muss...Danke für den Artikel!!
 
Hallo liebe Laura(?), ich kann dir von meiner Seite aus sagen, dass ich denke, das eine ambulante Therapie genau das Richtige ist und gegen diese Krankheit zu kämpfen. Ich habe von vielen Betroffenen gehört, dass es nach der Klinik meistens sogar noch schlimmer war. Weißt du was bei mir der entscheidende Punkt war? Ich habe realisiert wie viel Willenskraft und Disziplin ich in das Nicht-Essen gesteckt habe, obwohl es mir schlecht ging und ich Hunger hatte. Diese Energie und das Durchhaltevermögen aus der Krankheit umzudrehen und für die Genesung einzusetzen, war meine Lösung. Auch wenn es schwierig ist. Immer daran festhalten, du hast es geschafft 3 Jahre zu hungern, dann wirst du es locker schaffen zu essen. Ich verspreche es dir! Glaub an dich. Und auch wenn es Rückschläge gibt. Lass dich nicht entmutigen. Einfach wieder von vorne anfangen. Und selbst wenn es eine Woche voller Rückschläge gibt. Verzeih dir selbst. Sei gut zu dir und deinem Körper. Er hat dich lieb und arbeitet jeden Tag für dich damit es dir gut geht. Er lässt dich nicht im Stich. Ich umarme dich und hoffe du gibst nicht auf!!
Schreiben Sie einen Kommentar