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6 Fehler, die eine Erkältung verschlimmern

Von Wenke Gürtler
Aktualisiert am 25. Jan. 2022
© Pexels/ Polina Tankilevitch
© Pexels/ Polina Tankilevitch

Der Hals kratzt, die Nase läuft, der Kopf tut weh: Ein Schnupfen ist im Anmarsch und der kann ganz schön lästig sein. Damit Sie schnell wieder gesund werden, gilt es bestimmte Fehler zu vermeiden – auch um einer verschleppten Erkältung vorzubeugen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Krank zur Arbeit gehen
  2. Nase kräftig putzen
  3. Nasenspray falsch anwenden
  4. Erkältung ausschwitzen
  5. Mit Schnupfen trainieren
  6. Rauchen und Trinken
  7. Wissen zum Mitnehmen

Drei Tage kommt er, drei Tage bleibt er und drei Tage geht er: Das Sprichwort beschreibt ziemlich genau den klassischen Verlauf von einem Schnupfen. Meist ist ein grippaler Infekt harmlos, doch wer ihn auf die leichte Schulter nimmt oder die Symptome falsch behandelt, kann die Erkältung verschlimmern. Wir verraten Ihnen, was Sie in Zukunft besser vermeiden.

1. Krank zur Arbeit gehen

Vor Beginn der Pandemie sind viele von uns trotz laufender Nase oder Husten noch zur Arbeit gegangen – schließlich muss sie auch erledigt werden. Wer sich allerdings krank zur Arbeit schleppt, verwehrt seinem Körper benötigte Ruhe, ist nicht hundertprozentig in der Lage, seiner Tätigkeit konzentriert nachzugehen und kann außerdem seine Kolleginnen und Kollegen anstecken.

Hinzu kommt: Solche Symptome können auf eine COVID-19-Infektion hindeuten. Ist erst einmal eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter erkrankt, kann sich das Coronavirus SARS-Cov-2 wie ein Lauffeuer im ganzen Betrieb ausbreiten.

Wenn Sie krank sind, bleiben Sie zu Hause und rufen Sie Ihre Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 an. Diese Kontaktstellen informieren über das weitere Vorgehen.

Auch interessant: Grippe, Erkältung oder Corona?

Merke!
Generell gilt: Wer kränkelt, sollte auf jeden Fall zu Hause bleiben, denn sowohl harmlose Erkältungsviren als auch das hochansteckende Coronavirus SARS-Cov-2 verursachen mitunter dieselben Symptome.

2. Nase kräftig putzen

Schnupfen ist unangenehm, erst recht, wenn die Nase läuft oder gar verstopft ist. Viele Menschen neigen in dieser Situation dazu, den Schleim hochzuziehen, wenn sie keine Taschentücher zur Hand haben. Dazu raten sogar einige Mediziner:innen, obwohl es nicht ganz der Etikette entspricht: Schnäuzen sei schädlicher als Hochziehen, denn dabei werden Schleim sowie Keime auch in die Nasennebenhöhlen gepresst. Diese können sich dadurch leicht entzünden. 

Jedoch halten andere Fachleute entgegen, dass die meisten Menschen mit einer Erkältung ohnehin an einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) leiden. Außerdem besteht beim Hochziehen die Gefahr, dass Erreger in die Atemwege gelangen und sich im schlimmsten Fall eine Bronchitis entwickelt.  Dazu sei aber auch gesagt, dass der Großteil der Krankmacher beim Hochziehen und Schlucken jedoch im Magen landen. Dort werden sie dann von der Magensäure unschädlich gemacht. 

Und wie geht es nun richtig? Halten Sie abwechselnd ein Nasenloch zu und blasen Sie durch das andere vorsichtig durch. So lässt sich vermeiden, dass zu viel Druck entsteht, denn meist ist eine Seite stärker zugeschwollen als die andere. Achten Sie ebenso auf die Hygiene: Am besten sind Papiertaschentücher. Nutzen Sie diese nur einmal, entsorgen Sie diese umgehend nach dem Gebrauch und waschen Sie sich anschließend sorgfältig die Hände. Das reduziert das Risiko, Krankheitserreger zu verbreiten und andere anzustecken.

Merke!
Das Schnäuzen in ein Taschentuch ist nicht per se schlecht, sonders es kommt auf die richtige Technik an: Halten Sie abwechselnd ein Nasenloch zu und blasen Sie durch das andere sanft in ein Papiertuch.

3. Nasenspray falsch anwenden

Eine verstopfte Nase ist die wohl nervigste Begleiterscheinung einer Erkältung – insbesondere in der Nacht. Um die Atemwege zu befreien, sind abschwellende Nasentropfen oder -sprays nützlich, jedoch sollten Sie die Mittel keinesfalls unbedacht oder länger als sieben Tage anwenden. Andernfalls droht eine Gewöhnung. Dabei reagieren die Schleimhäute in der Nase zwar wie gewollt auf den Wirkstoff und schwellen ab. Sobald die Wirkung nachlässt, schwellen sie aber um so mehr wieder an und Sie müssen erneut zu Tropfen oder Sprays greifen, um durchatmen zu können. Ein Teufelskreis.

Außerdem sind mit der Zeit die Schleimhäute durch die Inhaltsstoffe derart gereizt, dass sie austrocknen. Die Nase kann ihre Abwehrfunktion nicht mehr erfüllen und Bakterien oder Viren haben leichtes Spiel. Mit der Folge: Sie sind häufiger krank und die Erkältung hält länger an. 

Neben der korrekten Anwendungsdauer gilt es noch weitere Regeln zu beachten. So sollten Tropfen oder Sprays grundsätzlich nur von einer Person angewendet werden, um eine Keimübertragung zu vermeiden. Wischen Sie außerdem nach jedem Gebrauch den Applikator mit einem sauberen Tuch gründlich ab, bevor Sie die Schutzkappe wieder aufsetzen und entsorgen Sie angebrochene Fläschchen, die älter als sechs Monate sind.

Merke!
Abschwellende Nasensprays und -tropfen können ein Segen sein, wenn das Atmen schwerfällt. Falsch angewendet können sie aber auch abhängig machen oder zur Keimschleuder werden.

4. Erkältung ausschwitzen

Saunieren bringt den Stoffwechsel auf Hochtouren und stärkt die Abwehrkräfte. Wen es bereits erwischt, verzichtet aber besser darauf. Denn der Körper ist bereits damit beschäftigt, die Krankheitserreger abzuwehren – die hohen Temperaturen würden das Herz-Kreislauf-System belasten und dem ohnehin schon geschwächten Organismus weiter zusetzen. Bei Fieber kann ein Saunabesuch sogar richtig gefährlich werden und zu einem Kreislaufkollaps führen.

Ähnlich sieht es mit Baden aus: Bei einer beginnenden Erkältung kann ein heißes Vollbad wohltuend sein, denn die Wärme fördert die Durchblutung der Schleimhäute, es zirkulieren mehr Abwehrzellen in Nase und Rachen – und Viren werden besser abgefangen. Aber: Je stärker die Erkältung, desto eher sollten Sie aufs Baden verzichten, um das Herz-Kreislauf-System nicht zu überfordern.

Merke!
Saunieren belastet den ohnehin schon geschwächten Körper; bei Fieber kann sogar ein Kreislaufkollaps drohen. Auch heiße Vollbäder sind bei einer Erkältung mit stärkeren Symptomen oder gar Fieber keine gute Idee.

5. Mit Schnupfen trainieren

Sport ist eine gute Maßnahme, um einer Erkältung vorzubeugen. Wenn sie aber da ist, benötigt der Körper Ruhe. Wer trotzdem eisern trainiert, schwächt sein Immunsystem und riskiert seine Gesundheit: Durch die geringe Gegenwehr können sich Viren dann leichter ausbreiten und zum Beispiel zum Herzen vordringen. Dort lösen sie eine Entzündung aus, die sogenannte Myokarditis. Die Erkrankung bleibt oftmals lange unerkannt – und je später sie entdeckt wird, desto größer ist die Gefahr, eine Herzschwäche zu entwickeln oder akut schwere Herzrhythmusstörungen zu erleiden. Und diese können sogar zum plötzlichen Herztod führen. 

Beugen Sie also einer verschleppten Erkältung vor, indem Sie den Infekt mit der nötigen Geduld auskurieren. Schalten Sie ein paar Gänge runter – mehr als kurze Spaziergänge sollten Sie Ihrem Körper in der Zeit nicht zumuten. Sobald die Symptome abgeklungen sind, dürfen Sie wieder langsam ins Training einsteigen. Sie hatten Fieber? Dann warten Sie eine Woche. Falls Sie unsicher sind, ob Sie wieder Sport machen können, fragen Sie dazu vorab Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Merke!
Bei einem Infekt arbeitet das Immun­system auf Hochtouren. Wer jetzt noch seinen Körper mit Training belastet, riskiert eine verschleppte Erkältung, die unter anderem zu einer Myokarditis führen kann.

6. Rauchen und Trinken

Auf der Schleimhaut in unseren Atemwegen sitzen Millionen von Härchen, die wellenartig hin- und herschlagen. Wie auf einem Förderband transportieren sie Schleim und an ihm haftende Fremdstoffe (zum Beispiel Bakterien, Pollen oder Viren) aus der Lunge in Richtung Rachen und schließlich in den Magen. Allerdings gerät die Bewegung der Härchen durch Tabakrauch ins Stocken – und die Selbstreinigung ist gestört. Hinzu kommt: Rauchen schwächt unser Immunsystem. Aus diesen Gründen kann der Nikotinkonsum eine Erkältung verschlimmern.

Aber nicht nur Glimmstängel sind Gift für Atemwege, dasselbe gilt für die vermeintlich weniger schädlichen E-Zigaretten. Auch sie beeinträchtigen die Selbstreinigung. Am besten ist es, mit dem Rauchen oder Dampfen aufzuhören – wenigstens bis der Infekt auskuriert ist. 

Vom Alkohol lassen Sie ebenfalls besser die Finger, denn er dämpft das Immunsystem, das Sie während einer Erkältung dringend brauchen. Trinken Sie lieber Tees. Die schmecken gut und können dabei helfen, die Abwehrkräfte zu stärken. Wie wäre es mit einem Ingwertee? Die Scharfstoffe aus Knolle regen die Durchblutung an und die Erreger können leichter aus unserem Körper befördert werden. 

Lesen Sie mehr: Die 9 besten Lebensmittel, wenn Sie krank sind

Merke!
Zigaretten und Alkohol können eine Erkältung verschlimmern, da sie das Immunsystem schwächen. Verzichten Sie daher auf den Konsum.

Wissen zum Mitnehmen

Aufgrund der aktuellen Lage ist es wichtig, zu Hause zu bleiben beziehungsweise den Arbeitsplatz zu verlassen, wenn Sie Krankheitszeichen haben, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hindeuten können. Lassen Sie die Symptome umgehend ärztlich abklären oder lassen Sie sich testen. Aber auch mit einer normalen Erkältung sollten Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen keinem Ansteckungsrisiko aussetzen und sich die benötigte Ruhe gönnen.

In diesem Fall gilt es ein paar Maßnahmen zu beachten, damit sich der Infekt nicht verschlimmert oder Sie sogar die Erkältung verschleppen. So schwächt Training das Immunsystem, das bereits auf Hochtouren arbeitet. Die Erreger können zum Beispiel zum Herzen vordringen und dort eine Entzündung (Myokarditis) auslösen. Auch Saunieren ist keine gute Idee, denn es belastet den ohnehin schon angeschlagenen Körper; bei Fieber kann sogar ein Kreislaufkollaps drohen.

Verzichten Sie während einer Erkältung ebenso auf Zigaretten und Alkohol, da sie die Abwehrkräfte schwächen. Abschwellende Nasensprays oder -tropfen bergen ebenfalls Risiken, denn ein unbedachter und längerer Gebrauch kann abhängig machen: Wenden Sie das Medikament nicht länger als sieben Tage an. Und auch Naseputzen will gelernt sein. Am besten halten Sie abwechselnd ein Nasenloch zu und blasen durch das andere sanft in ein Taschentuch. Das ist am schonendsten.


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