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Frühlingsgefühle: Gibt es sie wirklich?

Von Maja Seimer
Aktualisiert am 16. Mär. 2020
© Unsplash/ Alora Griffiths
© Unsplash/ Alora Griffiths

Wenn der Frühling beginnt, fangen die Hormone an zu tanzen – und machen uns so auch schwierige Zeiten ein bisschen lebenslustiger. Ob Frühlingsgefühle tatsächlich existieren und was der Frühling genau mit uns macht, lesen Sie in unserem Live Smarter-Artikel.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Was sind Frühlingsgefühle?
    1. Lebensgeister werden geweckt
    2. Auf Flirtkurs eingestellt
  2. Was macht der Frühling mit unserem Körper?
    1. Glückshormon Serotonin steigt
    2. Vitamin D macht gute Laune
    3. UVA-Licht senkt Blutdruck
  3. Verlieben wir uns im Frühling leichter? 
  4. Live Smarter-Fazit
  5. Wissen zum Mitnehmen

Was sind Frühlingsgefühle?

Frühlingsgefühle – ein Begriff, der den herrlichen Zustand beschreibt, den wir erleben, wenn der Frühling kommt. Nach den dunklen Regentagen zeigt sich die Sonne langsam wieder, die Tage werden länger und die Blumen beginnen zu blühen. Gute Laune ist angesagt. 

Lebensgeister werden geweckt

Zum Beginn der warmen Jahreszeit fühlen sich viele wie neugeboren. Sie sind nicht nur fröhlicher, denken positiver und strahlen gute Laune aus, auch körperlich entwickeln sie ganz neue Kräfte. Nicht umsonst heißt es, der Frühling weckt die Lebensgeister. Während wir uns im Winter eher zurückziehen und Ruhe und Gemütlichkeit genießen, werden wir im Frühling wieder so richtig aktiv. "Verliebt ins Leben" ist eine treffende Beschreibung für die Frühlingsgefühle. 

Den Frühling nach Hause holen

Die aktuelle Coronavirus-Pandemie macht vielen Menschen Angst. Vorsichtsmaßnahmen, wie das Minimieren sozialer Kontakte drücken die Stimmung – doch das muss es nicht. Stellen Sie sich frische Schnittblumen auf den Küchentisch, absolvieren Sie Ihr Workout im Wohnzimmer und lassen Sie durch weit geöffnete Fenster die Sonne hinein. Erhalten Sie sich die Leichtigkeit und die Freude: Was im Frühling im Körper passiert, hilft uns dabei. 

Merke!
Als Frühlingsgefühle werden sowohl die Beschwingtheit und die gute Laune im Frühling bezeichnet, als auch das Gefühl des Verliebtseins.

Was macht der Frühling mit unserem Körper?

Im Frühling werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer. Der Körper schüttet dadurch weniger Melatonin aus und bekommt so neue Energie. Genaugenommen drosselt das Sonnenlicht die Melatoninproduktion. Das Schlafhormon hat die Aufgabe, uns müde zu machen, und sorgt so für einen guten Schlaf. Setzt der Körper weniger Melatonin frei, führt das zu merklich mehr Energie und Motivation. Die hormonelle Anpassungsphase zum Frühlingsbeginn kann sich bei vielen jedoch auch als sogenannte Frühjahrsmüdigkeit äußern. Sie macht sich unter anderem durch Trägheit, Kreislaufprobleme und dem Bedürfnis nach Schlaf bemerkbar.

Glückshormon Serotonin steigt

Ist diese Umstellungsphase vorbei, spüren wir den Anstieg der Endorphine, unserer Glückshormone. Dazu zählt vor allem das Serotonin, dessen Produktion durch das Sonnenlicht angekurbelt wird. Das Happy-Hormon lässt uns im Frühling vor guter Laune sprühen – wir sind energiegeladen und motiviert, neue Projekte anzugehen. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die vermehrte Einstrahlung von Sonnenlicht mit einer gesteigerten Serotoninproduktion und damit auch guter Stimmung und einer geringeren Verbreitung von Depressionen zusammenhängt. Sie fragen sich, wie Sie sich das zunutze machen können, wenn Sie an die eigenen vier Wände gefesselt sind? Wie wäre es mit dem gründlichen Ausmisten des Kleiderschranks oder des Dachbodens, das Integrieren von Achtsamkeitsübungen in den Alltag oder das Lernen einer neuen Sprache?

Vitamin D macht gute Laune

Was neben dem Serotonin zur guten Stimmung im Frühling beiträgt, ist Vitamin D. Im Gegensatz zu anderen Vitaminen wird Vitamin D vom Körper selbst mithilfe des Sonnenlichts unter der Haut gebildet. Die meisten Menschen in Nordeuropa sind in den dunklen Wintermonaten durch die fehlende Sonne von einem Vitamin-D-Mangel betroffen. Der schlägt nicht nur aufs Gemüt, sondern schwächt auch das Immunsystem. Daher empfiehlt es sich, im Herbst seinen Vitamin-D-Wert mit einem Bluttest beim Arzt checken zu lassen und dann gezielt mit Vitamin-D-Präparaten zu supplementieren.

Im Frühling heißt es dann: Nehmen Sie jeden Sonnenstrahl mit. Wer einen Balkon hat oder einen eigenen Garten, der sollte möglichst viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Denn Sonne bedeutet mehr Vitamin D und das wiederum bringt gute Laune und ein starkes Immunsystem. Ein weiterer Tipp, um den Vitamin-D-Wert in die Höhe zu schrauben: Werden Sie überschüssige Kilos los. Wissenschaftler des Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle fanden heraus, dass übergewichtige Menschen niedrigere Vitamin-D-Werte aufweisen und eine Gewichtsabnahme den Wert anhebt. Ein Grund mehr, dem Winterspeck den Kampf anzusagen (1).

UVA-Licht senkt Blutdruck

Eine Untersuchung der Universität in Edinburgh konnte zeigen, dass das Licht den Blutdruck senkt. Teilnehmer der Studie, die 30 Minuten UVA-Strahlung ausgesetzt waren, hatten anschließend einen niedrigeren Blutdruck als die Personen, die künstliches Licht ohne UVA-Strahlung erhielten (2).

Merke!
Die längeren Tage und das Sonnenlicht im Frühling regen die Produktion von Vitamin D und Serotonin an.

Live Smarter-Fazit:

Frühlingsgefühle existieren tatsächlich. Sie machen uns beschwingt, fröhlich und hoffnungsvoll – und können uns helfen, Krisen zu überwinden. 

Wissen zum Mitnehmen

Wenn die Tage wieder länger werden und die Ärmel kürzer, kommen auch die Hormone in Schwung. Im Frühling sind wir nicht nur beschwingt, gut drauf und aktiv, wir können auch besser mit Schwierigkeiten klarkommen. Was jetzt in unseren Körpern passiert, kann uns dabei helfen, die schwierige Zeit der Coronavirus-Pandemie gut zu überstehen.

Die berühmten Frühlingsgefühle sind nicht nur subjektiver Natur, der Beginn der warmen Jahreszeit verändert tatsächlich unsere Biochemie. Das liegt vor allem am Tageslicht und den Sonnenstrahlen. Die regen die Produktion von Serotonin und Vitamin D an. Beides sorgt für gute Stimmung und Motivation.

Kein Wunder, dass wir bei diesen herrlichen Bedingungen Funken sprühen und voller Eifer neue Projekte angehen. 


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