Feldsalat

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 13. Mai. 2020
Feldsalat

Warenkunde Feldsalat: Was Sie über Feldsalat wissen sollten und was ihn so gesund macht. Hier klicken!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Feldsalat
  2. Das sollten Sie über Feldsalat wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Feldsalat-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Feldsalat?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Feldsalat
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Feldsalat

Infografik zu Feldsalat

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik. 

Warenkunde Feldsalat

Feldsalat...

  • ...wirkt sanft entwässernd: Mit stolzen 420 Milligramm pro 100 Gramm belegt Feldsalat beim Kalium-Gehalt einen der obersten Ränge. Dieser Mineralstoff reguliert den Flüssigkeitshaushalt im Körper und sorgt dafür, dass überschüssige Flüssigkeit schneller ausgeschieden wird.
  • ...hält schön und jung: Vor allem in der Kombi mit einer Vinaigrette aus Pflanzenöl wird aus Feldsalat dank eines hohen Anteils an Vitamin E das perfekte Anti-Aging-Mittel: Vitamin E schützt die Haut vor Falten beziehungsweise frühzeitiger Alterung sowie die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen.
  • ...bietet viel Vitamin C: In Sachen Vitamin C liegt Feldsalat an der Spitze aller Salatgemüse: Mit 35 Milligramm decken schon 100 Gramm Feldsalat gut ein Drittel des täglichen Durchschnittsbedarfs.
  • ...ist gut für Haut und Augen: Feldsalat liefert eine besonders üppige Portion Provitamin A, das für gutes Sehvermögen und gesunde Haut eine wichtige Rolle spielt: Schon 100 Gramm Feldsalat decken mit satten 663 Mikrogramm mehr als die Hälfte der täglich empfohlenen Menge an Vitamin A.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Feldsalat gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...stärkt die Nerven: Die im Feldsalat enthaltenen ätherischen Baldrian-Öle machen ihn zur echten Nervennahrung bei Stress und innerer Unruhe. Der relativ hohe Anteil an nerven- und muskelstärkendem Magnesium verstärkt den leicht beruhigenden Effekt zusätzlich.
  • ...fördert die Blutbildung: Feldsalat gehört zu den Gemüsesorten mit besonders hohem Eisengehalt: Gut 2 Milligramm des für die Bildung roter Blutkörperchen und den Sauerstofftransport im Körper zuständigen Mineralstoffs stecken in 100 Gramm Feldsalat.
  • ...ist vom Freiland gesünder: * Feldsalat gibt es inzwischen auch außerhalb der Saison aus dem Treibhaus. Gesünder ist Feldsalat aber, wenn er tatsächlich frisch vom Feld kommt: Er enthält viel weniger Nitrat, aus dem sich schädliches Nitrit bilden kann.

Das sollten Sie über Feldsalat wissen

Klein, aber oho: Die Blättchen von Feldsalat mögen bescheidene Ausmaße haben, doch dafür können sie mit jeder Menge Power für unsere Gesundheit punkten. Wozu den oft nitratbelasteten Treibhaussalat oder teure Importe aus exotischen Gefilden auf den Teller bringen – auch hierzulande gibt es schließlich im Herbst und Winter frisches Grün. Die von den Österreichern liebevoll Vogerlsalat getauften Pflänzchen punkten mit einem besonders delikaten Geschmack.

Ganz billig ist das bei uns je nach Gegend auch Ackersalat oder Rapunzelsalat genannte Blattgemüse nicht und das kann es auch kaum sein, denn nach wie vor müssen die zarten Pflanzen mühsam per Hand geerntet werden. Auf den Markt kommt Feldsalat büschelweise und zwar mitsamt den feinen Wurzeln. Sie machen zwar beim Putzen etwas Arbeit, sorgen aber dafür, dass Feldsalat so schön knackig bleibt wie wir ihn kennen und lieben.

Wie sein Name schon verrät, kommt Feldsalat tatsächlich frisch vom Feld. Unter den Blattsalaten ist er schon wegen seiner Robustheit einzigartig, denn im Gegensatz zu all seinen Konkurrenten verträgt er problemlos Temperaturen bis zu minus 15 Grad. Dennoch baut man Feldsalat längst auch unter Glas beziehungsweise unter Folie an.

Herkunft

Auch wenn Feldsalat längst in beinahe ganz Nord- und Osteuropa bekannt und beliebt ist – seine eigentliche Heimat liegt in Eurasien. In diesem Gebiet, das von den Kanaren über Nordafrika bis zum Kaukasus reicht, wächst der Feldsalat bis heute wild am Wegesrand. Kultiviert wird Feldsalat erst seit dem vorigen Jahrhundert.

Die Hauptanbaugebiete für Feldsalat vom Freiland liegen bei uns in Deutschland vor allem in Baden-Württemberg, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Saison

Feldsalat vom Freiland bekommt man von Oktober bis etwa März oder April, je nach Witterung.

Geschmack

Feldsalat überzeugt mit knackigem Biss und einem intensiven und würzigen Geschmack. In der Schweiz heißt er aus gutem Grund auch Nüsslisalat, denn die ätherischen Öle in Feldsalat geben ihm tatsächlich ein nussartiges Aroma.

Sorten

Generell unterscheidet man bei Feldsalat zwei Sortengruppen: Die eine besteht aus Sorten mit relativ großen Blättern, die andere – von Kennern am meisten geschätzt – hat kleine Blättchen und häufig eine besonders intensiv dunkelgrüne Farbe. 

Unsere liebsten Feldsalat-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Feldsalat-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Feldsalat?

Vegetarier und Veganer aufgepasst: Feldsalat hat nach der Petersilie den höchsten natürlichen Eisengehalt von allen Gemüse- und Kräutersorten. Feldsalat bringt es außerdem auf 35 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm und steht daher an der Spitze aller Salatgemüse.

Wie alle grünen Gemüse kann Feldsalat obendrein mit einer dicken Portion Provitamin A glänzen, das auf Augen und Haut besonders günstig wirkt: In 100 Gramm stecken 663 Mikrogramm davon. Eine Besonderheit von Feldsalat sind außerdem die darin enthaltenen ätherischen Baldrian-Öle, die ihn zu einer echten Nervennahrung machen. Dazu trägt auch der beachtliche Gehalt an nerven- und muskelstärkendem Magnesium sowie Phosphor und Calcium bei.

Nährwerte von Feldsalat pro 100 Gramm  
Kalorien 14
Eiweiß 1,8 g
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 0,7 g
Ballaststoffe 1,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Feldsalat

Einkauf

Ob Sie Feldsalat mit großen oder mit kleinen Blättern wählen, ist Geschmackssache. In beiden Fällen kommt es vor allem auf die Frische an, die Sie an der leuchtend grünen Farbe erkennen. Gelbe oder welke Blättchen deuten auf Überlagerung hin.

Lagerung

So robust er Minustemperaturen auf dem Freiland erträgt – nach der Ernte wird Feldsalat sensibel und welkt relativ schnell. Wenn Sie ihn nicht gleich nach dem Kauf verwenden, sollten Sie ihn putzen, waschen und leicht feucht locker in einen Gefrierbeutel geben. So vorbereitet, bleibt Feldsalat im Gemüsefach des Kühlschranks noch etwa zwei bis drei Tage frisch.

Vorbereitung

Frischer Feldsalat macht ein bisschen Mühe, aber sie lohnt sich: Zunächst müssen Sie die feinen Wurzeln von jedem Pflänzchen abschneiden. Wie man Feldsalat vorbereitet, ohne dass die Büschel auseinanderfallen, zeigt Ihnen Cornelia Poletto in unserer Video-Kochschule. Anschließend bekommt der Feldsalat ein gründliches, aber kurzes Bad in reichlich kaltem Wasser, damit sich Erde und Sand restlos verkrümeln. Dann gibt man die zarten Blättchen zum schonenden Trockenschleudern in eine Salatschleuder. Es geht aber auch ohne, wie unser Kochschul-Video mit genauer Anleitung zur perfekten Vorbereitung von Feldsalat zeigt.

Der Feldsalat wird besonders knackig-frisch, wenn Sie ihn nach der Vorbereitung noch für zehn Minuten in den Kühlschrank legen – so haftet auch das Dressing besser. Übrigens gilt auch bei Feldsalat: Mischen Sie das Dressing immer erst kurz vor dem Anrichten unter den Feldsalat, sonst fallen die Blättchen schnell zusammen.

Zubereitungstipps für Feldsalat

In Süddeutschland und Österreich liebt man den Vogerlsalat ganz besonders. Es ist also kein Zufall, wenn von dort viele leckere Rezepte für Feldsalat stammen. Verlockende Beispiele sind unter anderem der bayerische Kartoffelsalat, bayerischer Feldsalat mit Käse, steirischer Salat mit Kürbis, Feldsalat mit Emmentaler und gebackene Schwarzwurzeln auf Feldsalat. Aber auch hoch im Norden hat der Feldsalat seine Fans, wie nicht zuletzt unser Bornholmer Feldsalat mit Räucherlachs uns Ei beweist.

Da Feldsalat von Haus aus selbst ein kräftiges Aroma besitzt, verträgt er eben auch intensiv schmeckende Zutaten. Als Dressing passen zu Feldsalat darum am besten Vinaigrettes aus Nussölen und aromatischem Essig wie Balsamico oder Himbeeressig. Wer es sich figurtechnisch leisten kann und mag, kann einen schlichten Feldsalat außerdem mit fein gewürfelten, gebratenen Speck- und Zwiebelwürfelchen zum Highlight machen.

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