bookmark_border
URL kopieren
Pinterest
bookmark_border
URL kopieren
chat_bubble
Kommentar
Nächster Artikel
TK Banner

Raynaud-Syndrom: Was kann die Ursache für kalte Hände sein?

Von Lina Nagel
Aktualisiert am 16. Jan. 2019
Kalte Hände

Beim Raynaud-Syndrom werden die Hände blitzschnell eiskalt. In den meisten Fällen sind kalte Hände zwar harmlos, doch sie können auch Anzeichen für Krankheiten sein. Lesen Sie im Live Smarter-Blog die häufigsten Ursachen für kalte Finger!

1
Drucken


Kalte Hände zeigen an, dass sie gerade nicht gut durchblutet sind – zum Beispiel, wenn wir frieren. Denn bei Kälte verengen sich zunächst die Gefäße in den Extremitäten, damit das Blut den Körperkern warm halten kann. Die Folge sind kalte Hände, kalte Füße, kalte Ohren und eine kalte Nasenspitze. Wenn sich der Körper wieder aufwärmt, weiten sich die Gefäße und das Blut kann zurück fließen – das prickelt und tut zuweilen weh.

Doch kalte Hände sind nicht nur ein Winterphänomen. Vor allem Frauen haben oft das ganze Jahr kalte Finger.

Nicht nur Kälte ist dafür verantwortlich, dass sich die Gefäße in unseren Händen eng stellen und diese kalt werden lassen. Das vegetative Nervensystem hat hier ein großes Wörtchen mitzureden. Es steuert nicht nur Hormonhaushalt und Kreislauf, sondern auch die Wärmeregulation. Bei Faktoren wie Stress oder Angst kann es daher dazu kommen, dass die Blutzufuhr in den Händen zurückgefahren wird und wir kalte Hände bekommen.

Wer nur gelegentlich kalte Hände hat, die sich bei Wärme schnell wieder erholen, muss sich keine Sorgen machen. Doch kalte Hände können auch andere Ursachen haben und Symptome für Krankheiten wie das Raynaud-Syndrom sowie Ausdruck eines ungesunden Lebensstils sein.

Ursachen für kalte Hände

Kalte Hände durch ungesunden Lebensstil

Wenn das Kind krank ist, die Feier mit den Kollegen länger gedauert hat oder spät ein spannender Film im Fernsehen lief, spüren wir die Müdigkeit am folgenden Tag nicht nur durch bleierne Augenlider, sondern häufig auch dadurch, dass unsere Hände eiskalt sind. Kommen Faktoren wie Alkoholkonsum, Rauchen oder Stress hinzu, wird der Blutfluss noch mehr gemindert: Die Flossen bleiben eisig.

Mehr Bewegung, mehr Schlaf sowie der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten lassen die Finger schnell wieder warm werden.

Kalte Hände durch niedrigen Blutdruck

Ist der Blutdruck niedrig, so können die Gefäßwände nicht genügend pulsieren und der Bluttransport „stockt“. Vor allem in den Extremitäten wird dieser Effekt spürbar: Füße, Hände und Nasenspitze sind kalt.

Kalte Hände durch Herzschwäche

Kalte Hände können ein Zeichen dafür sein, dass der Herzmuskel geschwächt ist und nicht mehr genügend Blut in den Körper pumpen kann.

Kalte Hände durch Schilddrüsenunterfunktion

Auch eine Unterfunktion der Schilddrüse und das daraus folgende hormonelle Ungleichgewicht können dazu führen, dass man generell schneller friert.

Kalte Hände durch Mangelernährung und Crashdiäten

Wer schon einmal eine sehr einseitige Diät gemacht hat, weiß: Nicht nur die Laune leidet, sondern auch die Temperatur in den Fingern sinkt. Denn der Körper reagiert auf eine verminderte Kalorienzufuhr mit einem Absenken des Stoffwechsels.

Radikale Diäten oder Essstörungen bringen das Gleichgewicht vieler Körperabläufe durcheinander. Kalte Hände sind dann nur eines von vielen Symptomen für Mangelerscheinungen und einen gestörten Stoffwechsel.

Kalte Hände durch das Raynaud-Syndrom

Kalte Hände durch das Raynaud-Syndrom

(Bild: Oona Mathys) „Meine Leichenhände“ nennt Marianne es, wenn ihre Finger auf einmal eiskalt und blass werden. Die 30-Jährige leidet unter dem Raynaud-Syndrom: Egal, ob sie ein eiskaltes Glas anfasst oder ohne Handschuhe hinaus in die Kälte geht, ihr Körper reagiert extrem auf den Kältereiz.

Beim Raynaud-Syndrom zeigt der Körper eine extreme Gefäßreaktion, bei der sich die Fingerarterien abrupt zusammenziehen, das Blut aus den Händen entweicht und diese blass oder sogar blau werden. Bis zu einer halben Stunde kann es dauern, bis die Gefäße sich wieder entspannen und das Blut wieder in die Hände zurückkehrt.

Vor allem junge Frauen leiden unter diesem Syndrom, das neben Kälte auch durch heftige Gefühlsreaktionen oder Stress ausgelöst werden kann. Warum die Gefäße überreagieren, ist noch nicht final erforscht; das sogenannte primäre Raynaud-Syndrom geht mit dem Alter meist von selbst zurück.

Betroffenen hilft es, ihre Hände vor Kältereizen zu schützen; zum Beispiel, indem die Handschuhe an kalten Tagen bereits vor dem Verlassen geschlossener Räume angezogen werden. Eine Serviette zwischen Glas und Hand schützt bei eiskalten Getränken. Rauchen sollte für jeden, der an einer Gefäßstörung leidet, absolut tabu sein.

Wer das Raynaud-Syndrom bei sich feststellt, sollte vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen. Denn es kann auch das Symptom einer schweren Erkrankung sein, zum Beispiel Autoimmunkrankheiten, neurologische Krankheiten oder Nervenschädigungen im Handbereich.

Wann sind kalte Hände ein Fall für den Arzt?

Wer dauerhaft an kalten Fingern leidet, sollte seinen Hausarzt zu Rate ziehen. Denn dauerhaft kalte Hände können auch ein Zeichen für Herzprobleme, Schilddrüsenprobleme, Mangelernährung sowie generell Durchblutungsstörungen sein.

Achtung ist vor allem dann geboten, wenn die Hände zusätzlich kribbeln, sich bläulich verfärben, anschwellen oder die Haut sich verändert.

Top-Deals des Tages

Dr. Oetker Silikon-Schokoladenform "Buchstaben und Zahlen" Silikon, Silikonformen 2er-Set, Deko Geburtstagskuchen,Gießformen für Schokolade, Menge: 2 Stück
VON AMAZON
Preis: 12,99 €
10,99 €
Läuft ab in:
5 kg Packseide 75cm x 100 cm grau, Seidenpapier Polsterpapier Geschirrpapier Packpapier tissue paper
VON AMAZON
17,65 €
Läuft ab in:
WMF Mini Stielkasserolle, ohne Deckel, Ø 12 cm, Cromargan Edelstahl poliert, Schüttrand, Induktion, spülmaschinengeeignet, stapelbar, 0,7l
VON AMAZON
Preis: 17,95 €
14,99 €
Läuft ab in:
Zu allen Top-Deals des Tages

Bisherige Kommentare

 
Ich bin jetzt 61 Jahre und leide seit meiner Kindheit an dem Reynaud Syndrom. Seit ca. 2 Jahren habe ich aber keine Beschwerden mehr. Nachdem ich mal darüber nachgedacht habe, vermute ich, dass diesen Wechsel einfache Butter bewirkt haben könnte. Früher habe ich Butter gemieden, stattdessen jahrelang Frischkäse aufs Brot geschmiert und noch viel früher nur Margarine gegessen. Mein Sohn ist 29 Jahre und hat dieses Syndrom auch. Neulich fragte ich ihn danach, weil ich ihm den Tipp mit der Butter geben wollte. Da fiel auch ihm auf, dass er seit Monaten keine Probleme mehr damit hatte. Zufälligerweise hatte auch er eine Umstellung in der Ernährung vor knapp zwei Jahren. Auch er hatte vorher kaum Butter gegessen. Es wäre schön, wenn dieser Ansatz von vielen Menschen ausprobiert werden könnte, um festzustellen, ob es reiner Zufall war oder ob es tatsächlich hilft. Die schulmedizinischen Alternativen reichen von Operationen bis zu Medikamenten wie Sildenafil. Es hat wohl noch keiner daran gedacht, einfach mal ein bisschen mehr Fett zuzuführen. Übrigens Olivenöl haben wir beide auch vorher schon gerne und viel verzehrt. Viele Grüße Petra Unger

Schreiben Sie einen Kommentar