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Schluckauf loswerden: Das sind die besten Tricks

Von Lina Nagel
Aktualisiert am 30. Okt. 2018
Schluckauf loswerden

Das nervige Hicksen ereilt uns immer dann, wenn wir es gerade nicht gebrauchen können. Noch dazu ist Schluckauf manchmal sehr hartnäckig. Wir haben die beliebtesten Tipps, um Schluckauf loszuwerden, gecheckt: Welches Hausmittel hilft wirklich?

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Inhaltsverzeichnis

Schluckauf loswerden: das können die Auslöser für den Hicks sein
Schluckauf loswerden: Wie wirken Hausmittel?
Schluckauf loswerden: Was, wenn der Hicks länger anhält?
Schluckauf loswerden: Wissen zum Mitnehmen

Schuld am Entstehen eines Schluckaufs ist das Zwerchfell. Diese Muskel-Sehnen-Platte ist fest mit den Rippenbögen verwachsen und liegt zwischen Brust- und Bauchhöhle. Das Zwerchfell ist maßgeblich für unsere Atmung verantwortlich: Bei jedem Einatmen zieht es sich zusammen und senkt sich. Dadurch wird ein Unterdruck in der Lunge erzeugt und Luft eingesogen. Die Senkung des Zwerchfells können wir beim Atmen sogar sehen, denn die Organe im Bauch machen Platz und die Bauchdecke wölbt sich vor.

Anschließend erschlafft das Zwerchfell, hebt sich wieder an und die Luft strömt aus den Lungen. Ein perfekter Kreislauf. Doch manchmal zieht sich das Zwerchfell unkontrolliert zusammen. Dann dehnt sich die Lunge ruckartig, es strömt vermehrt Luft ein. Wenn diese wieder ausströmt, stößt sie auf die geschlossenen Stimmlippen – es ertönt das charakteristische „Hicks“-Geräusch. Weil das Zwerchfell krampfartig kontrahiert, wiederholt sich das Geräusch regelmäßig. (1).

Merke!

Bei Schluckauf verkrampft das Zwerchfell

Schluckauf loswerden: das können die Auslöser für den Hicks sein

Auslöser für Schluckauf können kalte, kohlensäurehaltige Getränke, aber auch zu rasches Essen sein, vor allem wenn man dabei redet. Stress, Erschrecken, der plötzliche Wechsel von kalter zu warmer Umgebung können ebenfalls einen oder mehrere „Hicks“ hervorrufen.

Einen erkennbaren Sinn hat dieses eigenwillige Verhalten des Zwerchfells nicht mehr. Einige Forscher sind allerdings der Überzeugung, dass der Schluckauf ein Relikt aus der Urzeit ist (2). Amphibien wie Kaulquappen benutzen ihn noch immer, um ihre Lungen vor eindringendem Wasser zu schützen. Babys besitzen einen ähnlichen Reflex: Bei ihnen schließen sich die Stimmritzen, sobald sie Muttermilch trinken. Und schon im Mutterleib lässt sich per Ultraschall bei Babys Schluckauf nachweisen.

Merke!

Schluckauf könnte ein Relikt aus der Urzeit sein

Schluckauf loswerden: Wie wirken Hausmittel?

Die meisten Hausmittel, die gegen Schluckauf empfohlen werden, stimulieren den Nasen-Rachen-Raum oder den Vagusnerv. Sie zielen darauf ab, den Reflex des krampfartigen Zwerchfell-Zusammenziehens zu unterbrechen.

Tipp 1: Erschrecken

Der eine sagt, es funktioniert, die andere sagt, es bringt nichts. Dennoch ist Erschrecken einen Versuch wert: Durch das ruckartige Einatmen wird das Zwerchfell stimuliert und der Krampf eventuell beseitigt.

Tipp 2: Luft anhalten

Sie können entweder die Luft für zehn Sekunden anhalten oder zusätzlich die Valsalva-Methode anwenden. Die kennen Sie aus dem Flugzeug: Mund schließen, die Nasenflügel mit den Fingern schließen und kräftig dagegen-„pusten“.

Tipp 3: Gesicht kühlen

Eine kalte Kompresse auf dem Gesicht übt einen direkten Reiz auf den Vagusnerv aus, der für die motorische Steuerung von Kehlkopf, Rachen und Speiseröhre zuständig ist. Einen Versuch ist es wert!

Tipp 4: Bewusst ein- und ausatmen

Ruhige, sanfte Atmung beruhigt das Zwerchfell und lenkt von dem Hicks-Stress ab.

Tipp 5: Wasser trinken

Trinken stimuliert die Rezeptoren im Nasenrachenraum und wirkt dadurch auf das Zwerchfell. Ein paar Schlucke können schon gegen den Schluckauf helfen. Wenn nicht, probieren Sie einmal, über Kopf zu trinken. Auf diesen Tipp schwören zahlreiche Schluckauf-geplagte.

Es zirkulieren noch zahlreiche andere Tipps. Ihnen allen gemein ist, dass sie auf Ablenkung zielen und das Zwerchfell beruhigen. Gefährlich ist das nicht. Probieren Sie daher ruhig aus, was Ihnen bei Schluckauf am besten hilft.

Merke!

Schluckauf-Hausmittel sind ungefährlich und wirken häufig

Schluckauf loswerden: Was, wenn der Hicks länger anhält?

Die meisten Schluckauf-Anfälle enden schneller, als man zu einem der probaten Tricks greifen kann. Doch es gibt Menschen, die Tage oder Wochen permanent oder mit Unterbrechungen an Schluckauf leiden. Die kleine Jennifer Mee aus Florida hickste laut der Zeitung "Welt" sogar fünf Wochen lang 50 Mal in der Stunde (3). Bei der Schülerin, deren Eltern zahlreiche Experten konsultierten, verschwand der Schluckauf schließlich von selbst. Doch wenn Schluckauf länger bleibt oder immer wiederkehrt, könnten ernsthafte Ursachen dahinterstecken.

So kann der Zwerchfell-Reflex beispielsweise auf Störungen der Thoraxorgane, Herz-Kreislauf-Probleme oder Diabetes hinweisen. Auch tritt Schluckauf zuweilen nach Operationen, Chemotherapien oder als Begleiter von Krankheiten wie Anorexie oder Schizophrenie auf.

Merke!

Wenn Ihr Schluckauf partout nicht verschwinden will oder immer wiederkommt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen!

Schluckauf loswerden: Wissen zum Mitnehmen

Schluckauf wird durch das ruckartige Zusammenziehen des Zwerchfells verursacht. Die krampfartige Kontraktion des Zwerchfells hält im Normal jedoch nur wenige Minuten an. Mit Hausmitteln wie Wasser trinken, ruhig atmen oder dem Kühlen des Gesichtes bekommt man den Hicks meist schnell in den Griff.

Wenn der Schluckauf länger anhält oder chronisch wiederkehrt, können jedoch auch ernsthaftere Erkrankungen dahinter stecken. Dann ist Schluckauf ein Fall für den Hausarzt.

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