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CO2-Fußabdruck-Index für Ernährung 2018

So viele CO2-Emissionen entstehen durch unsere Ernährung

Von Lara Schümann
Aktualisiert am 06. Sep. 2018

Wie viele tierische Produkte isst Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern? Das Online-Unternehmen nu3 hat zwei Analysen veröffentlicht, in denen die durch die Ernährung verursachten CO2-Emissionen verschiedenster Länder weltweit, unter anderem auch Deutschland mit allen 16 Bundesländern, genauestens unter die Lupe genommen werden.

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Was hinterlassen wir auf dem Planeten?

Ein gesunder sowie nachhaltiger Lebensstil und insbesondere unsere Essgewohnheiten haben einen großen Einfluss auf unsere Umwelt. Wie oft greifen wir zu Fleisch oder anderen tierischen Produkten, obwohl wir so viele nicht-tierische Alternativen geboten bekommen?

Nu3 intelligent nutrition, ein Online-Einzelhändler aus Berlin, der sich auf den Vertrieb von gesunden, funktionellen Nahrungsmitteln konzentriert, hat zwei interessante Ergebnisse zum Thema "CO2-Fußabdruck" veröffentlicht – hier lohnt sich ein genauerer Blick, denn "die Analyse zeigt, wie drastisch wir unseren CO2-Fußabdruck durch eine veränderte Ernährungsweise reduzieren könnten und es wird deutlich, dass wir die Vorteile pflanzlicher Ernährung sowohl für unsere Gesundheit als auch für unseren Planeten nicht länger ignorieren können“, sagt Robert Sünderhauf, Geschäftsführer von nu3.

Aber was genau bedeutet eigentlich der CO2-Fußabdruck?

Der CO2-Fußabdruck (englisch: Carbon footprint) beschreibt die Menge an Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO2), die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht. Eine CO2-Bilanz (Treibhausgasbilanz) kann Aufschluss darüber geben, wie der CO2-Fußabdruck aussieht.

Ein sogenannter großer Fußabdruck bedeutet einen überdurchschnittlich großen Ausstoß an Emissionen, wohingegen ein kleiner Fußabdruck ein klimafreundliches Leben impliziert.

Wie groß ist Ihr CO2-Fußabdruck und inwieweit könnten Sie durch Ihren Lebensstil die Umwelt schützen?

Der sogenannte Carbon footprint kann von jedem Menschen beeinflusst und reduziert werden.

Und wie?

Das ist gar nicht so schwer! Wie wäre es zum Beispiel mit folgenden Veränderungen:

  • lokales und regionales Einkaufen, um nicht die Lebensmittel zu kaufen, die einen langen Transportweg hinter sich haben
  • weniger Autofahren
  • weniger Fleisch und allgemein tierische Produkte essen
  • die Temperaturen im Haus um 1-2 Grad reduzieren (1)

Welche Analysen wurden durchgeführt?

Die Firma nu3 hat zwei Analysen zur Verursachung von CO2-Emissionen durch den Konsum von tierischen Produkten veröffentlicht. Die Analysen befassen sich sowohl mit Deutschland, einschließlich einem Vergleich aller 16 Bundesländer, als auch mit 130 Ländern weltweit.

1. Analyse

Hier wurde der Konsum von tierischen Produkten (Fleisch und Wurst sowie Milch und Käse) und den damit verursachten CO2-Emissionen in Deutschland einschließlich der separaten Betrachtung aller Bundesländer berechnet.

Die deutsche Analyse unterscheidet zusätzlich noch zwischen Frauen und Männern, um die Ernährungsweisen noch besser veranschaulichen zu können.

Durch die Analysen lassen sich deutschlandweit die jährlichen CO2-Emissionen pro Person darstellen. Der jährliche Fußabdruck pro Person ist nach absteigender Reihenfolge beginnend mit dem höchsten CO2-Ausstoß sortiert.    

2. Analyse

Hier wurde der jährliche CO2-Ausstoß pro Einwohner in 130 Ländern weltweit nach verschiedenen tierischen und nicht-tierischen Produkten untersucht. Dadurch kann ein direkter Vergleich der Lebensmittel stattfinden.

Um den Verzehr der bestimmten Menge von diesen Lebensmitteln zu bestimmen, hat nu3 zunächst Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) miteinbezogen.

Verglichen wurden folgende tierische Produkte:

  • Schweinefleisch
  • Geflügel
  • Rindfleisch
  • Lamm- und Ziegenfleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Milch und Käse

Und folgende nicht-tierische Produkte:

  • Weizen- und Weizenprodukte
  • Reis
  • Sojabohnen
  • Nüsse
  • Erdnussbutter

Es wurde der jährliche CO2-Ausstoß der einzelnen Lebensmittel pro Person für diese Lebensmittel bestimmt sowie anschließend der Unterschied zwischen diesen Durchschnittswerten. Daraus konnte festgestellt werden, wie viel Kilogramm CO2 eine Person im jeweiligen Land einsparen könnte.

Der internationale Wert gibt also an, um wie viel Kilogramm CO2 eine Person den CO2-Fußabdruck reduzieren könnte, wenn eine pflanzliche der tierischen Ernährung vorgezogen werden würde (2).

Deutschland weltweit auf Platz 38

In Rheinland-Pfalz sind die CO2-Emissionen pro Person mit 1656,23 Kilogramm pro Jahr am niedrigsten, gefolgt von den Bundesländern Saarland und Berlin. 

„Orte wie Rheinland-Pfalz, Saarland oder Berlin schneiden im Bereich CO2 Ausstoß pro Person wesentlich besser ab und können daher als führende Bundesländer bezüglich Trends veganer Lebensstile betrachtet werden”, deutet der Geschäftsführer von nu3, Robert Sünderhauf, die Zahlen.

Sachsen hingegen führt die Tabelle mit 1962,90 Kilogramm pro Person an und auf Rang zwei und drei folgen die Bundesländer Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Im internationalen Vergleich zu den 130 untersuchten Ländern liegt Deutschland mit einem jährlichen Ausstoß von 147,37 Kilogramm CO2 auf Platz 38.

Mit einem jährlichen CO2-Ausstoß von 147 Kilogramm pro Person konsumieren die Deutschen weniger Fleisch als die Österreicher und Schweizer.

Wenn Sie mehr über die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer erfahren möchten, kommen Sie hier zu den Auswertungen:

zu den Ergebnissen

Oder auch zu einer übersichtlichen Bundesländer-Infografik:

zur Infografik

Deutschland in der internationalen Analyse

Menge der verschiedenen Lebensmittel in Kilogramm pro Person und Jahr:

Tierische Produkte Kilogramm CO2-Fußabdruck
Schweinefleisch 51,81 183,38
Rindfleisch 13,16  406,09
Fisch 11,16 17,82

 

Nicht-tierische Produkte Kilogramm CO2-Fußabdruck
Weizen- und Weizenprodukte 83,41 15,91
Reis 3,34 4,27
Nüsse inklusive Erdnussbutter 7,96 14,09

Vergleich Ernährungsweise Frauen und Männer

Bei der deutschlandweiten Analyse wird deutlich, dass Männer durchschnittlich mehr Fleisch verzehren und damit einen größeren CO2-Fußabdruck aufweisen als Frauen.

Bei Milch und Käse sind die Unterschiede nicht allzu gravierend, ebenso bei dem Verzehr von Eiern.

Argentinien verzeichnet die höchsten CO2-Werte

Weltweit weist Argentinien die höchsten Werte auf, wenn es um den größten CO2-Emissionen durch tierische Produkte geht. Mit 305,81 Kilogramm pro Jahr hat das Land wohl einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt und könnte sich durch eine Umstellung von tierischer hin zur veganen Ernährung positiv bei der Umweltbilanz einbringen.

Die argentinische Bevölkerung kann demnach ihren CO2-Fußabdruck mit 297 Kilogramm am deutlichsten reduzieren, indem sie 1 Kilogramm tierische Produkte durch 1 Kilogramm nicht-tierische Produkte ersetzt.

Auf Argentinien folgen Australien und Island. Länder wie Bangladesch, Indonesien, Liberia und Kambodscha weisen hingegen den geringsten CO2-Ausstoß auf.

Die Top 15 Länder, die Sie hier in der Tabelle sehen können, könnten durch eine Umstellung von einer tierischen auf eine nicht-tierische Ernährung ihren CO2-Fußabdruck am deutlichsten reduzieren:

zu den Ergebnissen

CO2-Emissionen durch tierische Produkte – wie ernst ist es wirklich?

„Alle Ergebnisse fallen ausnahmslos zu Gunsten einer pflanzlichen Ernährungsweise aus, die falls nötig mit fettärmeren tierischen Proteinen ergänzt werden kann und so nicht nur unserer Gesundheit sondern auch der Umwelt zugute kommt”, so Robert Sünderhauf, Geschäftsführer von nu3.

Wer schwer auf Fleisch verzichten kann, kann diese Analyse nutzen, um wenigstens weniger CO2 zu verursachen, denn die Analyse zeigt, dass beispielsweise Fisch und Geflügel nicht nur gesünder sind, sondern zudem deutlich weniger CO2 als rotes Fleisch, wie beispielsweise Lamm oder Rind, verursachen. Eier verursachen zudem weniger CO2 als Milchprodukte (3).

Weitere interessante Ergebnisse

In diesen Ländern ist der jährliche CO2-Ausstoß pro Person am höchsten durch den Konsum von…

  • Israel: Geflügel
  • Japan: Eier
  • Malediven: Fisch
  • Finnland: Milch und Käse
  • Tunesien: Weizen
  • Bangladesch: Reis (in Bangladesch wird jährlich mehr CO2 durch nicht-tierische Produkte als durch tierische Produkte verursacht, was auf eine vegetarische und vegane Ernährung zurückzuführen ist)
  • Taiwan: Sojabohnen (gefolgt von Südkorea und Japan)
  • Vereinigte Arabische Emirate: Nüsse und Erdnussbutter

Die Vorteile von einem geringeren Fleisch-Konsum

„Die Vorteile eines niedrigeren Fleisch-Konsums reichen von gesundheitlichen Aspekten bis hin zur Verbesserung der Umwelt aufgrund der geringeren CO2 Emissionen. Schätzungen zufolge gibt es weltweit rund 375 Millionen Vegetarier und ca. 1,3 Millionen Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren. Laut dieser Analyse könnte Deutschland den jährlichen CO2-Fußabdruck um 138 Kilogramm CO2 reduzieren, indem 1 Kilogramm tierische Produkte gegen 1 Kilogramm pflanzliche Lebensmittel ausgetauscht würde", so Robert Sünderhauf.

Der Trend zur veganen Ernährung

„Laut Untersuchungen soll der globale Markt für Fleischalternativen bis zum Jahr 2020 5,2 Milliarden US-Dollar erreichen, wodurch die Zunahme des veganen Trends deutlich wird. Alles, was Sie tun müssen, ist in Supermarktregalen, in Restaurantmenüs oder Ihrem Social-Media-Stream zu schauen – es wird deutlich, dass Menschen ihren Fleischkonsum zunehmend reduzieren. Eine Tatsache, die sich auch im Umsatz unserer veganen Produkte widerspiegelt, der sich im letzten Jahr verdoppelt hat", teilt der nu3 Geschäftsführer mit. 

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