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Abnehm-Enzym im Körper entdeckt?

Von Aaron Jöcker
Aktualisiert am 06. Sep. 2018
Glückliche Frau

In unserer Studienschau stellen wir Ihnen einen interessanten Fakt zum Thema Ernährung, Gesundheit, Abnehmen oder Fitness vor. In der heutigen Studie erfahren wir, welche neu entdeckte Rolle ein alt bekanntes Enzym beim Fettabbau spielt und wie es uns Menschen in der Zukunft beim Abnehmen helfen könnte.

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Studie zur Ernährung

Ein neuer Schritt hin zum besseren Verständnis des Fettstoffwechsels ist getan. Erst kürzlich entdeckten Wissenschaftler der Universität Bonn, dass das Enzym „Ceramid-Synthase“ eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Auf- und Abbaus von Körperfett spielt. Dieser neue Ansatzpunkt könnte für die Entwicklung von Medikamenten gegen Adipositas oder Diabetes von entscheidender Bedeutung sein.

Kleine Fliege – große Erkenntnis

Der Mensch und die Taufliege Drosophila unterscheiden sich in vielen Punkten. Doch haben sie eines gemeinsam: Sie teilen sich einen sehr ähnlichen Aufbau des Enzyms „Ceramid-Synthase“. Aus diesem Grund untersuchten die Bonner Wissenschaftler das kleine Insekt und kamen zu interessanten Ergebnissen.

Die Ceramid-Synthase ist als Protein in der Membran des Zellkerns verankert. Anders als bisher gedacht, ist sie in der Lage in direkten Kontakt mit der DNA zu treten. Dort stellt sie über die sogenannte „Homöo-Domäne“ eine Bindung her. Über diese Schnittstelle kann sie beeinflussen, ob bestimmte Gene abgelesen werden oder nicht.

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Fettaufbau komplett stoppen?

Für den Fettabbau ist dies besonders interessant, denn es handelt sich unter anderem um die Gene der Lipase 3. Diese ist im Körper dafür zuständig, Nahrungsfette zu zerlegen, damit sie zu Energie umgewandelt werden können. Solange die Lipase 3 aktiv ist, verhindert dies den Aufbau eines Fett-Depots. Man wird also nicht dicker.

Normalerweise ist die Lipase aktiv, wenn der Organismus hungert und inaktiv, sollte ihm genügend Energie zur Verfügung stehen. Durch eine Mutation innerhalb der Homöo-Domäne der Taufliegen konnten die Forscher jedoch dafür sorgen, dass die Lipase dauerhaft aktiv blieb. Diese Fliegen tauften die Wissenschaftler „Schlank-Fliegen“.

Denn diese konnten, unabhängig davon, ob sie nun viel oder wenig zu fressen bekamen, kein Fett-Depot aufbauen. Durch ein Wiedereinsetzen des intakten „Ceramid-Synthase-Gens“, machten die Wissenschaftler diesen Effekt ganz einfach wieder rückgängig.

Grundlage für Medikamente der Zukunft

Es wird nun vermutet, dass das Enzym beim Menschen ebenfalls dieselbe Funktion übernimmt. So könnte man eventuell eine wichtige Stellschraube beim Fettaufbau manipulieren. Dies wäre ein großer Schritt für die Forschung und die gezielte Entwicklung von Medikamenten gegen Diabetes oder Adipositas.

Zur Originalstudie ►

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