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Diagnose

Der Histaminintoleranz-Test: Blut, Urin, Ernährung

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 21. Aug. 2014

Es gibt verschiedene Verfahren, um eine Histaminintoleranz festzustellen: Der Arzt weist sie mit einem Histaminintoleranz-Test des Blutes oder Stuhlgangs nach. Ein Ernährungsprotokoll kann zusätzlich darüber informieren, welche Lebensmittel die Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen.

Für den Histaminintoleranz-Test benötigt man ggf. Blut. © K.-U. Häßler - Fotolia.com Für den Histaminintoleranz-Test benötigt man ggf. Blut. © K.-U. Häßler - Fotolia.com
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Histaminintoleranz im Test: Blut, Urin, Ernährung

Der Verdacht, dass eine Histaminintoleranz vorliegt, entsteht meist durch wiederkehrende Symptome. Dazu zählen Magenbeschwerden, Hautreizungen und Müdigkeit. Es gibt verschiedene Verfahren, um die Unverträglichkeit festzustellen: Der Arzt kann mithilfe von Blut oder dem Stuhlgang – beziehungsweise Urin – einen Histaminintoleranz-Test durchführen. Ein Ernährungsprotokoll kann zusätzlich darüber informieren, welche Lebensmittel die Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen.

Allergietests sind machtlos

Die Histamin-Intoleranz ist eine Unverträglichkeit. Deshalb können übliche Allergietests sie nicht nachweisen. Der Unterschied zwischen einer Unverträglichkeit und einer Allergie liegt darin, dass es in der Folge einer Histaminintoleranz – im Gegensatz zu einer Allergie – nicht zu einem Anstieg der Antikörper im Blut kommt.

Nichts Genaues weiß man nicht: der Stuhltest

Beim Stuhltest misst der Arzt die Histaminintoleranz im Stuhl. Die Durchführung ist einfach, allerdings sind die Resultate nicht immer zuverlässig. Histamin baut sich im Stuhl schnell ab. Je nach aktuellen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten kann der Gehalt daher stark schwanken. Dennoch gilt: Hohe Histaminmengen weisen auf verschiedene mögliche Erkrankungen hin, zum einen die Histamin-Intoleranz, aber auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Genauer in seiner Aussage ist daher ein Bluttest.

Verlässliche Resultate: der Bluttest

Der Bluttest misst die Aktivität der im Blut enthaltenen DAO, also des Enzyms Diaminoxidase. Es zirkuliert mit dem Blut durch den Körper. Die Blutprobe wird mit einer histaminähnlichen Substanz vermischt. Anschließend messen Experten den Abbau dieser Substanz. Durch die Bestimmung der DAO-Aktivität, also der Fähigkeit, Histamin abzubauen, lässt sich individuell feststellen, wie ausgeprägt die Histamin-Intoleranz ist. Der Bluttest ist bei der gesetzlichen Krankenkasse und bei der Privatversicherung erstattungsfähig. Ergebnisse liegen gut eine Woche nach Blutentnahme vor.

Zahlenwirrwarr

Falls die Diaminoxidase-Konzentration im Blut unter drei „Units“ pro Milliliter liegt, gehen Ärzte von einer Histaminintoleranz aus. Zwar liegt der Grenzwert eigentlich bei zehn Units; Menschen ohne Symptome weisen aber meist Werte um die 20 Units auf. Deshalb kann ein Test des Blutes die Histaminintoleranz manchmal nicht widerlegen.

Vorbereitung auf den Test

Wichtig ist, dass der Proband in den Tagen vor der Blutuntersuchung nicht gezielt histaminreiche Speisen meidet. Das könnte den Labortest verfälschen. Ist der Bluttest nicht eindeutig, kann der Arzt ihn nochmals durchführen. Oft geschieht das unmittelbar nach der Aufnahme von Speisen, die der Proband erfahrungsgemäß nicht verträgt.

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