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Mitochondrien: So wichtig sind sie für unseren Körper

Von Dr. Alexa Iwan
Aktualisiert am 27. Mär. 2019
© Unsplash / Hean Prinsloo
© Unsplash / Hean Prinsloo

Früher waren sie einfache Bakterien, heute sind sie die Kraftwerke unserer Zellen. Was in den Mitochondrien passiert, für was sie gut sind und wie Sie Ihre Mitochondrien auf Trab bringen, erfahren Sie hier.

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Die Rede ist von den Mitochondrien, den Zellorganellen, die in jeder menschlichen Zelle vorkommen und dort unsere Lebensenergie produzieren. Tatsächlich lässt sich evolutionsgeschichtlich nachweisen, dass die Mitochondrien von Milliarden von Jahren eigenständige Bakterien waren. Dann wurden sie von anderen Mikroorganismen verschlungen, haben es jedoch geschafft von diesen nicht komplett verdaut zu werden, sondern im Körper des Wirtes friedlich weiterzuleben.

So ging die Entwicklungsgeschichte weiter und heute finden wir diese Ur-Organismen in abgewandelter Form in allen Zellen des Homo sapiens. Eine echte Überlebens- und Erfolgsgeschichte, ohne die menschliches Leben wahrscheinlich gar nicht möglich wäre.

Was passiert in den Mitochondrien?

Vereinfacht gesagt: sie erzeugen Energie aus Essen und Sauerstoff. Wenn wir Spaghetti Bolognese (oder etwas anderes) essen und die enthaltenen Nährstoffe verdauen, dann werden diese über das Blut zum Beispiel zu den Muskelzellen transportiert. Hier werden die Nährstoffe aufgenommen und in den Mitochondrien (die in jeder einzelnen Körperzelle herumschwimmen!) „verbrannt“.

Das Ergebnis ist der Treibstoff unseres Lebens, nämlich das sogenannte Adenosintriphosphhat (ATP). Mithilfe dieser Energiemoleküle können wir atmen, laufen, springen, Purzelbäume schlagen und denken. Bekommen die Mitochondrien hingegen zu wenig Nährstoffe oder fehlt ihnen Sauerstoff, dann geht ihr Feuer aus und wir werden antriebslos und am Ende krank.

Mehr Wohlbefinden durch fitte Mitochondrien

Muskelzellen enthalten besonders viele Mitochondrien und man kann ihre Anzahl noch erhöhen: mit einem regelmäßigen Kraft-Ausdauertraining züchtet man nicht nur Muskelzellen, sondern steigt auch die Anzahl der Mitochondrien in jeder einzelnen Zelle. Das gibt mehr Power und steigert den Grundumsatz.  

Weitere Maßnahmen mit denen Sie Ihre Mitochondrien auf Trab bringen:

  • viel farbenfrohes Obst und Gemüse essen – Mitochondrien lieben sekundäre Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse
  • Kohlenhydrate reduzieren – Mitochondrien leben länger, wenn Sie Fett anstelle von Glucose verbrennen können
  • Kalt-warme Wechselduschen – der „Schreck“ bringt die Mitochondrien auf Hochtouren
  • Sonne und frische Luft – Sauerstoff und UV-Licht stimulieren den Stoffwechsel der Mitochondrien
  • Stress vermeiden und ausreichend schlafen – bei Stress und Schlafmangel schalten die Mitochondrien auf Sparflamme
  • Ab und zu ein Glas Rotwein oder roter Traubensaft  – der enthaltene Farbstoff Resveratol verbessert die Sauerstoffaufnahme und schützt die Zellen vor Überzuckerung

Herzlichst,

Dr. Alexa Iwan
Dipl. Ökotrophologin

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