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Dr. Ingo Froböse

Diese Smoothies bekämpfen Freie Radikale

Von Prof. Dr. Ingo Froböse
Aktualisiert am 06. Okt. 2018
Freie Radikale

Oxidativer Stress und Freie Radikale lassen uns schneller altern und erhöhen das Krankheitsrisiko. Ein Mix aus gesunder Ernährung und Sport hilft, die Zellen zu schützen. Wir haben vier Smoothie-Rezepte mit geballter Abwehr-Power für Sie zusammengestellt.

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Inhaltsverzeichnis

Was Freie Radikale im Körper anrichten können
So zähmen Sie die Freien Radikale
Diese Smoothies wirken antioxidativ
Wissen zum Mitnehmen

Freie Radikale, oxidativer Stress, frühzeitiger Zelltod – diese Begriffe kennen Sie eventuell aus Zeitschriften oder der Werbung, liebe EAT SMARTER-Leser. Sie klingen gefährlich, und sie sind es auch; nach aktuellstem Wissensstand sind die mit großer Wahrscheinlichkeit für frühe Alterungsprozesse und sogar für die Entstehung von Krankheiten verantwortlich.

Denn Freie Radikale und oxidativer Stress können unsere Zellen angreifen. Die Zellen wiederum sind das wertvollste Gut unseres Körpers: Nur wenn sie gut funktionieren, sind wir gesund und leistungsfähig. Auch wie schnell wir altern, hängt eng mit dem Zustand unserer Zellen zusammen.

Alles, was die Zellen über ein reguläres Maß hinaus schädigt, erzeugt zellulären Stress. Die Folgen sind unter anderem frühe Alterserscheinungen der Haut, Schäden an der DNA und den Mitochondrien, Gewebeveränderungen, zerstörte Nervenzellen.

Stressoren von außen sind vor allem Sauerstoff, Nährstoffmangel, Hitze, Kälte, Viren, Schwermetalle und Umweltgifte. Im Zellinneren entstehende Stressoren sind vor allem die reaktiven Sauerstoffarten, die direkt Bausteine oder Elemente der Zelle angreifen oder gar zerstören.

Egal, um welche Stressoren es sich handelt: Sie aktivieren in unserem Organismus die gleichen Reaktionen. Grundsätzlich wirken sich diese positiv stabilisierend auf die Vermehrung unserer Zellen aus, dienen also der körpereigenen „Abhärtung“. Doch wenn die Angriffe zu stark sind, können die Zellen geschädigt werden – bis hin zum frühzeitigen Zelltod. Mit zunehmendem Alter lässt die Fähigkeit der Zellen, sich selbst zu reparieren, nach, und so nimmt der Alterungsprozess seinen Lauf.

Merke!

Der Zustand unserer Zellen bestimmt, wie schnell wir altern.

Was Freie Radikale im Körper anrichten können

Während wir äußere Stressfaktoren wie UV-Strahlung, Nikotin und Alkohol ganz einfach vermeiden können, ist es bei den von innen kommenden Stressoren nicht so einfach. Denn sie entstehen als Nebenprodukt der Zellatmung. Da sie mit Sauerstoff reagieren, werden sie „reaktive Sauerstoffspezies“, kurz ROS, genannt. Dazu gehören auch die sogenannten Freien Radikale. Bei ihnen handelt es sich um Molekülfragmente mit einem freien Elektron. Freie Radikale entreißen anderen Molekülen Elektronen, um zu einem stabilen ganzen Molekül zu werden. Das geschieht als natürlicher Vorgang ununterbrochen in jeder Zelle unseres Körpers. Vor allem bei der Produktion von Energie entstehen ohne Pause Freie Radikale. Ihre Freisetzung ist also nicht nur völlig normal, sondern auch sinnvoll, denn Freie Radikale trainieren unseres Immunsystem. Problematisch wird es erst, wenn sie im Übermaß auftreten.

Ziel der freien Sauerstoff-Radikale in der Zelle ist meist die empfindliche Zellmembran: Dort liegen die kleinen Moleküle ganz dicht nebeneinander, sodass es einfach für die freien Radikale ist, ein Elektron zu stehlen. Dadurch kann die Membran geschädigt oder gar zerstört werden. Dann können die Freien Radikale sogar ins ins Innere der Zelle eintauchen und die Erbsubstanz (DNA) schädigen. Ist die DNA verändert, so überträgt sich dieser Effekt auf die nächste Zellgeneration. Auf unserer Haut sind solche Schäden als Falten oder Pigmentveränderungen, die sogenannten Altersflecken, zu sehen. Sie sind ein klares Zeichen, dass bei der Erneuerung und Zellteilung der Haut auch fehlerhaft vervielfältigte Zellen Einzug gehalten haben. Da die Haut unsere schützende Grenze zwischen Körper und Umwelt ist, wirken sich gerade hier die äußeren Ursachen für freie Radikale gravieren aus.

Wenn unsere antioxidativen Schutzsysteme nicht mehr richtig funktionieren, dann wird auch die Entstehung verschiedener Krankheiten begünstigt. Besonders häufig betroffen sind Gewebe und Strukturen des Körpers, deren Zellen sich gar nicht oder nur eingeschränkt teilen oder vermehren können. Deswegen treten zum Beispiel folgende Erkrankungen, die immer auf das Alter geschoben werden, aber tatsächlich ihre Ursachen im übermäßigen oxidativen Stress haben, deutlich öfter auf:

  • Arteriosklerose
  • Autoimmunerkrankungen
  • Krebs
  • Parkinson/Demenz
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes

Merke!

Freie Radikale sind nicht per se schlecht. Nur wenn sie in der Überzahl sind, führen sie zu irreparablen Zellschäden.

So zähmen Sie die Freien Radikale

In Maßen trainiert oxidativer Stress das Immunsystem und schützt dadurch Haut, Organe und Gewebe. Dämmte man ihn komplett ein, würde eine wichtige „Stressreaktion“ fehlen. Wie immer gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Denn wenn dieses ausbalancierte System entgleist, wird es gefährlich für die Zellen.

In einer großen Anzahl von Studien wurden umfassende vorbeugende Wirkungen durch Gaben von Antioxidantien nachgewiesen. Diese Antioxidantien kann der Körper selbst aus der Nahrung bilden. Obst und Gemüse enthalten besonders viele Antioxidantien wie die Vitamine C, E und A, das Coenzym Q10 und Karotinoide.

Die Qualität und Wirksamkeit von Antioxidantien wird international ORAC genannt ( = Oxygen Radical Absorption Capacity). Die Einheit dazu ist in der Regel Miktomol Trolox Equivalent pro 100 Gramm: Empfohlen wird ein Tagesbedarf von 3000 bis 7000 ORAC-Einheiten.

Gute ORAC-Lieferanten sind unter anderem Blaubeeren, Cranberry, Artischocken, Brombeeren, Pflaumen, Himbeeren, Erdbeeren und Äpfel.

Merke!

In Obst und Gemüse stecken besonders viele antioxidative Vitalstoffe, die Freie Radikale neutralisieren können.

Diese Smoothies wirken antioxidativ

Smoothies sind schnell gemixt und enthalten durch die Vielfalt von Obst und Gemüse jede Menge gut verfügbarer Vitalstoffe – damit helfen sie aktiv dabei, Freie Radikale zu neutralisieren. Diese vier Smoothies sind besonders reich an Antioxidantien.

Blaubeer-Smoothie

Erdbeer-Smoothie

Grünkohl-Smoothie

Birnen-Smoothie

Wissen zum Mitnehmen

Die Körperzellen sind tagtäglich oxidativem Stress ausgesetzt. Dieser Stress stärkt die Abwehrkräfte der Zellen, kann diese im Übermaß aber schädigen oder gar zerstören. Eine Hauptquelle für den oxidativen Stress sind Freie Radikale. Sie entreißen anderen Molekülen Elektronen und schwächen sie dadurch. Eine Zelle kann von Freien Radikale so sehr geschädigt werden, dass ihr Erbgut sich verändert. Dadurch kommt es zum Beispiuel zu Erscheinungen wie Altersflecken auf der Haut.

Eine gesunde Ernährung und Sport helfen dabei, Freie Radikale in einer gesunden Balance zu halten. Besonders in Obst und Gemüse stecken viele Vitalstoiffe, die Freie Radikale neutrailisieren und auf diese Weise die Zellen vor vorzeitiger Alterung schützen. Wer eine gesunde Ernährung mit einem aktiven Lebensstil kombiniert und auf Stressfaktoren wie Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum und zu viel UV-Strahlung verzichtet, wirkt einer vorzeitigen Alterung aktiv entgegen.

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