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Dr. Ingo Froböse

Versteckte Gefahr: Warum Transfette uns krank machen

Von Prof. Dr. Ingo Froböse
Aktualisiert am 08. Sep. 2018

Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die in vielen Lebensmitteln verarbeitet werden oder bei der Produktion entstehen. In der Nahrungsmittelindustrie sind sie wegen ihrer guten Streicheigenschaften beliebt, doch im Körper können sie großen Schaden anrichten.

Transfette
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Jeder von uns isst Chips, Tiefkühlpizza oder Pommes Frites. Ab und zu sind solche „Ausrutscher“ auch in Ordnung. Doch zum einen sind Fast Food und Fertigprodukte keine vollwertigen Lebensmittel, weil sie nicht genügend Nährstoffe enthalten Und zum anderen enthalten neben Zucker, Geschmackverstärkern und Salz noch eine weitere schädliche Zutat: Transfette.

Transfette entstehen, wenn pflanzliche Öle industriell gehärtet werden, zum Beispiel, um diese besser streichfähig zu machen. Durch diese Härtung ändert sich die chemische Struktur der Fette. Doch auch, wenn Öle zu stark erhitzt werden, können Transfette entstehen.

Transfette: So fördern sie das schlechte Cholesterin

Eine positive Wirkung von Transfettsäuren ist für unseren Organismus nicht bekannt - ganz im Gegenteil! Ist der Anteil von Transfetten in der Ernährung zu hoch, so erhöht sich der Anteil des LDL-Cholesterins im Blut. Low Density Lipoprotein, kurz LDL genannt, transportiert das Fett von der Leber in die Körperzellen. Ist der Bedarf an Cholesterin gedeckt, verbleibt das übrige Cholesterin im Blut und der Cholesterinspiegel steigt. Zu viel Cholesterin im Blut kann gefährlich sein: Bei entsprechender Veranlagung können sich daraus Kristalle bilden, die sich in den Wänden der Arterien ablagern. Die körpereigene Abwehr reagiert auf den scharfkantigen Belag mit Entzündungen in der Gefäßwand – es entstehen die sogenannten atherosklerotischen Plaques, die das Blutgefäß verengen. Mögliche Folgen: Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzlicher Herztod.

Zugleich verringert sich bei zu hoher Zufuhr an Transfette der Anteil des „guten“ HDL-Cholesterins, das überschüssiges Cholesterin aus den Zellen in die Leber transportiert und den Cholesterinspiegel im Blut senkt.

Transfette: Am besten weitgehend meiden  

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, die täglich zugeführte Menge von Transfettsäuren möglichst gering zu halten. Sie sollten weniger als 1 Prozent der Nahrungsenergie ausmachen. Transfette gänzlich zu umgehen, ist allerdings schwierig.

Ich empfehle Ihnen, den Verzehr von Produkten mit hohem Transfett-Gehalt sehr achtsam zu dosieren und die Auswahl der Lebensmittel bewusster anzugehen. Größere Mengen Transfette sind erhalten in:

  • Frittierten Produkten
  • Back-und Süßwaren (vor allem Plunder- und Blätterteig sowie Donuts und Berliner)
  • Fertiggerichten
  • Knabberkram wie Chips, Flips und Popcorn

Bei Margarine, die noch vor wenigen Jahren ein schlimmer Transfett-Übeltäter war, haben die Hersteller mittlerweile reagiert: der Transfettanteil ist sehr gering. Anders ist es bei Margarine, die für die industrielle Backwarenproduktion eingesetzt wird. Sie enthält noch immer einen hohen Anteil an Transfetten.

Wie Sie Transfette in Lebensmitteln erkennen

Auf Transfette in verarbeiteten Lebensmittel weisen die Zusätze "gehärtetes", "teilgehärtetes" oder "hydrogenisiertes" Pflanzenfett in der Zutatenliste hin. Lassen Sie von diesen Produkten lieber die Finger.

Ihr Ingo Froböse

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