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Die Getränkeprüferin

Bier und Wein: Nährwerte, bitte meldet euch!

Von Nicole Oschwald
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Wein und Bier

Ein Bier ersetzt drei Schnitzel. Alkoholische Getränke gelten als Dickmacher. Doch wie viel Kalorien stecken wirklich in Bier oder Wein? Auf dem Etikett ist das nicht erkennbar. Denn von der Pflicht zur Nährwertkennzeichnung sind diese Getränke ausgenommen – zumindest noch. Die Getränkebranche soll nach dem Willen der EU ein Konzept zur freiwilligen Nährwertinformation entwickeln.

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Die Antwort, wie viel Kalorien reiner Alkohol enthält, ist einfach: 7 Kilokalorien pro Gramm – näherungsweise doppelt so viel wie Haushaltszucker, etwas weniger als Fett. Doch wie viele Kalorien oder Zucker enthalten eine Flasche Bier oder Wein?

Bier kann schwere Kost sein

Den genauen Kaloriengehalt von Bier bestimmt vor allem sein Alkoholgehalt. Ein halber Liter Hefeweizen mit circa fünf Volumenprozenten Alkohol liefert rund 230 Kalorien. Das ist etwa so viel wie eine halbe Tafel Schokolade. Was die genaue Berechnung erschwert: Der Alkohol- und auch Kohlenhydratgehalt kann je nach Biersorte oder Marke unterschiedlich sein.

So hat zum Beispiel Bockbier einen höheren Kohlenhydratgehalt als Hefeweizen und einen Alkoholgehalt von sieben Volumenprozenten, manchmal auch mehr. Ein halber Liter davon übertrifft also schon mal die 300-Kalorien-Grenze. Ein leichtes Hefeweizen mit 2,5 bis 3 Volumenprozenten Alkohol wiederum liefert nur rund 150 Kalorien – wenig mehr als alkoholfreie Biere.

Zum großen Bier-Test

Süßer Wein hat mehr Kalorien

Ein Glas trockener Rotwein erscheint mit seinen durchschnittlich rund 70 Kalorien erst einmal harmlos für die schlanke Linie zu sein. Doch der Teufel steckt im Detail: Denn als ein Glas gelten 100 Milliliter. Werden es am Abend also drei Gläser dieser Größe, ist der Kaloriengehalt einer halben Tafel Schokolade schnell erreicht.

Davon abgesehen: Lieblichere Weine sind – wie sich leicht schmecken lässt – zuckerreicher als trockene. Sie liefern daher auch etwas mehr Kalorien. Die Tücke von Nährwertinformationen bei Wein: Je nach Witterung, Region und Jahrgang können ihre Nährwerte Schwankungen unterliegen.

Dennoch kommt der Bericht der Europäischen Kommission zum Schluss, dass es keine zwingenden Gründe gibt, weshalb eine Nährwertkennzeichnung bei alkoholischen Getränken nicht zu fordern ist.

Kommen Nährwertangaben auf Alkoholika?

Anders als bei alkoholfreien Getränken ist eine Nährwerttabelle auf den Etiketten von Alkoholika heute für Hersteller keine Pflichtangabe. Da diese Getränke in der Regel keine nennenswerten Mengen an Fett, gesättigten Fettsäuren oder Salz enthalten, soll zumindest die Brennwertangabe für Bier und Wein kommen, sofern es nach dem Willen der EU geht.

Die Branche soll ein Informationssystem auf freiwilliger Basis entwickeln – schließlich soll der Verbraucher wissen, was er trinkt und vergleichen können.

Über die Autorin dieses Beitrags

Nicole Oschwald ist staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin und Leiterin der Kundenbetreuung am Freiburger Standort von SGS Institut Fresenius. Das dortige Labor ist Kompetenzzentrum für die Analyse von alkoholhaltigen und alkoholfreien Getränken, Fleisch- und Wurstwaren und Tierarzneimittelrückständen. Eine weitere Spezialität des Standorts ist die Aromaanalyse, die für die Getränke- und Lebensmittelindustrie eine große Rolle spielt. Mehr über die Dienstleistungen der SGS erfahren Sie auf www.sgsgroup.de und www.sgs-institut-fresenius.de.

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