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Pandan-Kuchen: Die giftgrüne Leckerei aus Asien

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Kuchen, Pancakes, Eis, Waffeln & Co. – und das alles in grün? Ja, Asiens Pandan-Gerichte sind tatsächlich giftgrün, aber trotzdem natürlich! Für die Farbe sind sogenannte Pandanblätter verantwortlich, die in asiatischen Ländern als Zutat zum Kochen und Backen verwendet werden. Da Pandan-Kuchen echte Hingucker sind, erobern sie auch so langsam die europäische Küche.

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Pandan: Woher kommt die grüne Farbe?

Giftgrünes Essen ist für uns ungewöhnlich und erweckt automatisch den Eindruck, dass das Gericht oder Gebäck künstlich eingefärbt wurde und deshalb sehr ungesund ist. In diesem Fall trifft dies allerdings nicht zu. Die grüne Farbe des Pandan-Kuchens entsteht durch eine natürliche Zutat, die sogenannten Pandanblättern.

Woher kommen Pandanblätter?

Die Pandanpalme wächst in den Tropen Asiens und wird auch Schraubenbau (Pandanus) genannt. Die langen, schwertförmigen und tiefgrünen Blätter der Palme werden Pandanblätter genannt und aus ihnen wird ein Extrakt hergestellt, der in der Küche Südostasien verwendet wird. In Ländern wie Malaysia und Indonesien wird Pandan so häufig verwendet, wie hierzulande Vanille. Deshalb wird Pandan oft auch als „die Vanille Asiens“ bezeichnet.

Verwendung von Pandanblättern

Die tropische Pflanze kann sehr vielfältig verwendet werden. Im frischen Zustand verströmen die Blätter einen verführerischen Duft, sind sehr aromatisch und haben einen nussigen und leicht vanilligen Geschmack. So werden Pandanblätter in der Thai Küche verwendet:

Süßspeisen

Pandanblätter werden in Asien für die Zubereitung von Desserts, Süßspeisen, Pandan-Kuchen und diversen Gebäcks verwendet.

Ob als Biskuitrolle, Schichttorte oder als Kuchen: das Gebäck ist meist sehr fluffig und riecht köstlich. Auch Waffeln, Muffins, Cookies, Pancakes und so weiter werden immer mehr mit Pandan gebacken und Pandan-Eis gibt es auch schon. Wer es grün mag, dem sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.

Fleisch- und Fischgerichte

Die frischen Blätter werden entweder mitgekocht oder es werden allerlei Fleisch- oder Fischstücke in die Blätter einpackt und in diesen gedämpft, gegart oder frittiert; in allen Fällen dienen die Blätter nur der Aromatisierung und werden nicht mitverzehrt.

Gewürz

Die duftenden Blätter werden in vielen Küchen Südostasiens als Würze genutzt. Da sie nicht ohne Aromaverlust getrocknet werden können, werden sie entweder frisch oder in Form einer Essenz verwendet. Das intensive Aroma wird als vanilleähnlich bis leicht nussig beschrieben.

Aromatisieren von Reis

Häufig werden Pandanblätter bei der Zubereitung weniger hochwertiger Reissorten verwendet, da deren Geschmack so gehoben werden kann.

Tee & Raumduft

Sogar Tees können mit Pandan zubereitet werden. Neben der Nutzung als natürliche Lebensmittelfarbe, wird Pandan aufgrund des angenehmen Aromas und des unvergleichlichen Dufts sogar als Raumduft benutzt.

Wo bekommt man Pandan?

Da die Pandanpalme nur in den Tropen wächst, sind die Pandanblätter hierzulande nur tiefgefroren oder in Form einer Paste in allen Asia-Läden erhältlich. Die Blätter können jedoch nicht getrocknet verwendet werden, sondern aus ihnen muss vorher ein Pandan-Extrakt hergestellt werden.

Backen mit Pandan

Die Zubereitung von Pandan-Kuchen ist kinderleicht und nach dem Backen duftet die Wohnung noch stundenlang herrlich nach Asien.

Zum Backen mit Pandanblättern können Sie entweder die Paste oder die gefrorenen Blätter benutzen. 

Backen mit tiefgefrorenen Pandanblättern

Entscheiden Sie sich für die tiefgekühlten Pandanblätter, müssen diese nach dem Auftauen erst abgewaschen und möglichst klein geschnitten werden. Die Blätter mit etwas lauwarmem Wasser in einem Mixer fein pürieren. Die Püriermasse durch ein sehr feines Sieb oder ein sauberes Küchentuch geben und auspressen, um möglichst viel grünen Saft zu erhalten.

Vermischt mit helleren Zutaten wie Kokosmilch ergibt sich aus dem dunkelgrünen Saft ein schöner Farbton und kann nun für die weitere Zubereitung des gewünschten Gebäcks verwendet werden.

Backen mit Pandan-Extrakt

Wer keinen Mixer hat oder die Blätter nicht bekommt, kann alternativ Pandan-Aroma nehmen. Allerdings reicht es geschmacklich nicht annähernd an das selbst gemachte Pandan-Wasser heran.

(ls)

 

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