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5 Gründe: Darum sind Artischocken gesund

Von Julia Gerbeth
Aktualisiert am 21. Jun. 2019
© Unsplash/ Christine Siracusa
© Unsplash/ Christine Siracusa

Artischocken schmecken nicht nur auf der Pizza oder im Salat, sie sind auch noch besonders gesund und als Heilpflanze beliebt. Welche Nährwerte das herzförmige Gemüse beinhaltet und wie viele Kalorien es besitzt, verraten wir Ihnen hier.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Nährwerte von Artischocken
  2. Wunderwaffe gegen Fettpolster
  3. Hilfe gegen Blähungen und Völlegefühl
  4. Ideales Gemüse bei Diabetes
  5. Stärkung für die Leber
  6. Wissen zum Mitnehmen

Schon in der Antike schätzten Menschen die Artischocke als Nahrungsmittel und Heilpflanze. Damals jedoch konnten sich nur wenige Menschen das seltene Gemüse leisten. Im Mittelalter wurde die beliebte, herzförmige Pflanze aus Persien und Nordafrika nach Europa gebracht, wo sie großen Anklang fand. Heute gibt es die Artischocke jedoch nicht mehr als wild wachsende Pflanze, sondern nur noch in kultivierter Form aus Mittel- und Südeuropa, Südamerika und Nordafrika.

Die Pflanze der Artischocke kann eine Höhe von 1,5 Metern erreichen. Auf den großen Blättern sitzen die violett gefärbten Blüten der Blütenköpfe, in deren Inneren sich das kulinarische Objekt der Begierde befindet: die leicht bitter schmeckenden Artischockenherzen.

Unsere drei liebsten Artischocken-Rezepte

1. Nährwerte von Artischocken

Zugegeben, echte Nährwerte-Wunder sind sie nicht, diese Artischocken. Sie enthalten im Vergleich zu anderen Gemüsesorten wenig Kohlenhydrate und Proteine, keine gesunden Fettsäuren und lediglich 41 Kalorien auf 100 Gramm, was Figurbewusste freuen dürfte. Auch in Sachen Ballaststoffe gibt es an sich bessere Quellen. Trotzdem können Artischocken hier punkten, denn: Sie sind reich an Inulin, einem löslichen Ballaststoff, der sich günstig auf die Verdauung und den Darm auswirkt (1).

Was macht Artischocken gesund? Hier finden Sie die wichtigsten Nährwerte von 100 Gramm Artischocken im Überblick:

Artischocken pro 100 Gramm
Kalorien 41 g
Eiweiß 2 g
Fett 0 g
Ballaststoffe 11 g
Kohlenhydrate 2,9 g

Bei Mineralstoffen und Vitaminen können die Korbblütler keine bemerkenswerten Mengen liefern. Einzig der Gehalt an Kalium mit 350 Milligramm pro 100 Gramm ist erwähnenswert, da dieser dafür sorgt, dass unerwünschte Wasseransammlungen im Körper schneller ausgeschieden werden. Außerdem enthält die Artischocke Beta-Karotin, B-Vitamine sowie Calcium und Eisen.

Lesen Sie auch: Warenkunde über Artischocken mit Infografik

Merke!
Artischocken besitzen einen moderaten Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen. Mit nur 41 Kalorien sind sie ein optimales Diät-Lebensmittel.

2. Wunderwaffe gegen Fettpolster

Artischocken gehören nicht unbedingt zu den größten Nährstofflieferanten und enthalten im Vergleich zu anderen Gemüsesorten nur kleine Mengen an Mineralstoffen und Vitaminen. Dennoch schwören Fans auf die bitteren, essbaren Disteln. Denn sie sollen echte Fatburner sein, weil sie praktisch kalorienfrei sind und kein Fett enthalten.

Und tatsächlich: Artischocken enthalten Substanzen, die den Gallensaftfluss ankurbeln und die Verdauung vor allem fetter Lebensmittel erleichtern. Der in ihnen enthaltene Stoff Cynarin soll den Speichelfluss und die Magensäureproduktion anregen. Zudem wirkt das Gemüse leicht entgiftend und soll den Fettspiegel im Blut positiv beeinflussen. Übrigens: Dem Stoff Cynarin ist die leichte Bitterkeit der Artischocken zu verdanken.

Merke!
Das Gemüse wirkt entgiftend und beeinflusst den Fettspiegel im Blut positiv. Darüber hinaus kurbelt es die Verdauung fettreicher Lebensmittel an.

3. Hilfe gegen Blähungen und Völlegefühl

Wer häufiger unter Blähungen, Völlegefühl oder Verstopfung leidet, sollte Artischocken in seinen Speiseplan einbauen. Warum? Neben Cynarin hilft der Bitterstoff Cynaropikrin in der Pflanze dabei, fettige und schwere Mahlzeiten leichter zu verdauen, indem die Gallenproduktion der Leber angeregt und die Darmmuskulatur in Schwung gebracht wird. Ein weiterer Punkt, der Artischocken gesund macht. 

Bei einem speziellen Artischockenextrakt, das aus den Blättern gewonnen wird, kommt die beruhigende Wirkung auf den Magen-Dam-Trakt besonders zum Tragen. Es wird aus diesem Grund bei Verdauungsstörungen eingesetzt. Doch Vorsicht: Bei Durchfall sollte ein Artischockenextrakt nicht genommen werden, da sich die Beschwerden sonst verschlimmern könnten.

Merke!
Artischockenextrakte werden gegen Verdauungsstörungen wie Blähungen, Völlegefühl oder Verstopfung eingesetzt.

4. Ideales Gemüse bei Diabetes

Artischocken haben sich als ideales Gemüse bei Diabetes entpuppt, da sie relativ viel Inulin enthalten. Dieser spezielle Ballaststoff verwandelt sich beim Kochen in Fruchtzucker, den der Körper ohne Insulin-Ausschüttung verarbeiten kann (2). Wie eine Studie gezeigt hat, verbesserten sich die Werte für den Nüchternblutzucker bei Diabetikern Typ 2 signifikant, nachdem sie einen Frischpflanzen-Presssaft aus Artischockenblütenknospen bekommen hatten.

Sollten Sie an Diabetes leiden, ist Artischockensaft eine ideale Ergänzung auf dem Speiseplan. Darüber hinaus senken Artischocken die Blutfettwerte und sollen sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken. Auch dafür soll Cynarin verantwortlich sein – ausreichend wissenschaftlich belegt ist diese Wirkung jedoch noch nicht (3).

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Merke!
Da Artischocken relativ viel Inulin enthalten, sind sie ein optimales Gemüse für Menschen mit Diabetes.

5. Stärkung für die Leber

Der wohl wichtigste Grund für den Konsum des grünen Gemüses ist seine positive Wirkung auf Leber und Galle. Die in ihnen enthaltenen Flavonoide können die Leber vor zellschädigenden Stoffen schützen und gleichzeitig den Gallenfluss begünstigen (4).

Die Blätter der Heilpflanze wirken darüber hinaus entgiftend und unterstützen die Leber so in ihrer Funktion. Bei Gallensteinen oder einem Verschluss der Gallenwege wird jedoch von Präparaten aus Artischockenextrakt abgeraten.

Merke!
Der Konsum von Artischocken schützt die Leber vor zellschädigenden Stoffen und begünstigt den Gallenfluss.

Wissen zum Mitnehmen

Obwohl Artischocken nicht zu den größten Nährstofflieferanten gehören, gibt es doch eine Reihe an Gründen, weshalb das grüne Gemüse häufiger auf Ihrem Speiseplan landen sollte.

So bietet sich die Pflanze unter anderem wunderbar zum Abnehmen an, da sie kaum Kalorien und Fett beinhaltet. Darüber hinaus sorgen die Bitterstoffe Cynarin und Cynaropikrin dafür, dass fettige und schwere Mahlzeiten leichter verdaut werden, indem die Gallenproduktion der Leber angeregt und die Darmmuskulatur in Schwung gebracht wird.

Für Diabetiker interessant: Artischocken sind das ideale Gemüse bei Diabetes Typ 2, da sie viel Inulin enthalten. Dieser Ballaststoff verwandelt sich beim Kochen in Fruchtzucker, den der Körper ohne Insulin-Ausschüttung verarbeiten kann. Die Blätter der Heilpflanze wirken als Artischockenextrakt zudem besonders heilsam und entgiftend für den Körper und die Leber.

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