Sie riechen und schmecken nichts mehr? Es könnte eine CRSwNP dahinterstecken
Kennen Sie das? Wenn die Nase verstopft ist, schmeckt das Lieblingsgericht plötzlich fad. Das liegt daran, dass tatsächlich rund 80 Prozent unseres Geschmackserlebnisses über den Geruchssinn entsteht. Aber was, wenn Sie auch nach einer abklingenden Erkältung nicht mehr richtig schmecken können? Dann könnte eine chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) der Grund sein. Was genau steckt dahinter und was können Sie dagegen tun? Das erklären wir Ihnen hier.
Inhaltsverzeichnis
- So funktioniert der Geschmack
- Wenn wir nichts mehr riechen
- Was ist CRSwNP?
- Wie lässt sich CRSwNP behandeln?
So funktioniert der Geschmack
Viele glauben, Geschmack entstehe allein auf der Zunge. Tatsächlich kann diese aber nur fünf Grundgeschmacksrichtungen unterscheiden: süß, sauer, salzig, bitter und umami. Ob wir aber den Unterschied zwischen einem Apfel und einer Birne schmecken oder das Aroma von frisch aufgebrühtem Kaffee wahrnehmen, das entscheidet vor allem unsere Nase. Erst wenn beim Kauen die Aromamoleküle über den Rachen zur Riechschleimhaut gelangen, setzt unser Gehirn alle Sinneseindrücke zu einem vollständigen Geschmack zusammen.
Wenn wir nichts mehr riechen
Während einer Erkältung riecht der Kaffee nach nichts und viele Gerichte schmecken überraschend eintönig. Der Grund ist nicht, dass die Zunge schlechter funktioniert, sondern dass die Nase die entscheidenden Aromainformationen nicht mehr an das Gehirn weitergeben kann. Bei einer Erkältung kommt das Riechvermögen meist nach kurzer Zeit wieder zurück. Bleibt es aber dauerhaft eingeschränkt, ist die Nase über Wochen verstopft oder kommen Schmerzen im Gesichtsbereich hinzu, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Denn hinter solchen Beschwerden kann eine chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) stecken.
Was ist CRSwNP?
Eine dauerhafte Entzündung der Nasenschleimhaut mit Schwellungen und verstärkter Schleimbildung weist auf eine chronische Rhinosinusitis hin. Einige der Betroffenen entwickeln zusätzlich gutartige Schleimhautwucherungen, sogenannte Nasenpolypen, die das Atmen durch die Nase spürbar erschweren können. Diese chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) äußert sich meist durch eine verstopfte oder ständig laufende Nase, Gesichts- und Druckschmerzen sowie Einschränkungen bis hin zum kompletten Verlust des Riechvermögens. Als Ursachen vermutet man ein komplexes Zusammenspiel aus einem überaktiven Immunsystem, genetischen Faktoren und anatomischen Besonderheiten. Dabei sind Männer etwas häufiger betroffen als Frauen und auch Personen mit Asthma, Allergien oder einer Aspirin-Intoleranz weisen ein erhöhtes Risiko auf.
Leiden Betroffene über mehrere Wochen oder Monate unter einer dauerhaft verstopften Nase, eingeschränktem Riechvermögen oder Geschmacksinn, sollten die Beschwerden ärztlich abgeklärt werden, denn je früher die Ursache erkannt wird, desto eher kann gemeinsam mit einer HNO-Ärztin oder einem HNO-Arzt über geeignete Behandlungsmöglichkeiten gesprochen werden.
Noch mehr Hintergrundinformationen finden Sie in unserem Artikel Wenn die Nase streikt – chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen erkennen oder auch unter Wenn das Lieblingsessen nach nichts mehr schmeckt.
Wie lässt sich CRSwNP behandeln?
Die Behandlung der CRSwNP richtet sich danach, wie stark die Beschwerden ausgeprägt sind. Die Basistherapie besteht in der Regel aus salzhaltigen Nasensprays, Nasenduschen oder Nasentropfen sowie kortisonhaltigen Nasensprays. Reicht dies nicht aus, können kurzfristig Kortisontabletten eingesetzt werden. Bei anhaltenden Beschwerden kann eine Operation sinnvoll sein, um die Nasenpolypen zu entfernen. Für Patient:innen, bei denen die Beschwerden trotz Basistherapie oder OP/Kortisontabletten bestehen bleiben oder wiederkehren, stehen heute auch Medikamente zur Verfügung, die gezielt in die zugrunde liegende Entzündung eingreifen.
Wenn Betroffene das Gefühl haben, dass sie an einer CRSwNP leiden könnten oder diese sogar bereits diagnostiziert wurde, aber die CRSwNP bislang nicht gut kontrolliert ist, sollten sie das Gespräch mit ihrem HNO-Arzt oder ihrer HNO-Ärztin suchen.
Mehr Informationen zum Thema CRSwNP finden Sie unter unter aktiv-gegen-nasenpolypen.de oder auf Instagram @neustart_nase. Informationen rund um Therapiemöglichkeiten finden Sie unter diesem Link: So kann die Erkrankung behandelt werden.
Freigabenummer: MAT-DE-2603320-1.0-08/2026
Mit freundlicher Unterstützung von Sanofi und Regeneron
1 Wrobel BB & Leopold DA. Facial Plast Surg Clin North Am 2005; 12(4): 459–468
2 DeConde AS et al. Laryngoscope 2017; 127 (3): 550–555

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