Kresse

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 28. Mai. 2020

Hübsch, lecker, super vielseitig und dazu noch voller guter Inhaltsstoffe: Kein Wunder, dass Gartenkresse bei vielen gern und oft auf den Tisch kommt!

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Kresse
  2. Das sollten Sie über Kresse wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Kresse-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Kresse?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Kresse
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Kresse

Infografik zu Kresse

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik. 

Kresse...

  • ...gibt guten Durchblick:
    Immerhin 350 Mikrogramm Vitamin A stecken in 100 Gramm Kresse – gut fürs Sehvermögen und für gesunde, glatte Haut.
  • ...schützt Herz und Hirn:
    Die sekundären Pflanzenstoffe in Kresse verdünnen das Blut bzw. hemmen die Blutgerinnung. Das hilft dabei, die Bildung von Gerinnseln zu verhindern, die einen Infarkt oder Schlaganfall auslösen könnten.
  • ...hat Vitamin-Power:
    Mit 59 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm überholt Kresse locker sogar Orangen und deckt knapp drei Viertel des durchschnittlichen Tagesbedarfs.
  • ...ist ein Schlankmacher:
    Kresse auf Salate, Suppen, Gemüse, Eiergerichte und mehr zu streuen ist eine super Idee für Figurbewusste: Die kleinen Blättchen sehen toll aus, schmecken lecker, bieten reichlich gesunde Inhaltsstoffe – und das alles fast zum Kalorien-Nulltarif!
  • ...lindert Erkältungen:
    Die ätherischen Öle und Senföle in Kresse können Bakterien unschädlich machen. Kresse kann darum unter anderem Schnupfen und Husten die Symptome lindern.
  • ...tut Müttern gut:
    Die bioaktiven Pflanzenstoffe in Kresse helfen Stillenden, die Milchbildung anzuregen. Für Schwangere ist Kresse auch deshalb günstig, weil 50 g etwa ein Sechstel der täglich empfohlenen Menge Folsäure enthalten - Folsäure schützt das Ungeborene vor Missbildungen.
  • ...hilft beim Entgiften:
    Ätherische Öle, Schwefelstoffe und der hohe Kalziumgehalt (85 Milligramm pro 100 Gramm) in Kresse können dabei helfen, Giftstoffe und überschüssige Flüssigkeit im Körper schneller auszuscheiden.
  • ...kann der Schilddrüse helfen:
    Bei einer Schilddrüsenüberfunktion ist Kresse besonders zu empfehlen: Die darin enthaltenen Isothiocyanate sorgen dafür, dass die Schilddrüse nicht überlastet wird und sich entspannen kann.

Das sollten Sie über Kresse wissen

Schon ihr Anblick lässt an Frühling denken. Die kleinen Keimlinge von Kresse, die korrekte Bezeichnung ist eigentlich Gartenkresse, sind einfach der Inbegriff des ersten frischen Grüns nach einem langen Winter. Trotzdem muss man nicht auf das Frühjahr warten, um sie zu vernaschen. Die kleinen Beete im Pappbehälter mit oder ohne die typische Kunstoffhaube gibt es selbst im tiefsten Winter zu kaufen, wenn es sonst kaum frisches Grünzeug gibt. Und das zu moderaten Preisen, denn die Zucht von Kresse macht wenig Arbeit und ist so kinderleicht, dass man sie sogar zu Hause ganz einfach selbst ziehen kann.

Wenn sie die winzigen Kressepflänzchen in diesen typischen kleinen Beeten im Supermarkt sehen, ahnen die wenigsten, dass die Pflanze wild bis zu etwa 60 cm hoch wächst und dann hübsche weiße bis rosafarbene Blüten trägt. Sie sind aber nicht nur dekorativ, sondern auch essbar. Wer Kresse also selbst im Garten zieht, kann wenigstens einen Teil davon einfach wachsen lassen und dann mit den Blüten kulinarische Aha-Erlebnisse zaubern.

Herkunft

Die Gartenkresse ist ein kulinarisches Mitbringsel der alten Römer, die sie aus ihrer ursprünglichen Heimat Südwestasien und Nord- sowie Ostafrika mitgebracht haben.

Saison

Grundsätzlich hat Kresse das ganze Jahr Saison. Allerdings bekommt man sie nur von März bis September aus dem Freilandanbau. In der kalten Jahreszeit gibt es nur Kresse aus dem Treibhaus.

Geschmack

Kresse schmeckt intensiv würzig und angenehm scharf.

Unsere liebsten Kresse-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Kresse-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Kresse?

Wie alles Grünzeug gilt auch Gartenkresse allgemein als gesund. Tatsächlich können die feinen Keimlinge durchaus einiges zur gesunden Ernährung beisteuern. Neben einem erstaunlich hohen Gehalt an Ballaststoffen und Eiweiß punktet Gartenkresse vor allem mit einer dicken Portion Vitamin C. 59 Milligramm sind es pro 100 Gramm – also fast 10 Milligramm mehr als bei Orangen oder Zitronen! Zu den absoluten Spitzenreitern gehört Gartenkresse aber bei ihrem Vitamin-A-Gehalt: 365 Mikrogramm stecken von diesem für Haut und Sehvermögen wichtigen Stoff in 100 Gramm Kresse.

Was der Gartenkresse den angenehm scharfen und würzigen Geschmack gibt, sorgt übrigens ebenfalls für einen hohen Gesundheits-Faktor. Die Blättchen enthalten reichlich ätherische Senföle, die vor allem dem Darm Gutes tun und die Abwehrkräfte stärken können. Außerdem ist Kresse ein echter Fettkiller.

Leider ist Kresse häufig sehr reich an dem Düngerrückstand Nitrat, aus dem sich das gesundheitlich problematische Nitrit bilden kann. Dieser Effekt lässt sich aber verhindern, indem man größere Mengen Kresse einfach mit Vitamin-C-reichen Zutaten wie Zitrusfrüchten oder Paprikaschoten kombiniert!

Nährwerte von Kresse pro 100 Gramm  
Kalorien 33
Eiweiß 4,2 g
Fett 0,7 g
Kohlenhydrate 2,5 g
Ballaststoffe 3,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Kresse

Einkauf

Hier gibt es eigentlich nichts, was man falsch machen kann. Normalerweise können Sie Kresse frisch in Supermärkten oder Gemüsegeschäften kaufen und dann ist sie meistens satt grün und hat aufrecht stehende Blättchen. Wer möchte, kann Kresse natürlich auch aus der Bio-Zuckt bekommen, das ist aber kein Muss.

Lagerung

Kresse hält sich im Kühlschrank durchaus zwei, drei Tage – vorausgesetzt, man hält sie immer leicht feucht. Am besten verbraucht man sie allerdings möglichst frisch, denn dann enthält sie am meisten Vitalstoffe.

Vorbereitung

Selbst gezogene Gartenkresse braucht man nicht zu waschen, gekaufte Kresse allerdings spült man besser kurz unter fließendem Wasser ab und lässt sie gut abtropfen. Das Abschneiden der zarten Blättchen klappt am besten mit einer Schere, denn mit einem Messer erwischt man leicht zu viele der feinen Wurzeln.

Zubereitungstipps für Kresse

In der Küche lässt sich Kresse unkompliziert und ausgesprochen vielseitig verwenden. Man streut sie einfach übers Butterbrot, den Salat, die Suppe, das Rührei oder das Gemüsegericht. Die kleinen grünen Blättchen mit dem leicht scharfen Geschmack passen außerdem perfekt zu Kräuterquark und Kräuterbutter. Außerdem kann man mit Kresse auch super Smoothies verfeinern. 

Kurz, Gartenkresse macht fast alles mit – nur kochen oder braten sollte man sie nie, sondern sie bei warmen Gerichten immer erst zum Schluss dazugeben.

Schreiben Sie einen Kommentar