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Der Good-Food-Blog

14 Kilo abgenommen: Ein Erfahrungsbericht

Von Dr. Alexa Iwan
Aktualisiert am 30. Jan. 2019
Abnehmen: Erfahrungsbericht

RTL-Reporter Ralf Herrmann hat es geschafft und mehr als zehn Kilo abgenommen. Wie er diese Herausforderung gemeistert hat und es ihm gelingt, das neue Gewicht zu halten, erfahren Sie in diesem Interview – inklusive Vorher-Nachher-Bild.

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Vielleicht erinnern Sie sich – vor genau einem Jahr habe ich RTL-Reporter Ralf Herrmann beim Abnehmen gecoacht. Ralf hatte sich Anfang 2018 vorgenommen bis Ostern 10 Kilo abzunehmen. Ohne Diät, "nur" mit einer Ernährungsumstellung. Zehntausende RTL-Zuschauer folgten seinem Beispiel und nahmen an der Aktion "Fit bis Ostern" teil.

Über seine Fortschritte, aber auch Schwierigkeiten, berichtete Ralf regelmäßig in der RTL-Sendung "Extra". Und tatsächlich hat er die Herausforderung gemeistert und stand an Ostern 2018 um viele Kilo erleichert vor der Kamera. Doch Abnehmen ist ja nur der erste Schritt. Danach gilt es das neue Gewicht langfristig zu halten – was beileibe nicht jedem gelingt. Ob und wie Ralf diese Herausforderung meistert, das hat mich natürlich sehr interessiert. Hier sind seine Erfahrungen:

Lieber Ralf, du hast vor einem Jahr ein großes Abnehm-Experiment gestartet. Von Januar bis Ostern 2018 wolltest du 10 Kilo abnehmen. Das hast du geschafft. Aber Abnehmen ist ja nur das Eine, das neue Gewicht zu halten ist das Andere. Wie geht es dir heute, rund ein Jahr später?

Wenn ich das noch mal so vor Augen geführt bekomme, bin ich wirklich stolz, dass ich tatsächlich mein Ziel erreicht habe – es waren ja genau gesagt 14 Kilo, sorry, aber bei so viel Schweiß möchte ich keines unter den Tisch fallen lassen ;-) Mir geht es heute sehr gut, danke. Ich habe mein Gewicht gehalten.

Was fandest du denn schwieriger: die Abnehmphase oder jetzt das Gewichthalten?

Viele sagen ja, dass das Gewicht zu halten besonders schwer sei – ja, es erfordert schon Disziplin, aber die Abnehm-Monate fand ich definitiv schwerer. Ich glaube, das liegt einfach an der extremen Umstellung, die ich von dem einen auf den anderen Tag durchgemacht habe. Ernährungstechnisch und sportlich. Daran konnte ich mich erst nach einigen, harten Wochen gewöhnen.

Was hat sich verändert in deinem Leben? Wie isst du, wie kochst du heute im Vergleich zu damals?

Es sind viele kleine Dinge, die ich umgestellt habe: 2018 habe ich zum Beispiel nicht eine Tiefkühlpizza gegessen, früher mindestens zwei pro Woche. Auch fix-Produkte gibt’s bei mir fast keine mehr. Damals habe ich eben viel Fertigprodukte zu mir genommen, heute koche ich öfter. Auf mein Vollkornbrot oder -aufbackbrötchen am Abend kommt keine Salami oder andere verarbeitete Wurst mehr, sondern nur noch magerer Schinken oder Hähnchenbrust. Dazu ein Salat, wie zu sehr vielen Mahlzeiten mittlerweile. Meine geliebte Cola oder Spezi gönne ich mir auch weiterhin am Wochenende – als light-Variante. Ist bestimmt auch nicht besonders gesund, aber ich will mir ja nicht alles verbieten. Genauso wie bei den Nudeln: mit der Vollkornpasta werde ich nicht so richtig warm, dafür gibt’s die „normalen“, weißen Nudeln dann eben nicht mehr so oft.

Ist es inzwischen Gewohnheit und machst du es wirklich gerne – oder ist es Disziplin?

Teils, teils. Am Wochenende war ich mit zwei Freunden im Brauhaus essen, die haben beide Schnitzel mit Bratkartoffeln gegessen, und ich einen großen Salat mit Steak-Streifen. Weil ich es wollte, einfach Lust darauf hatte. Das klingt jetzt vielleicht nicht so spektakulär, ist aber für mich eine mittlere Sensation. Ich hätte es mir niemals vorstellen können, in einem Brauhaus gerne einen Salat zu bestellen, wo ich doch so sehr deftige Hausmannskost mag. Aber das ist eben ein gutes Beispiel dafür, wie man mit der Zeit auch andere Gerichte lieben lernen kann. Ich habe im letzten Jahr wohl mehr Salat gegessen, als in den 37 Jahren davor zusammen.

Musst du dir etwas verkneifen bzw. trauerst du etwas Bestimmtem aus der Zeit „vorher“ hinterher?

Weiße Nudeln würde ich schon gerne öfter essen. Die gab’s bei mir damals gefühlt jeden zweiten Abend.

Warum glaubst du hat es bei dir geklappt, während so viele andere Menschen ja immer wieder scheitern?

Ein guter Freund erzählt mir immer wieder, dass er mit dem Rauchen aufhören möchte, wird aber stets nach wenigen Tagen wieder schwach. Ich denke, weil er einfach nicht wirklich aufhören will. Und ich wollte abnehmen. Mit allem, was dazu gehört – und dann ziehe ich das auch durch. Darum geht es. Natürlich hat dabei auch geholfen, dass ich von der Kamera begleitet wurde, klar. Ich wollte unbedingt, dass der „vorher/nachher“-Vergleich gut aussieht und ich mich am Ende nicht umsonst im Fernsehen nackig gemacht habe.

Könntest du sagen, welches der wichtigste Abnehm-Tipp war, den du damals bekommen hast?

Gewohnte Wege verlassen und mal was Neues, Gesünderes ausprobieren. „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht“ war meine Devise, aber auch ich habe Sachen gefunden, die mir schmecken und gleichzeitig gesund sind. Wenn ich an die Szene mit dir im Supermarkt vor dem Joghurt-Regal denke, muss ich schon wieder schmunzeln, wie du es einfach nicht glauben konntest, dass ich noch nie Naturjoghurt gegessen habe. Wenn ich mal Lust auf was Süßes habe, taue ich mir Tiefkühlbeeren in der Mikro auf, darauf der besagte Naturjoghurt und noch ein bisschen Crunchy-Müsli. Schmeckt super, hätte ich mir aber früher niemals gemacht, sondern Schokolade oder Gummibärchen gegessen. Und grundsätzlich langsamer, bewusster essen und dadurch auch weniger, das war auch noch ein sehr guter Abnehm-Tipp.

Gibt es Situationen, die du bis heute schwierig findest?

Manchmal gehen mir ein bisschen die Ideen aus, was ich abends ohne Kohlenhydrate essen kann. Ich hatte nämlich sehr oft und gerne Kohlenhydrate zu mir genommen. Ach ja, und der Sport ist immer noch nicht mein bester Freund, ich quäle mich mehr dazu, als dass ich mich freue. Aber ich ziehe es durch.

Der eine Aspekt beim Abspecken ist ja die Optik, der andere Aspekt ist die Gesundheit. Merkst du in irgendeiner Weise, dass sich hier etwas verändert hat?

Beim Sport merke ich es ehrlich gesagt nicht so richtig, dass ich leichter bin. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich keinen Vergleich habe, da ich ja vorher keinen Sport gemacht habe ;-) Ich fühle mich einfach nicht mehr so aufgedunsen und grundsätzlich besser. Besonders wenn ich alte Fotos sehe. Aber es ist schon erstaunlich, was sich in so kurzer Zeit medizinisch getan hatte: damals war ich auf dem Weg zum Diabetes, das wurde gestoppt, auch meine einstige Fettleber ist wieder jungfräulich geworden. Apropos: mein metabolisches, also stoffwechselmäßiges Alter hatte die Analyse-Waage auf 51 Jahre geschätzt. Nach dem Experiment bin ich auf 29 Jahre verjüngt. Das sagt eigentlich alles.

Bei RTL lief gerade die neue Staffel „Bauer sucht Frau“ und du warst wieder für „Extra – Das RTL-Magazin“ als Bauern-Reporter unterwegs. Im Sommer geht es für dich bei „Bauer sucht Frau International“ zu neuen Landwirten in ferne Länder. Auf den Höfen wird kräftig-deftig gekocht – wie gehst du damit oder mit anderen Versuchungen um?

Ich esse mit Freude und ohne schlechtes Gewissen mit. Das ist ja auch etwas, was ich von dir gelernt habe: natürlich muss viel umgestellt werden, wenn man abnehmen will, aber das heißt ja nicht, auf alles zu verzichten. In Maßen ist alles erlaubt. Ok, fast alles. Auf jeden Fall das leckere Essen, das die Bauern extra für mich zaubern – da kann und will ich nicht nein sagen. Zum Spaß am Leben gehören für mich diese Ausnahmen unbedingt dazu.

Danke für das Gespräch Ralf und bleib‘ unbedingt am Ball!

Und wenn Sie jetzt gerne mal ein Vorher-Nachher-Bild von Ralf sehen möchten, dann klicken Sie hier.

Herzlichen Gruß,

Dr. Alexa Iwan
Dipl. Ökotrophologin


Übrigens, wenn auch Sie abnehmen möchten und die Unterstützung von Gleichgesinnten suchen: die oben erwähnte Facebook-Gruppe gibt es immer noch! Sie heißt inzwischen "Fit mit RTL – Abnehmen, Training und Rezepte" und hat mehr 34.000 Mitglieder. Auch Sie sind herzlich willkommen!

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