"Zuckerverzicht ist eine tägliche Bereicherung!"

Von Vanessa Schrader
Aktualisiert am 14. Jan. 2022
Zuckerverzicht

Nie wieder Zucker und gleichzeitig total happy? Die deutsch-griechische Moderatorin und Autorin Anastasia Zampounidis schwört auf Zuckerverzicht – und verrät uns, warum!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Vor knapp 12 Jahren haben Sie aufgehört, Zucker zu konsumieren. Was war der Auslöser?
  2. Wie reagiert der Körper auf diese Veränderung?
  3. Hand aufs Herz: Wurden Sie in all der Zeit einmal schwach?
  4. Und wie stillen Sie Ihr Bedürfnis nach Süße?
  5. Haben Sie noch einen ultimativen Tipp, wenn man vorhat, fortan auf Zucker zu verzichten?

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Vor knapp 12 Jahren haben Sie aufgehört, Zucker zu konsumieren. Was war der Auslöser?

Ich litt damals unter Nackenschmerzen und suchte Rat bei einer Ärztin für TCM (Traditionelle Chinesische Medizin). Diese stellte mir einen Diätplan zusammen, dessen Kernaussagen lauteten: kein Hungern, kein Zucker. Das kam mir ganz gelegen! Heißhungerattacken nervten mich schon lange und ich hatte bereits zwei erfolglose Versuche in Richtung Zuckerverzicht unternommen. Aber ich wurde immer wieder rückfällig, denn: Obwohl ich keine Süßigkeiten mehr aß, konsumierte ich weiterhin versteckten Zucker in beispielsweise Bio-Tomatensauce oder Gewürzgurken. Fortan überprüfte ich alle Zutatenlisten und strich auch andere Süßungsmittel von meinem Speiseplan. 

Wie reagiert der Körper auf diese Veränderung?

In den ersten drei Wochen macht er eine Art Entzug durch, der durch schlechte Laune, Heißhunger und Kopfschmerzen begleitet werden kann. Da muss man einfach durch, wird dafür aber fürstlich belohnt! Recht schnell verschwand bei mir der Heißhunger auf Zucker genauso wie das bekannte Nachmittagstief, ich fühlte mich fitter und entspannter. Langfristig sensibilisierte sich außerdem mein Geschmack, ich verlor Gewicht und sogar meine Cellulite wurde weniger. Meine Haut zeigte sich ebenfalls dankbar: Sie wurde feinporiger, Falten reduzierten sich. Und: Ich bin seit acht Jahren nicht mehr erkältet, leide nicht mehr unter PMS-Symptomen und meine Blutwerte sind besser als je zuvor.

Hand aufs Herz: Wurden Sie in all der Zeit einmal schwach?

Ich gebe es zu! Nach dem ersten halben Jahr Zuckerverzicht wollte ich mich für meine Disziplin belohnen und gönnte mir, paradoxerweise, auf einer Veranstaltung bewusst ein Dessert. Und bereute es sofort. Mir wurde übel, mein Kopf rauschte und am nächsten Tag war das Bedürfnis nach Zucker schlimmer als je zuvor. Dieser Zwischenfall hat mir aber geholfen, dem Zucker für immer abzuschwören.

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Und wie stillen Sie Ihr Bedürfnis nach Süße?

Ich liebe gebackenen Kürbis, Karotten und rote Paprika. Oder selbst gemachte Süßkartoffelchips. Ich gönne mir auch regelmäßig ein paar gesunde Pralinen, für die ich getrocknete Datteln mit Macadamia- oder Walnüssen fülle. So seltsam es klingt: Für mich ist es heute das gleiche Glücksgefühl, als würde ich eine Tafel Schokolade verdrücken.

Haben Sie noch einen ultimativen Tipp, wenn man vorhat, fortan auf Zucker zu verzichten?

Wenn es ein exzessiver, wohlgemerkt trockener, Sugarholic wie ich den Zuckerverzicht geschafft hat und nach wie vor schafft, dann kann es jeder! (lacht) Bereiten Sie sich einfach richtig vor, schauen Sie auf die Zutatenlisten. Und wenn Sie sich zwingen müssen, brechen Sie lieber ab und versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut. Zuckerverzicht soll schließlich keine Belastung sein. Sondern eine tägliche Bereicherung und Option, ein glücklicheres Leben zu führen.


Anastasia Zampounidis: 1968 geboren, begann die schöne Deutsch-Griechin ihre TV-Karriere in den späten 1990ern beim Musiksender MTV. Mittlerweile ist sie nicht nur eine gefragte Moderatorin, sondern auch Bestsellerautorin: Im Herbst 2017 erschien ihr erstes Buch „Für immer zuckerfrei“ (Lübbe).

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