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Leinsamen

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 22. Jun. 2018

Warenkunde Leinsamen: Leinsamen machen lange satt und fördern die Verdauung. Allerdings enthalten Leinsamen auch relativ viel Fett.

Was man über Leinsamen wissen sollte Was man über Leinsamen wissen sollte
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Mit das Beste am Leinsamen sind seine unverdaulichen Bestandteile. Knapp 40 Prozent der goldbraunen Leinsamen zählen zum Ballast, zum Teil in Form von Quell- und Schleimstoffen, deren Wirkung in der Volksmedizin bereits seit Jahrhunderten bekannt ist. Die Schleimstoffe in Leinsamen besitzen eine ausgeprägte Haftfähigkeit und versehen den Magen mit einem schützenden Film, sind also gut gegen nervöse Magenbeschwerden. Ein weiterer Teil der Ballaststoffe aus Leinsamen quillt im Darm und beschleunigt die Passage des Speisebreis. Gleichzeitig schmieren die Schleimstoffe die Darmwände und sorgen so für einen "reibungslosen" Abtransport. Leinsamen soll ausserdem bei Koliken beruhigend wirken und sogar Entzündungen im Darm heilen. Das reichlich vorhandene Fett (Leinöl) in Leinsamen besteht zu über 70 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die günstige Zusammensetzung hilft, zusammen mit dem ebenfalls in guter Menge vorhandenen Vitamin E, einen überhöhten Cholesterinspiegel zu regulieren. Leinsamen enthält ausserdem (mit 200 Milligramm pro 100 Gramm) für ein pflanzliches Lebensmittel verhältnismässig viel knochenstärkendes Calcium.

Leinsamen: gut zu wissen

Geschroteter Leinsamen wird schneller harzig und ranzig als jeder andere Samen, denn das hochwertige Leinöl in Leinsamen ist extrem empfindlich gegen Luftsauerstoff. Mit 376 Kalorien pro 100 Gramm sind Leinsamen etwa so kalorienreich wie Hammelkoteletts und Gänsefleisch. Brote, die heute vielfach mit Leinsamen gebacken werden, sind daher ebenfalls gehaltvoll. Leinsamenbrot muss mindestens acht Prozent Leinsamen enthalten. Sind in einem Kilo Brot vorschriftsmäßige 80 Gramm Leinsamen, steigt der Kaloriengehalt des Brots um mehr als zehn Prozent an. Ähnliches gilt übrigens auch für andere sogenannte "Körnerbrote", die mit Sesam, Sonnenblumenkernen oder Mohn gebacken sind.

Leinsamen kann mit Rückständen von Umweltgiften belastet sein.

EAT SMARTER-Empfehlung

Wenn Sie keine Figurprobleme haben, können Sie sich geschroteten Leinsamen oft und reichlich aufs Müsli oder in die Milch streuen. Das ist besonders günstig für Leute, deren Schleimhäute im Verdauungstrakt empfindlich sind.

Leinsamen kaufen Sie am besten als Markenware im Reformhaus, dann können Sie mit weitgehend rückstandsfreier Ware rechnen. Von den zerkleinerten Leinsamen jeweils nur kleine Mengen kaufen, denn Leinsamen hält sich in dieser Form maximal ein halbes Jahr. Unzerkleinert ist Leinsamen länger haltbar. Er muss aber dann jeweils frisch geschrotet werden, sonst hat er kaum Wirkung, weil die Körner den Darm ungenutzt wieder verlassen.

Rezepte mit Leinsamen:

Rezepte mit Leinsamen finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

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Bisherige Kommentare

 
Ich esse seit ca. 3 Jahren Leinsamenbrot (Empfehlung bei der Low Carb - Ernährung) und dachte, das sei sehr gesund. Doch nun las ich zufällig, dass Leinsamen sehr viel Cadmium enthält, was sehr schädlich ist. 100 g am Tag sind schon zuviel. Bitte weisen Sie doch darauf hin!
 
Bitte wie kann leinsemen helf mir zu abneman? Danke

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