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Live Smarter Blog der Techniker Krankenkasse
24. Januar 2017

Diätpillen und Schlankheitsmittel: Was wirklich hilft

Geben Sie doch einmal spaßeshalber „Diätpillen“ in den Suchschlitz Ihres Browsers ein: Zahlreiche Präparate werden im Internet mit „garantiertem Abnehmerfolg“ beworben. Dünner wird bei der Mehrzahl jedoch nur Ihr Geldbeutel. Lesen Sie, welche Produkte Sie Ihrer Gesundheit ersparen sollten!

Abnehmpillen und ein Maßband

Neues Jahr, neuer Vorsatz: „Endlich schlank werden!“ – „Endlich die blöden Speckrollen an der Hüfte loswerden!“ – „endlich wieder in meine Hosen passen!“. Doch der Weg hin zur Wohlfühl- und Wunschfigur erfordert Disziplin und Geduld – denn ein Gewichtsverlust von mehr als einem Kilogramm pro Monat erhöht nachweislich das Risiko für den Jo-Jo-Effekt.

Diesen Effekt auszuhebeln und Fett schnell schmelzen zu lassen, versprechen viele verschiedene frei verkäufliche Mittel. "Ich habe innerhalb von vier Wochen stolze zehn Kilo abgenommen“ – so eine der häufigsten Versprechen vermeintlicher Testimonials von Diätpillen und -pulvern. Wie soll das funktionieren? Und wie gesund können Pillen sein, die den Körper zu solch einem rapiden Gewichtsverlust bewegen? Wir erklären Ihnen die häufigsten Methoden zum Abnehmen durch Pillen oder Pulver.

Zur Kurzfassung ►

Abnehmen mit Formula-Diäten

Wenn eine oder mehrere Mahlzeiten am Tag durch spezielle Diät-Shakes oder andere fertig zu bereitete Nahrungsmittel ersetzt haben, spricht man von Formula-Diäten. Evergreen und schon seit Ende der Siebzigerjahre auf dem Markt ist das Pulver Slim Fast, doch in den vergangenen zehn Jahren sind zahlreiche Produkte hinzu gekommen, die alle nach einem ähnlichen Prinzip zusammengesetzt sind: Hauptbestandteil ist Eiweiß, hinzu kommen Fett und Kohlenhydrate. Die Shakes, die als Mahlzeitenersatz verwendet und im Laufe der Diät wieder durch Mahlzeiten ersetzt werden, sollen die Fettverbrennung ankurbeln, den Blutzucker regulieren und satt machen.

Während Formula-Diäten bei stark übergewichtigen Menschen tatsächlich beim ersten Schritt in Richtung gesunder Gewichtsreduktion helfen können, empfehlen sie sich nicht für eine dauerhafte Gewichtsreduktion. Dafür enthalten sie zu viel Zucker und zu wenig Nährstoffe. Die dauerhaft erhöhte Eiweißzufuhr kann zudem Nierenkrankheiten Vorschub leisten.

Mehr Informationen zu Formula-Diäten finden Sie hier.

Yokebe-Diät ►

Almased-Diät ►

Abnehmen mit Abführmitteln

Ernsthaft? Ja – im Internet kreisen tatsächlich viele Diskussionsforen und vermeintlich seriöse Webseiten um die Frage, ob man mit Hilfe von Abführmitteln kurzfristig abnehmen kann.

Zunächst einmal zur Wirkungsweise der sogenannten Laxantien: Sie regen den Darm an, bewirken eine erhöhte Wasserausscheidung über den Darm und beschleunigen die Darmentleerung. Das ist praktisch, wenn man unter Verstopfung leidet. Aber völlig unsinnig, wenn man abnehmen möchte! Denn zum einen ist im Enddarm, wo sie wirken, längst alles gelaufen: Die Nahrung ist schon verdaut, die Kalorien vom Körper aufgenommen.

Zum anderen drohen gesundheitliche Schäden: Wird die Darmpassage im Dickdarm beschleunigt, so kann der Körper Verdauungssäfte und Mineralstoffe nicht ausreichend ausgleichen. Die Folge: Kaliummangel, Muskelschäden, Herzschwäche, Darmträgheit und schließlich Abhängigkeit von Abführmitteln. Abführmittel können sogar zu Blasen- und Nierenkrebs führen: Das Bremer Institut für Präventivforschung und Sozialmedizin (BIPS) hat ermittelt, dass jährlich etwa 450 Frauen in Deutschland nach regelmäßiger Einnahme von Abführmitteln an einer der beiden Krebsarten erkranken. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Mittel pflanzlicher oder chemischer Herkunft waren.

Also – Hände weg von Abführmitteln!

Abnehmen mit Sättigungsmitteln

Verschiedene Wirkstoffe, gleiches Prinzip: Sättigungsmittel in Tablettenform quellen im Magen zu einem Vielfachen ihres Volumens an und signalisieren „der Magen ist schon gut gefüllt!“. So soll das Hungergefühl gebremst werden und weniger gegessen werden.

Als Quellstoffe kommen unter anderem Alginat, Fruchtfasern, Kollagene, Weizenkleie oder Glucomannan aus der Konjak-Wurzel zum Einsatz. Für Alginat ist laut dem Magazin ÖkoTest, das 2014 einen Test verschiedener Schlankheitspräparate durchgeführt hat, ein Abnehmerfolg wissenschaftlich belegt.

Doch nicht zu vergessen ist: Die Sättigungsmittel müssen mit viel Wasser zu sich genommen werden. Eine Nutzerin bemerkt auf einem Online-Medizinportal treffend: „Die Tabletten helfen, allerdings liegt das wohl auch daran, dass man zu jeder Tablette ein Glas Wasser trinken muss. Wasser macht ja auch wenig satt.“

Tipps, wie Sie ganz ohne Pillen Heißhungerattacken stoppen, lesen Sie hier.

Abnehmen mit Appetitzüglern

Auch Appetitzügler vermelden „Magen voll, Hunger gestillt“ – allerdings auf eine andere Art als die beschriebenen Sättigungspräparate. Bei Appetitzüglern handelt es sich um Aufputschmittel aus der Familie der Kreislaufpräparate. Da sie auf das zentrale Nervensystem wirken, bekommt man sie nicht rezeptfrei.  Appetitzügler lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

  • Amphetamine und verwandte Substanzen. Über bestimmte Botenstoffe soll dabei der Hunger gedämpft werden.
  • Wirkstoffe, die über eine Erhöhung des Serotonins im Gehirn zu einer rascheren und besseren Sättigung führen sollen.

Appetitzügler können starke Nebenwirkungen verursachen – unter anderem Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Leistungsschwäche, Schlafstörungen, Herzbeschwerden, Schweißausbrüche, Kreislaufstörungen. Abgesehen von den Nebenwirkungen können die Präparate auch süchtig machen.

Abnehmen mit Meeresalgen-Präparaten

Algen sind gesund, das belegen zahlreiche Studien.

Anders sieht die Sache bei Meeresalgen-Präparaten aus, die als Diätpille verkauft werden: Ihre angeblich fettabbauende Wirkung ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen.

Zu erklären wäre die gewichtsreduzierende Wirkung lediglich über den extrem hohen Jodgehalt, welcher die Stoffwechselaktivitäten ankurbeln und somit einen höheren Energieverbrauch bewirken könnte.

Doch Achtung: Zu viel Jod kann unter Umständen eine Überfunktion der Schilddrüse zur Folge haben, weshalb die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) von diesen Präparaten abrät.

Mehr Informationen rund um das gesunde Abnehmen finden Sie auf tk.de. Einfach Webcode 145258 eingeben!

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