Mate

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 08. Jun. 2020

Mate statt Kaffee und Cola? Warum nicht, der herbe Kräutertee aus Südamerika macht auch munter und liefert dabei sogar noch ein paar Nährstoffe! Was man ihm sonst noch alles nachsagt, verrät unsere Warenkunde.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Mate
  2. Das sollten Sie über Mate wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unser liebstes Rezept mit Mate
  4. Wie gesund ist eigentlich Mate?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Mate
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  6. Zubereitungstipps für Mate

Interaktive Infografik zu Mate

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Mate...

  • ...fördert die Verdauung: Den herben und eher bitteren Geschmack bekommt Mate durch die darin reichlich enthaltenen Gerbstoffe. Sie sorgen auch dafür, dass Mate eine müde Verdauung in Schwung bringen kann; das Koffein verstärkt den Effekt außerdem.
  • ...wirkt anregend: Tee aus Mate mag wie harmloser Kräutertee schmecken, hat es ab in sich: Mate enthält mehr Koffein als schwarzer und grüner Tee oder Kaffee! Zum Wachwerden und -bleiben also perfekt, als Schlummertrunk aber keine gute Wahl.
  • ...soll schlank machen: Im Internet kursieren etliche Seiten, die Mate als Wundermittel gegen Übergewicht loben. Demnach soll Mate die Fettverbrennung ankurbeln, den Appetit zügeln und der perfekte Schlankmacher sein. Tatsächlich wurden solche Effekte bei Tierversuchen beobachtet. Wissenschaftliche Beweise für diese Wirkungsweise beim Menschen gibt es allerdings bisher nicht.
  • ...ist in manchen Fällen tabu: Weder schwangere noch stillende Frauen sollten Mate zu sich nehmen. Auch bei Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Schilddrüsenüberfunktion und Beschwerden beim Wasserlassen raten Mediziner von Mate ab. Für Kinder und Jugendliche unter 18 ist Mate außerdem tabu.
  • ...enthält oft Giftstoffe: Das Image von Mate als besonders gesundheitsfördernd hat spätestens seit einer umfassenden Untersuchung von Ökotest Risse bekommen: Die Tester analysierten 14 Produkte, die je zur Hälfte aus herkömmlichem und aus ökologischem Anbau stammten. Das Ergebnis: 10 der Tees bekamen das Prädikat "nicht verkehrsfähig"; nur 2 Mate-Produkte bewertete Ökotest als "sehr gut" beziehungsweise "befriedigend". Grund war der teils sehr hohe Gehalt an giftigem Anthrachinon sowie an krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasser-stoffen (PAK).
  • ...kann Nebenwirkungen haben: Bei einigen Medikamenten kann es zu Wechselwirkungen kommen, wenn man gleichzeitig Mate trinkt. Kritisch sind vor allem Antidepressiva, kreislaufanregende Mittel sowie Medikamente gegen Asthma und Herzrhythmusstörungen.

Das sollten Sie über Mate wissen

Bei uns kennen die meisten Mate höchstens aus der Flasche als ein in Mode gekommenes Erfrischungsgetränk ohne Alkohol. Und wer in Südamerika einfach einen Mate bestellt, den wird man vermutlich etwas komisch finden. Dort ist Mate nämlich unter dem Namen Yerba oder Mate-Yerba bekannt, der vom gleichnamigen Busch hergeleitet ist, dessen Blätter für das teeartige Getränk zum Einsatz kommen. Mate wiederum heißen bei den Südamerikanern alle heißen Aufgussgetränke. Früher verstand man unter Mate vor allem das Trinkgefäß (ursprünglich und traditionell auch heute ein Kürbis), aus dem man den Aufguss aus Kräutern schlürfte. Und um die Verwirrung komplett zu machen, nennt man Mate bei uns auch manchmal Paraguay-Tee.

Aber ruhig Blut: Letzten Endes meinen wir mit Mate ganz einfach die getrockneten Blätter des Yerba-Buschs, aus denen sich ein ebenso leckerer wie anregender Tee kochen lässt. Bis zu knapp 2 Prozent Koffein stecken darin – genug, um munter zu werden, aber Nervöse sollten nicht zu viel davon trinken.

Herkunft

Die Heimat des wild wachsenden Yerba-Buschs liegt vorwiegend in Uruguay, Paraguay, Brasilien und Argentinien. Dort hat der Traditionsdrink, den die Ureinwohner lange vor der Eroberung durch die Spanier zu trinken pflegten, bis heute nicht an Beliebtheit verloren. Mittlerweile baut man ihn in diesen Ländern auch in großen Kulturen an. In seiner Heimat hat das Zubereiten und Trinken von Mate Kultstatus und findet nach speziellen Regeln in einer Art Zeremonie statt.

Saison

Mate kann man getrocknet das ganze Jahr über kaufen.

Geschmack

Mate schmeckt herb-fruchtig und etwas bitter.

Unser liebstes Rezept mit Mate

Hier gelangen Sie zum Mate-Rezept.

Wie gesund ist eigentlich Mate?

Es ist definitiv mehr als ein Gerücht, dass Mate zu den gesünderen Genüssen gehört. Und das nicht nur, weil er mit seinem niedrigen Koffeingehalt Herz und Kreislauf eher schont – sondern auch und besonders, weil in Mate nützliche Nährstoffe wie Eisen, Phosphor, Vitamin C und A sowie B-Vitamine stecken.

Mate kann außerdem auf natürliche und sanfte Art die Verdauung anregen und soll den Stoffwechsel in Schwung bringen und die Nerven stärken. In Südamerika heilt man mit Mate, der reichlich Gerbstoffe enthält, seit Jahrhunderten Ekzeme und andere Hautkrankheiten.

Angeblich soll Mate auch die Fettverbrennung ankurbeln, den Appetit hemmen und schlank machen, wenn man eine Stunde vor dem Essen ein bis zwei Tassen davon trinkt. Ob das stimmt? Belege gibt es nicht, aber Ausprobieren kann kaum schaden. Kalorien stecken in Mate jedenfalls ebenso wenig wie Fett.

Mate steht bei einigen Wissenschaftlern im Verdacht, bestimmte Krebsarten zu fördern. Das gilt vor allem für Mate, der über offenem Feuer geröstet und getrocknet wurde. Einig sind sich die Experten in diesem Punkt aber keineswegs: Andere Forscher stehen ihrerseits auf dem Standpunkt, dass Mate sogar das Wachstum von Krebszellen hemmt. 

Wer kein Risiko eingehen möchte, trinkt Mate also besser nicht literweise.

Nährwerte von Mate (trocken) pro 100 Gramm  
Kalorien 248
Eiweiß 24,5 g
Fett 4,4 g
Kohlenhydrate 0,8 g
Ballaststoffe 55,8 g

Einkaufs- und Küchentipps für Mate

Einkauf

Mate bekommen Sie in Apotheken, Bio-Läden, Tee-Geschäften und im Internet. Erhältlich sind fermentierter, unfermentierter und gerösteter Mate, der besonders würzig schmeckt. Mittlerweile gibt es aber auch viele Mischungen aus Mate und anderen Kräutertees, Gewürzen, Früchten und sogar Mate mit Schokolade.

Lagerung

Wie jeden Kräutertee sollten Sie auch Mate am besten dunkel, trocken und fest verschlossen aufbewahren.

Zubereitungstipps für Mate

Das Aufbrühen von Mate ist eine simple Sache: Übergießen Sie je nach Geschmack drei bis fünf Teelöffel Mate mit einem Liter heißem, aber nicht kochendem Wasser. Je nachdem, wie stark Sie den Tee mögen, lässt man ihn dann fünf bis zehn Minuten ziehen und gießt ihn durch ein Sieb.

Viele Südamerikaner trinken Mate am liebsten ungesüßt. Europäern ist er oft wegen der vielen Gerbstoffe oft zu bitter. Bei Bedarf können Sie Ihren Mate einfach mit Zucker, Honig oder Süßstoff süßen.

Übrigens: Eisgekühlt ist leicht gesüßter Mate das perfekte Sommergetränk, das sich mit Zitrone oder Orange aufpeppen lässt.

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