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Weizenkleie

Von Kira Tessel
Aktualisiert am 01. Apr. 2020
© Pexels/ Emila Yusof
© Pexels/ Emila Yusof

Sie ist besonders nahrhaft und eine wahre Ballaststoffbombe: Weizenkleie. Lange Zeit lebte sie ein Schattendasein als Tierfutter und unterschätztes Nebenprodukt der Getreideverarbeitung. Doch auch für die menschliche Ernährung kann Weizenkleie einen wertvollen Beitrag leisten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Weizenkleie wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Wie gesund ist eigentlich Weizenkleie?
  3. Einkaufs- und Küchentipps für Weizenkleie
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  4. Zubereitungstipps für Weizenkleie
  5. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Was kann man statt Weizenkleie verwenden?
    2. Wofür nimmt man Weizenkleie?
    3. Wieviel Weizenkleie sollte man verwenden?

Das sollten Sie über Weizenkleie wissen

Weizenkleie ist bei Abnehmwilligen sowie im Rahmen einer vollwertigen Ernährung besonders beliebt und kann bei bestimmten Verdauungsproblemen Abhilfe schaffen. Kleie ist ein Getreideerzeugnis, das beim Mahlen von Getreide anfällt. Als wichtiger Ballaststofflieferant ist Kleie mittlerweile zunehmend in die Ernährung des Menschen gerückt. Dabei besteht sie im Wesentlichen aus den Randschichten beziehungsweise den Schalen des Getreidekorns und ist damit reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen (1).

Herkunft

Kleie diente lange Zeit nur als Futtermittel für Tiere, da es ein Nebenprodukt der Getreideverarbeitung und Mehlherstellung ist. Die Weizenkleie fällt hierbei während der Verarbeitung von Weizen an. 

Saison

Weizenkleie ist ganzjährig erhältlich. 

Geschmack

Weizenkleie schmeckt neutral, leicht nussig bis bitter und typisch "getreidig". 

Wie gesund ist eigentlich Weizenkleie?

Weizenkleie enthält noch einen Großteil der wertvollen Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine aus der Randschicht des Getreidekorns. Insbesondere Magnesium, Eisen, Zink, Mangan, Phosphor und einige B-Vitamine sind in Kleie enthalten. Ballaststoffe sind vor allem für ihre vielfältigen und positiven Effekte auf die Gesundheit bekannt, da eine ballaststoffreiche Ernährung das Risiko für bestimmte Krankheiten reduzieren kann (2)

Dennoch ist zu beachten, dass in Weizenkleie ein Gehalt an Phytinsäure nachgewiesen werden kann, die die Aufnahme von Mineralstoffen negativ beeinflussen könnte. Dieser Effekt ist jedoch eher minimal, wenn Kleie in einem zeitlichen Abstand von circa zwei Stunden zu einer anderen mineralstoffreichen Mahlzeit eingenommen wird (3)

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Gramm Weizenkleie (4)

Nährwerte von Weizenkleie pro 100 Gramm
Kalorien 264
Kohlenhydrate 17,7 g
Ballaststoffe 45,1
Eiweiß 16 g
Fett 4,7 g

Einkaufs- und Küchentipps für Weizenkleie

Einkauf

Weizenkleie gibt es mittlerweile in vielzähligen Supermärkten, in der Drogerie, im Reformhaus oder online zu kaufen.

Lagerung

Weizenkleie sollte kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Bei richtiger Lagerung hält es sich mehrere Monate. Wenn sie mit der Zeit eher ranzig schmeckt, sollten sie nicht mehr verzehrt werden. 

Zubereitungstipps für Weizenkleie

Weizenkleie kann der ideale Begleiter für Porridge, Müsli, Brot, Brötchen, Suppen oder Smoothies sein. Auch als Zutat für Knäckebrot ist Weizenkleie häufig zu finden. Es ist außerdem möglich, die Kleie in etwas Flüssigkeit quellen zu lassen oder sie als Komponente für Overnight Oats zu nutzen. Für den Anfang sollte jedoch nicht zu viel verwendet werden, insbesondere wenn die Ernährung vorher eher ballaststoffarm war. 

FAQs – die häufigsten Fragen

Was kann man statt Weizenkleie verwenden bzw. wie ersetzt man Weizenkleie?

Wer seine Ballaststoffzufuhr zunächst langsam steigern möchte, kann mit Haferflocken oder sogar Haferkleie starten. Diese liefern ebenfalls reichlich Ballaststoffe und Schleimstoffe, die der Verdauung zu gute kommen. Weizenkleie lässt sich außerdem 1:1 durch Dinkelkleie ersetzen. 

Wofür nimmt man Weizenkleie?

Weizenkleie ist ähnlich wie Haferflocken vielfältig verwendbar. Je nach Geschmack kann sie als Zutat in das Müsli, Porridge oder einen Shake gegeben werden. Auch beim Backen von Brot, Brötchen oder Pancakes kann Weizenkleie den Ballaststoffgehalt erhöhen und zu einer sättigenden Mahlzeit beitragen. 

Wieviel Weizenkleie sollte man verwenden?

Die Verträglichkeit von Weizenkleie sollte aufgrund des hohen Ballaststoffanteils vorerst langsam getestet werden, um keine Verstopfungen oder Verdauungsprobleme wie Blähungen zu provozieren. Ein Esslöffel kann für den Anfang schon genügen, um seine Verdauung zu unterstützen und langsam an eine erhöhte Zufuhr von Ballaststoffen zu gewöhnen. 

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