bookmark_border
URL kopieren
Pinterest
bookmark_border
URL kopieren
chat_bubble
Kommentar
Pinterest
Nächster Artikel

Hafer

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 03. Apr. 2019
Hafer

Nicht umsonst sagt der Volksmund über besonders draufgängerische Leute „Den sticht wohl der Hafer“: In den länglichen Körnern steckt ein hormonähnlicher Stoff, der anregend wirkt. Doch nicht nur deshalb spielt Hafer als Getreide eine besondere Rolle.

1
Drucken

Inhaltsverzeichnis
  1. Das sollten Sie über Hafer wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Unsere liebsten Hafer-Rezepte
  3. Wie gesund ist eigentlich Hafer?
  4. Gesundheitsvorteile von Haferflocken
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Hafer
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Hafer

Das sollten Sie über Hafer wissen

Wer nur die Flocken daraus kennt, hat was verpasst: Auch ganzer Hafer schmeckt mit seinem würzigen Aroma richtig gut. Die Körner der zu den Süßgräsern zählende Pflanze gehörten bis Mitte des 18. Jahrhunderts zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Besonders oft kam früher eine Grütze aus grob zerkleinertem Hafer auf den Tisch. Erst als Weizen und Roggen für alle erschwinglich wurden, geriet Hafer mehr und mehr in Vergessenheit.

Doch Hafer hat eine Eigenschaft, die ihn heute bei vielen besonders beliebt macht: er enthält nur wenig Gluten, also das sogenannte Klebereiweiß. Ein interessanter Aspekt bei der wieder steigenden Beliebtheit von Hafer ist, dass er unempfindlich gegen die meisten der sonst bei Getreide häufig auftretenden Schädlingen und Krankheiten ist. Das macht Hafer zu einem besonders nachhaltigen und umweltfreundlichen Getreide, denn selbst für den herkömmlichen Anbau braucht man kaum Chemie.

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat des Hafers liegt in Südeuropa und Nordafrika bis Äthiopien. Seit etwa 100 vor Christus baut man aber Hafer vor allem in den nördlichen Breiten an.

Saison

Hafer kann man in jeder Form und jederzeit bekommen.

Geschmack

Hafer schmeckt mild und leicht nussig.

Unsere liebsten Hafer-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Hafer-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Hafer?

Hafer gilt zurecht als schon beinahe unverschämt gesund und zahlreiche Wissenschaftler forschen weltweit zu seinen diversen gesundheitlichen Benefits. Es ist schon lange bekannt, dass In den Körnern reichlich wertvolles Eiweiß, außerdem Mineralstoffe wie Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink sowie wichtige Vitamine, vor allem B1, B9 und K, steckt. Zusätzlich kann Hafer mit seinem hohen Gehalt an den Ballaststoffen, Pektin und Zellulose punkten, die auf Magen, Darm und die Verdauung ausgesprochen günstig wirken.

Einen ganz besonderen Vorteil hat das Getreide aber mit dem löslichen Ballaststoff Beta-Glucan zu bieten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt, dass der Verzehr von Beta-Glucan die Konzentration von schädlichem Cholesterin im Blut senken kann und sogar gegen einige Krebsarten vorbeugend wirken soll (1). Das Beta-Glucan trägt aber auch dazu bei, dass Hafer zu den besonders bekömmlichen Getreidesorten gehört. Denn der lösliche Ballaststoff bindet im Darm überflüssige und belastende Stoffe, wie zum Beispiel Gallensäuren und fördert ihre Ausscheidung.

Außerdem zeigen neuere Forschungen, dass eine Hafer-Kur bei einer Insulinresistenz beziehungsweise bei Diabetes Typ 2 für eine geradezu dramatische Besserung der Blutzuckerwerte sorgen kann (2).

Die anregende Wirkung verdankt der Hafer übrigens den darin enthaltenen Phytoandrogenen, der mit dem männlichen Hormon Testosteron sehr eng verwandt ist. Diese pflanzlichen Wirkstoffe bewirken eine Steigerung der Leistungsfähigkeit und sorgen für eine festere und straffere Haut.

 

Nährwerte von Hafer pro 100 Gramm  
Kalorien 326
Eiweiß 10 g
Fett 7 g
Kohlenhydrate 55,7 g
Ballaststoffe 13,3 g

Das könnte Sie auch interessieren

Einkaufs- und Küchentipps für Hafer

Einkauf

Kaufen Sie Hafer in möglichst kleinen Mengen beziehungsweise nur so viel davon, wie Sie bald verbrauchen, denn die Körner enthalten relativ viel Fett. Speziell wenn sie zerkleinert sind (zum Beispiel bei Hafergrütze oder -kleie) wird der Geschmack deshalb schnell ranzig.

Lagerung

Bewahren Sie sowohl die Körner als auch Produkte aus Hafer grundsätzlich an einem kühlen Ort und vor Licht geschützt auf.

Vorbereitung

Das Einweichen ist bei Hafer, im Gegensatz zu anderem Getreide, nicht notwendig, außer wenn Sie daraus einen Brei kochen möchten. Dann bitte die Körner über Nacht einweichen und am nächsten Morgen vor dem Kochen kalt abspülen.

Zubereitungstipps für Hafer

Die Körner kann man gekocht als Alternative zu Reis zubereiten und als Beilage für eine Gemüsepfanne verwenden. Sehr schmackhaft und beliebt ist auch die Hafergrütze aus grob zerkleinerten Körner, die schneller garen als ganzer Hafer und die auch von Menschen mit empfindlichem Magen gut vertragen werden. Hafergrütze ist die perfekte Basis für Haferbrei und deftige Eintöpfe.

Gekeimte Haferkörner schmecken übrigens köstlich in Salaten oder auf Butterbrot.

Top-Deals des Tages

Quadratische bunte Glasmagnete für Küche Büro, 15mm Kühlschrank Magnet, Kühlschrankmagnete für Whiteboard und trocken löschen Board Multicolor niedlich Spaß Dekoration (24 Pack)
VON AMAZON
8,44 €
Läuft ab in:
sei Design Plaid Kassandra | Kuscheldecke | Wohndecke | Flauschig weich – hochwertige Verarbeitung, 150 x 200 cm
VON AMAZON
21,08 €
Läuft ab in:
Edelstahlbesteck, AOOSY 20-teiliges portugiesisches Besteck/Geschirr/Messergabel-Löffel-Set für 4 Personen (Silber, 4er Set)
VON AMAZON
79,89 €
Läuft ab in:
Zu allen Top-Deals des Tages

Bisherige Kommentare

 
Was denn nun - Haferflocken einweichen oder nicht? "Haferkörner sollten Sie vor dem Zubereiten besser nicht einweichen: Das empfindliche Haferfett zersetzt sich beim Quellen und verursacht einen bitteren, unangenehmen Geschmack." - Und dann bringen Sie darunter u.a. das Bircher-Müsli als Haferrezeptempfehlung, in welchem es heißt, das man die Haferflocken über Nacht einweichen muß. Was ist denn nun richtig? Als Begründung für das Einweichen wird teilweise die Entwicklung wertvoller Enzyme genannt. Können Sie da mal Licht ins Dunkel bringen, weil das Netz in dieser Sache voll ist mit widersprüchlichen Meldungen.

Schreiben Sie einen Kommentar