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Hafer

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Hafer
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Hafer (Avena sativa) ist unser wertvollstes Getreide. Er hat einen hohen Proteingehalt (bis zu 24 Prozent) und ist reich an Mineral- und Ballaststoffen. Haferflocken schätzen die meisten von uns im Müsli wegen des milden nussähnlichen Geschmacks. Gekocht als Suppe oder Brei zeigt das Getreide seine magenfreundliche Wirkung; Schleimstoffe beruhigen aufgebrachte Magennerven. Dabei kommt der hohe Gehalt des Hafers an B-Vitaminen den Nerven ebenfalls zustatten.

Darüber hinaus sind im Hafer fast alle wichtigen Mineralstoffe versammelt: Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan und Kupfer. Doch für die Gesundheit sind andere Stoffe heutzutage viel interessanter: die sogenannten Beta-Glucane. Diese löslichen Ballaststoffe können den Cholesterinspiegel deutlich senken; außerdem wirken sie vorbeugend gegen einige Formen von Krebs. Besonders reich daran ist Haferkleie und Müsliprodukte daraus.

Hafer: Gut zu wissen

An Hafer kann man sich mästen. Als einziges Getreide enthält es nennenswerte Mengen Fett (etwa 9 Prozent). Das allein ist sicher kein Manko, denn Haferfett ist reich an ungesättigten Fettsäuren, also wertvoll. Doch durch ebenfalls enthaltene Enzyme wird das Fett schnell ranzig, wenn die Körner erst einmal zerkleinert sind.

Haferflocken müssen deshalb bei der Herstellung erhitzt werden und verlieren etwa ein Viertel der reichlich enthaltenen B-Vitamine. Das Protein des Hafers wird durch die Wärmebehandlung zwar besser verdaulich, es hat aber nur mittlere Qualität. Ihm fehlt eine wichtige Aminosäure (Lysin).

EAT SMARTER Empfehlung:

Bei Problemen mit dem Fettstoffwechsel sollten Sie Haferprodukte oft einplanen. Wem die Flocken zu nahrhaft sind, der nimmt am besten Haferkleie fürs Müsli oder mischt die ballaststoffreichen Flocken in Suppen, Saucen oder Kuchen. Vegetarier sollten Hafer mit Milchprodukten kombinieren, dann ist eine optimale Versorgung mit Eiweiß gesichert.

Wer Wert auf unbehandelte Flocken legt, kauft sich eine Flockenquetsche und bereitet sich die Haferflocken aus ganzen Getreidekörnern täglich frisch. Vorräte anlegen lohnt sich jedoch nicht, denn schon nach 1 Tag verlieren die selbstgemachten Flocken an Aroma und Nährwert. Haferkörner sollten Sie vor dem Zubereiten besser nicht einweichen: Das empfindliche Haferfett zersetzt sich beim Quellen und verursacht einen bitteren, unangenehmen Geschmack. Hier sind die besten EAT SMARTER Rezepte mit Hafer.

Rezepte mit Hafer:

Rezepte mit Hafer finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

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Bisherige Kommentare

 
Was denn nun - Haferflocken einweichen oder nicht? "Haferkörner sollten Sie vor dem Zubereiten besser nicht einweichen: Das empfindliche Haferfett zersetzt sich beim Quellen und verursacht einen bitteren, unangenehmen Geschmack." - Und dann bringen Sie darunter u.a. das Bircher-Müsli als Haferrezeptempfehlung, in welchem es heißt, das man die Haferflocken über Nacht einweichen muß. Was ist denn nun richtig? Als Begründung für das Einweichen wird teilweise die Entwicklung wertvoller Enzyme genannt. Können Sie da mal Licht ins Dunkel bringen, weil das Netz in dieser Sache voll ist mit widersprüchlichen Meldungen.