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Hafer

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 22. Feb. 2019
Hafer

Nicht umsonst sagt der Volksmund über besonders draufgängerische Leute „Den sticht wohl der Hafer“: In den länglichen Körnern steckt ein hormonähnlicher Stoff, der anregend wirkt. Doch nicht nur deshalb spielt Hafer als Getreide eine besondere Rolle.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Das sollten Sie über Hafer wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Unsere liebsten Hafer-Rezepte
  3. Wie gesund ist eigentlich Hafer?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Hafer
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Hafer

Das sollten Sie über Hafer wissen

Wer nur die Flocken daraus kennt, hat was verpasst: Auch ganzer Hafer schmeckt mit seinem würzigen Aroma richtig gut.

Früher wussten das noch die meisten Menschen: Die Körner der zu den Süßgräsern zählende Pflanze gehörte bis Mitte des 18. Jahrhunderts zu den wichtigen Grundnahrungsmitteln. Besonders oft kam früher eine Grütze aus grob zerkleinertem Hafer auf den Tisch.

Erst als Weizen und Roggen für alle erschwinglich wurden, geriet Hafer mehr und mehr in Vergessenheit. Nicht zuletzt wegen einer Eigenschaft, die ihn heute bei vielen besonders beliebt macht: Hafer enthält nur wenig Gluten (Klebereiweiß).

Interessanter Aspekt bei der wieder steigenden Beliebtheit von Hafer: Er ist unempfindlich gegen die meisten der sonst bei Getreide häufigen Schädlingen und Krankheiten. Das macht Hafer zu einem besonders nachhaltigen und umweltfreundlichen Getreide, denn selbst für den herkömmlichen Anbau braucht man kaum Chemie.

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat des Hafers liegt in Südeuropa und Nordafrika bis Äthiopien. Seit etwa 100 v. Chr. baut man aber Hafer vor allem in den nördlichen Breiten an.

Saison

Hafer kann man in jeder Form jederzeit bekommen.

Geschmack

Hafer schmeckt mild und leicht nussig.

Unsere liebsten Hafer-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Hafer-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Hafer?

Hafer gilt zurecht als schon beinahe unverschämt gesund, und zahlreiche Wissenschaftler forschen weltweit zu seinen diversen gesundheitlichen Benefits.

Schon lange klar ist: In den Körnern steckt reichlich wertvolles Eiweiß, außerdem Mineralstoffe wie Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink sowie wichtige Vitamine (vor allem B1, B9 und K).

Zusätzlich kann Hafer mit seinem hohen Gehalt an den Ballaststoffen Pektin und Zellulose punkten, die auf Magen, Darm und die Verdauung ausgesprochen günstig wirken.

Einen ganz besonderen Vorteil hat das Getreide aber mit dem löslichen Ballaststoff Beta-Glucan zu bieten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt, dass der Verzehr von Beta-Glucan die Konzentration von schädlichem Cholesterin im Blut senken kann und sogar gegen einige Krebsarten vorbeugend wirken soll.

Außerdem zeigen neuere Forschungen, dass eine Hafer-Kur bei einer Insulinresistenz bzw. bei Diabetes Typ 2 für eine geradezu dramatische Besserung der Blutzuckerwerte sorgen kann.


Das Beta-Glucan trägt aber auch dazu bei, dass Hafer zu den besonders bekömmlichen Getreidesorten gehört. Denn der lösliche Ballaststoff bindet im Darm überflüssige und belastende Stoffe - wie zum Beispiel Gallensäuren - und fördert ihre Ausscheidung.


Die anregende Wirkung verdankt der Hafer übrigens den darin enthaltenen Phytoandrogenen: Dem männlichen Hormon Testosteron sehr eng verwandt, bewirken diese pflanzlichen Wirkstoffe eine Steigerung der Leistungsfähigkeit und sorgen für eine festere und straffere Haut.

Noch mehr Infos zu den vielen gesundheitlichen Pluspunkten von Hafer lesen Sie hier.

Nährwerte von Hafer pro 100 Gramm  
Kalorien 326
Eiweiß 10 g
Fett 7 g
Kohlenhydrate 55,7 g
Ballaststoffe 13,3 g


Einkaufs- und Küchentipps für Hafer

Einkauf

Kaufen Sie Hafer in möglichst kleinen Mengen bzw. jeweils nur so viel davon, wie Sie bald verbrauchen, denn die Körner enthalten relativ viel Fett. Speziell wenn sie zerkleinert sind (z. B. bei Hafergrütze, -kleie usw.) wird der Geschmack deshalb rasch ranzig.


Lagerung

Bewahren Sie sowohl die Körner als auch Produkte aus Hafer grundsätzlich an einem kühlen Ort und vor Licht geschützt auf.


Vorbereitung

Das Einweichen ist bei Hafer (im Gegensatz zu anderem Getreide) nicht notwendig, außer, man möchte daraus einen Brei kochen: Dann bitte die Körner über Nacht einweichen und am nächsten Morgen vor dem Kochen kalt abspülen.


Zubereitungstipps für Hafer

Die Körner kann man gekocht als Alternative zu Reis zubereiten und als Beilage servieren für eine Gemüsepfanne verwenden. Einen Versuch wert ist auch die sogenannte Hafergrütze – grob zerkleinerte Körner, die schneller garen als ganzer Hafer, und die auch von Empfindlichen gut vertragen werden. Hafergrütze ist die perfekte Basis für Brei und für deftige Eintöpfe.

Übrigens: Gekeimte Haferkörner schmecken köstlich in Salaten oder auf Butterbrot.

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Bisherige Kommentare

 
Was denn nun - Haferflocken einweichen oder nicht? "Haferkörner sollten Sie vor dem Zubereiten besser nicht einweichen: Das empfindliche Haferfett zersetzt sich beim Quellen und verursacht einen bitteren, unangenehmen Geschmack." - Und dann bringen Sie darunter u.a. das Bircher-Müsli als Haferrezeptempfehlung, in welchem es heißt, das man die Haferflocken über Nacht einweichen muß. Was ist denn nun richtig? Als Begründung für das Einweichen wird teilweise die Entwicklung wertvoller Enzyme genannt. Können Sie da mal Licht ins Dunkel bringen, weil das Netz in dieser Sache voll ist mit widersprüchlichen Meldungen.

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