Pfirsich

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 11. Jun. 2020

Der Pfirsich gehört bei uns zu den absoluten Lieblingen unter den Früchten. Kein Wunder, denn er sieht nicht nur schön aus – er schmeckt auch köstlich und passt einfach perfekt zur Sommerküche.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Pfirsich
  2. Das sollten Sie über Pfirsiche wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Pfirsich-Rezepte
  4. Wie gesund sind eigentlich Pfirsiche?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Pfirsiche
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Pfirsiche

Pfirsich...

  • ...tut Haut und Augen gut: Der Gehalt von Vitamin A für gute Haut und gutes Sehvermögen kann sich beim Pfirsich sehen lassen – besonders, wenn er getrocknet wurde: dann bringt er es auf 83 Mikrogramm.
  • ...bekommt meist gut: Reifer Pfirsich ist aus gutem Grund schon bei Babys und Kleinkindern sehr beliebt: Sein Fruchtfleisch enthält nur noch sehr wenig Säure und schmeckt süß – das macht es auch für Magenkranke gut verträglich.
  • ...hilft dem Herzen: In einem Pfirsich stecken etwa 15 Mikrogramm Vitamin K. Das entspricht circa 20 Prozent des täglichen Durchschnittsbedarfs und hilft dabei, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen.
  • ...entwässert auf sanfte Art: Mit seinem relativ hohen Kalium-Gehalt (195 Milligramm pro 100 Gramm) hilft der Pfirsich dem Körper dabei, den Flüssigkeitshaushalt in der Balance zu halten und überschüssiges Wasser schneller auszuscheiden.
  • ...schützt die Zellen: Unter den Obstsorten gehört der Pfirsich mit immerhin 1 Milligramm pro 100 Gramm zu den eher Vitamin-E-reichen Vertretern. Das nützt den Zellen, denn Vitamin E schützt sie vor schädlichen freien Radikalen und hat einen erwiesenenermaßen hohen Anti-Aging-Effekt.
  • ...stärkt das Immunsystem: Beim Vitamin C gilt: Mit etwa 10 Milligramm pro 100 Gramm liegt der Pfirsich zwar nur im unteren Mittelfeld, trägt aber trotzdem zur Deckung unseres Tagesbedarfs bei.
  • ...enthält wichtige Pflanzenstoffe: In Haut und Fruchtfleisch von Pfirsich stecken reichlich sekundäre Pflanzenstoffe, darunter vor allem Polyphenole wie unter anderem Chlorogensäure (bewahrt die DNA vor Schäden) und Quercetin (hilft bei Depressionen). Der Gehalt ist je nach Sorte unterschiedlich hoch: Bei weissfleischigen Pfirsichen sind 28-111 Milligramm pro 100 Gramm. Gelbfleischige Pfirsiche bringen es auf „nur“ 21-61 Milligramm.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Pfirsich gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.

Das sollten Sie über Pfirsiche wissen

Mal ehrlich: „Du hast eine Haut wie ein Pfirsich“, das Kompliment haben wir alle gern. Schließlich ist eine der typischsten Eigenschaften vom Pfirsich, dass seine mit feinstem Flaum besetzte Haut sich wunderbar samtig anfühlt. Doch wie sich das für eine wahre Schönheit gehört, hat der zum Steinobst zählende Pfirsich neben seinem tollen Aussehen auch eine Menge innerer Werte zu bieten.

Eine besondere Spezialität unter den Pfirsichen ist eine bei uns noch neue Sorte: Seit wenigen Jahren sieht man immer öfter flach und breit geformte Pfirsiche, die unter dem Namen Weinbergpfirsich verkauft werden. Sie sehen auf den ersten Blick zwar nicht ganz so toll aus wie ihre runden Verwandten, gelten aber zu Recht als ganz besonders aromatisch und eignen sich darum vor allem für Kompotte und Marmeladen.

Herkunft

Ursprünglich kommt der Pfirsich aus China. Heute wachsen die Rosengewächse aber in allen Ländern der Erde, in denen warmes und trockenes Klima herrscht. Bei uns in Deutschland gedeihen die Bäume allerdings nur in Gegenden mit Weinanbau wie zum Beispiel im Rheinland oder in der Pfalz.

Saison

Die ersten frischen Pfirsiche kommen etwa ab Mai aus Spanien und Italien zu uns. Richtig los geht es aber mit der Ernte auch in südlichen Ländern erst im Sommer: Von Juli bis September dauert die Hochsaison. Wer danach noch frischen Pfirsich möchte, kann im Winter auch Früchte aus Südafrika, Chile und Argentinien bekommen.

Geschmack

Das Fruchtfleisch von Pfirsich ist bei optimalem Reifezustand wunderbar saftig und süß. Zu früh geerntete Pfirsiche schmecken eher säuerlich und weniger intensiv

Sorten

Die Zahl der verschiedenen Sorten bei Pfirsichen ist dermaßen groß, dass selbst Fachleute sie nicht genau nennen können. Gemeinsam haben die meisten davon ihre rundliche, manchmal auch leicht spitz zulaufende Form mit einer Längsfurche und einem vertieften Stielansatz. Unabhängig von der Sorte verbirgt sich im Inneren immer ein sehr harter, ungenießbarer Stein. Aber schon bei der Farbe von Schale und Fruchtfleisch wird es schnell unübersichtlich: Pfirsiche können eine grün-gelbe, kräftig gelbe oder rote Schale haben; das Fruchtfleisch variiert farblich von fast weiß über zartgelb bis hin zu dunklem Orange oder sogar hellem Rot.

Unsere liebsten Pfirsich-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Pfirsich-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich Pfirsiche?

Der Pfirsich erfreut nicht nur Genießer, sondern auch Gesundheitsbewusste: Das Fruchtfleisch punktet mit beachtlichen Mengen an Provitamin A, Eisen, Kalzium und Kalium sowie Vitaminen der B-Gruppe. Mit rund 10 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm gehört der Pfirsich zwar nicht zu den Spitzenlieferanten, trägt aber immerhin 10 Prozent zu unserem Tagesbedarf bei.

Nährwerte von Pfirsich pro 100 Gramm  
Kalorien 48
Eiweiß 1 g
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 9 g
Ballaststoffe 2,4 g

Einkaufs- und Küchentipps für Pfirsiche

Einkauf

Achten Sie beim Kauf von Pfirsichen darauf, dass sie eine unverletzte, prall wirkende Haut haben. Falls sie einen aromatischen süßen Duft verströmen: Unbedingt zugreifen, denn dann sind sie vollreif und schmecken am besten.

Lagerung

Frische Pfirsiche reagieren extrem empfindlich auf Druck. Behandeln Sie reife Pfirsiche darum behutsam und lagern Sie die Früchte maximal 4-5 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Leider kommen die meisten Pfirsiche wegen ihrer Empfindlichkeit noch unreif zu uns – mit etwas Glück reifen sie aber nach, wenn man sie einige Tage bei Zimmertemperatur liegen lässt.

Vorbereitung

Das Vorbereiten von Pfirsichen geht im Handumdrehen. Waschen Sie den Pfirsich erst unter fließendem Wasser. Anschließend behutsam trockentupfen, der Länge nach halbieren und den Stein herauslösen. Nun können Sie den Pfirsich in Spalten oder Würfel schneiden.

Zubereitungstipps für Pfirsiche

Eine der leckersten Arten, Pfirsich zu essen, ist einfach reinbeißen! Aber natürlich haben die samtigen Früchte nicht nur in Frankreich einen erstklassigen Ruf als sommerliche Basis für köstliche Desserts, Kuchen, Torten und Getränke. Von den Franzosen stammt auch die ebenso einfache wie hinreißende Idee, Pfirsiche in Pergament zu garen oder sie zu pochieren und mit frischem Himbeermark zu kredenzen.

Mit Pfirsich können Sie übrigens nicht nur Süßes, sondern auch Herzhaftes zubereiten.  Die Kombi mit Rucola und Hähnchenfilet zum Beispiel ergibt einen tollen Pfirsichsalat und zusammen mit Schweinefilet und Käse wird ein köstlicher überbackener Pfirsich-Toast daraus.

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