EAT SMARTER kostenloses Probeheft 5/2020

Tapioka

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 29. Jun. 2020
Photo: © Pixabay/ ivabalk
Photo: © Pixabay/ ivabalk

Tolle Alternative zu anderer Speisestärke: Tapioka bindet Desserts und Flüssigkeiten ohne Gluten und rein pflanzlich. Was die Stärke aus Maniok sonst noch alles kann, lesen Sie in unserer Warenkunde.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Tapioka wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Unsere liebsten Tapioka-Rezepte
  3. Wie gesund ist eigentlich Tapioka?
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  4. Zubereitungstipps für Tapioka
  5. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Was ist Tapioka-Pudding?
    2. Wie lange müssen Tapioka-Perlen kochen?

Das sollten Sie über Tapioka wissen

Ursprünglich ist mit Tapioka eine geschmacksneutrale Stärke gemeint, die man aus den Wurzeln des Maniokstrauchs gewinnt. Im Rohzustand sind die Wurzeln der zu den Wolfsmilchgewächsen zählenden Pflanze giftig; um sie genießbar zu machen, braucht es einen aufwendigen Prozess: Nach dem Schälen, Raspeln und Einweichen presst man die Masse aus und röstet sie in großen Öfen. Ergebnis ist das sogenannte Mandiokamehl sowie – als Nebenprodukt – Tapioka.

Die Stärke kommt nicht wie andere Speisestärken als feines Pulver auf den Markt, sondern in Flockenform oder als kleine, milchig aussehende Perlen. In Asien nutzt man Tapioka besonders zum Binden von Desserts und Suppen.

Bei uns kann kennt man Tapioka vor allem als kultiges Topping des „Bubble Teas“, dem er den Namen gab. Was da so angenehm auf der Zunge zerplatzt, sind nämlich Tapioka-Perlen.

Den Überraschungseffekt des Platzens nutzen mittlerweile auch manche Sterneköche gern und peppen mit Tapioka Soßen zu edlem Fisch oder anderen Gourmet-Gerichten auf. Das tut übrigens auch der Optik gut: Gegart werden die ungekocht weißen Tapioka-Perlen glasklar und sehen dann ein bisschen wie farbloser Kaviar aus.

Apropos Kaviar: Dass Tapioka als absolutes Highlight taugt, obwohl es spottbillig ist, beweist zum Beispiel der amerikanische Starkoch Thomas Keller. Als seine berühmteste Kreation gilt das Nobel-Gericht „Oysters and Pearls“: eine Creme mit Tapioka-Perlen, pochierten Austern und echtem Kaviar.

In der heimischen Küche dagegen verwenden hierzulande die wenigsten Tapioka, doch das könnte sich ändern. Denn ob Flocken oder Perlen – Tapioka eignet sich perfekt als Bindemittel für vegetarische und vegane Gerichte. Immer gut für einen Hingucker!

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat der Maniokpflanze, aus der man Tapioka herstellt, liegt in Brasilien. Dort haben Mehl und Stärke aus den Wurzeln seit vielen Jahrhunderten eine wichtige Bedeutung als nahrhaftes Grundlebensmittel. Heute baut man Tapioka bzw. Maniok weltweit an.

Saison

Für Tapioka gibt es keine spezielle Saison, Sie können Tapioka das ganze Jahr über kaufen.

Geschmack

Tapioka ist geschmacksneutral und kann entsprechend durch Saucen, Süßungsmittel oder Fruchtsirup geschmacklich angepasst werden.

Unsere liebsten Tapioka-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Tapioka-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Tapioka?

Als ausgesprochen gesund lässt sich Tapioka zwar nicht direkt bezeichnen: Wie andere Stärke liefert auch sie relativ viele Kalorien und vor allem Kohlenhydrate (1). Für alle, die abnehmen wollen, also nur bedingt erste Wahl.

Trotzdem wäre es ungerecht, Tapioka als ungesund zu bezeichnen. Immerhin hat die Stärke einen hohen Nährwert, punktet mit fast 0 Gramm Fett und ist ausgesprochen leicht verdaulich.

Für alle, die auf Gluten allergisch oder empfindlich reagieren, ist Tapioka eine perfekte Alternative zu anderen Stärkeprodukten.

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Gramm Tapioka im Überblick (2):

Nährwerte von Tapioka pro 100 Gramm  
Kalorien 353
Eiweiß 0,6 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 85 g
Ballaststoffe 1,8 g
Einkaufs- und Küchentipps für Tapioka

Einkauf

Tapioka bekommen Sie in Asia-Shops oder im Internet, manchmal auch in gut sortierten Supermärkten.

Lagerung

Weil Perlen oder Flocken Feuchtigkeit aus der Luft fast magnetisch anziehen und aufnehmen, sollten Sie Tapioka nach dem Öffnen der Packung luftdicht und trocken aufbewahren.

Vorbereitung

Flocken aus Tapioka können Sie zum Binden einfach in die heiße bzw. kochende Flüssigkeit rühren. Wenn Sie die Kügelchen für andere Gerichte brauchen, ist Kochen angesagt: Je nach Größe der Tapioka-Perlen müssen sie etwa 15 bis 20 Minuten unter ständigem Rühren in Wasser garen, bis sie durchsichtig werden.

Zubereitungstipps für Tapioka

Nicht nur Veganer können mit Tapioka unter anderem Rote Grütze, Puddings, Gelees, Suppen und Soßen wunderbar die erwünschte Bindung geben.

FAQs – die häufigsten Fragen

Was ist Tapioka-Pudding?

Bei Tapioka-Pudding handelt es sich um einen glutenfreien, cremigen Nachtisch. Durch die geschmacksneutralen Tapioka-Perlen kann der Pudding beliebig zubereitet werden – ganz gleich, ob sahnig, vanillig oder fruchtig.

Wie lange müssen Tapioka-Perlen kochen?

Tapioka-Perlen müssen circa 12 bis 15 Minuten gekocht werden. Dabei sollten Sie sie regelmäßig umrühren. Nach circa 15 Minuten nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen die Tapioka-Perlen noch weitere 15 Minuten stehen.

Schreiben Sie einen Kommentar