Welche Pfanne für was?

Von Leonie Busse
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Welche Pfanne für was?

Welche Pfanne für was? Egal wie häufig Sie die Bratpfanne schwingen: Wissen Sie genau, welche Pfanne für was am besten geeignet ist? Für den einen reicht vielleicht eine simple Pfanne, der nächste braucht schon den Wok und andere schwören auf Sautierpfannen. EAT SMARTER erklärt, welche Pfanne am besten zu Ihnen passt und nicht in Ihrer Küche fehlen sollte.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Pfanne für was?
  2. Die Form der Pfanne
    1. Bratpfanne
    2. Schmorpfanne
    3. Wok
    4. Grillpfanne
    5. Sautierpfanne
    6. Fischpfanne
  3. Das Material der Pfanne
  4. Beschichtete Pfannen (für Einsteiger und Hobbyköche)
    1. Teflonpfanne
    2. Keramikpfanne
    3. Emaillepfanne
  5. Unbeschichtete Pfannen (für Profis oder Köche mit etwas Übung)
    1. Edelstahlpfanne
    2. Eisenpfanne
    3. Gusseisenpfanne
    4. Kupferpfanne

Welche Pfanne für was?

Die Pfanne für alles gibt es nicht – doch das stellt jeden Kochanfänger zunächst vor das Problem, welche Pfanne für was am besten geeignet ist? Reicht eine einfache Bratpfanne, um das Spiegelei zu machen? Welche Pfanne darf in den Ofen, um das Steak perfekt zu garen? Und warum gibt es überhaupt Runde, Ovale, Tiefe und Flache?

EAT SMARTER hat für Sie einen Pfannen-Ratgeber erstellt, der die gängigsten Modelle vorstellt und verdeutlicht, welche Pfanne für was und vor allem für wen am besten geeignet ist. Hierbei sind zwei Aspekte ausschlaggebend: die Form der Pfanne und das Material.

Die Form der Pfanne

Viele denken jetzt vielleicht: Eine Pfanne ist rund – was gibt es da noch für Unterschiede? Tja, es gibt aber auch ovale Pfannen und eckige! Pfannen mit flachem Rand oder hohem und welche mit geriffeltem oder glattem Boden. Doch welche Pfanne ist für das, was Sie damit machen möchten perfekt?

Bratpfanne

Der Klassiker unter den Pfannen ist die Bratpfanne. Meist hat sie einen Stielgriff, ist eher flach und der Rand abgerundet. Hiermit können Sie schwenken und wenden. Das absolute Einsteigermodell, das auf keinen Fall in der Küche fehlen sollte.

Schmorpfanne

Ein weiteres gängiges Modell ist die Schmorpfanne mit einem höheren Rand. Sie eignet sich besonders zum Zubereiten von Ragout, Gulasch oder Bolognese, da sie weitaus mehr Flüssigkeit fassen kann.

Schmorpfannen haben häufig zwei kleine Griffe – so kann sie auch leicht in den Backofen geschoben werden, etwa für einen Schmorbraten oder Pulled Pork. Vorsicht, hierbei muss das Material (wenn sie beschichtet ist) auch hitzebeständig sein.

Wok

Eine Pfanne, die wohl immer häufiger in den Küchen zu finden ist: der Wok. Vor allem in der asiatischen Küche kommt diese Pfanne viel zum Einsatz, sie ist fast durchgehend gewölbt, sodass der Boden nur minimal Kontakt zur Herdplatte hat.

Dadurch ist der Boden der heißeste Punkt, hier kann scharf angebraten werden – am Rand herrschen niedrigere Temperaturen: Hier dürfen Zutaten langsam garen. Mit dem Wok können Sie kochen, braten, dünsten oder frittieren. Wer knackiges Gemüse liebt, sollte sich definitiv eine Wokpfanne zulegen.

Grillpfanne

Auch die Grillpfanne wird immer beliebter, da sie besonders in der kalten Jahreszeit den Grill ersetzen kann. Der Boden ist gerillt und gibt so dem Grillgut das typische Muster – doch nicht nur die Optik ist hier ausschlaggebend.

In der Grillpfanne werden die Zutaten so angebraten, dass sich der Saft zwischen den Rillen sammelt. Dadurch wird auch das Fleisch oder Gemüse schön saftig. Zudem kann man sich hier das Öl zum Braten sparen – und somit auch ein paar Kilokalorien.

Sautierpfanne

Wer schon etwas höhere Küche betreibt, dem ist die Sautierpfanne vielleicht schon ein Begriff. Ähnlich der Schmorpfanne hat sie einen recht hohen Rand, der verhindert, dass Fett auf den Herd spritzt. Denn beim Sautieren wird in heißem Fett schnell gebraten.

Fischpfanne

Auch die Fischpfanne ist eine der Spezialisten, die jedoch für Fischfans ein geliebter Küchenhelfer sein kann. Diese Pfanne ist oval und relativ groß, so kann der Fisch im ganzen Stück zubereitet werden.

Natürlich gibt es noch viele weitere Pfannenformen, von Crêpepfannen und Eierpfannen über die Paella- bis hin zur Elektropfanne. Doch um einen ersten Überblick zu bekommen, welche Pfanne man für was braucht, sind diese sechs Pfannentypen schon ausreichend. Die nächste wichtige Eigenschaft einer Pfanne ist deren Beschaffenheit.

Welche Pfanne für wen?

Das Material der Pfanne

So, nun haben Sie sich vielleicht für eine Pfanne entschieden, zumindest für die Form. Doch ein weiterer wichtiger Faktor für die perfekte Pfanne ist ihr Material. Hierbei ist der größte Unterschied, ob sie beschichtet oder nicht-beschichtet ist.

Wer sich also fragt, welche Pfanne für was die beste ist, muss sich zwangsläufig mit diesem Unterschied auseinandersetzen.

Beschichtete Pfannen (für Einsteiger und Hobbyköche)

Beschichtete Pfannen sind meist aus Eisen und dann – wie der Name schon sagt – mit einer Beschichtung überzogen. Mit ihnen kann man besonders empfindliche Lebensmittel gut zubereiten, da an der glatten Oberfläche nichts kleben bleibt und somit reißt. Auch hier kann man meist auf Fett oder Öl verzichten und somit einige Kilokalorien einsparen. 

Diese Pfannen sind meist aus einer Aluminium- oder Edelstahllegierung. Aluminium ist zwar leichter als Edelstahl und leitet Hitze auch gut, bei der Edelstahlpfanne hält die Hitze allerdings länger. EAT SMARTER stellt Ihnen die gängigsten Beschichtungen für Pfannen vor.

Welche Pfanne für was: Teflonpfanne

Teflonpfanne

Teflonpfannen haben eine große Antihaftwirkung und sind dadurch besonders gut, um fettarm zu kochen. Also empfindliche Speisen wie Hühnchen oder Fisch gelingen in dieser günstigen Variante sehr gut. 

Allerdings zerkratzen Teflonpfannen schneller als einige ihrer Konkurrenten und vertragen Temperaturen nur bis etwa 230 Grad. Die Pfanne darf nicht in die Spülmaschine, kann aber mit einem weichen Schwamm und etwas Reinigungsmittel abgewaschen werden.

Welche Pfanne für was: Keramikpfanne

Keramikpfanne

Keramikpfannen sind hingegen sehr hitzebeständig und vertragen Temperaturen bis hin zu 450 Grad. Auch sie haben gute Antihafteigenschaften, die sich allerdings mit der Zeit abnutzen – somit wird irgendwann Öl oder Fett zum Braten doch nötig. Diese Pfanne gilt zwar als kratzfest, aufpassen muss man trotzdem, dass die Beschichtung nicht durch spitze Gegenstände oder scharfe Deckelkanten abplatzt.

Weiterer Vorteil ist, dass diese Pfanne geruchs- und geschmacksneutral ist. Keramikpfannen können vielseitig eingesetzt werden – auch im Ofen, wenn der Griff hitzebeständig ist. Die Pfanne kann ebenfalls mit einem weichen Tuch oder der Schwammrückseite und etwas Reinigungsmittel abgewaschen werden.

Welche Pfanne für was: Emaillepfanne

Emaillepfanne

Auch Pfannen mit einer Emaillebeschichtung sind sehr hitzebeständig und können bis zu 400 Grad aushalten. Sie haben eine glatte, kratzfeste Oberfläche und sind recht umweltfreundlich. Da Emaillepfannen sehr gut Hitze speichern, eignen sie sich besonders gut, um damit im Ofen etwas zuzubereiten. Auch sie ist geruchs- und geschmacksneutral.

Die Antihaftwirkung von Emaillepfannen ist schlechter als die von teflonbeschichteten Pfannen, hier kann also nicht ganz auf Öl oder Fett zum Anbraten verzichtet werden. Diese Pfannen können so ziemlich für alles eingesetzt werden, nur sehr empfindliches Gargut, wie etwa Spiegeleier, sollten nicht unbedingt darin zubereitet werden.

Diese Pfannen sind zwar häufig spülmaschinenfest, dennoch ist eine Reinigung von Hand schonender. Auch hier ist ein weicher Schwamm die beste Wahl. Zudem sollte die Pfanne vorher gut abkühlen, da sie mit Temperaturschocks nicht umgehen kann. 

Unbeschichtete Pfannen (für Profis oder Köche mit etwas Übung)

Sie sind besonders gut zum Kochen mit sehr hohen Temperaturen geeignet, gerade Schmoren oder kross Anbraten funktioniert mit unbeschichteten Pfannen am besten. Allerdings wird hierfür Fett oder Öl benötigt, damit nichts anbrennt oder kleben bleibt. 

Bei der Frage, welche Pfanne Sie für was benötigen, sollten Sie also auch bedenken, ob Sie eventuell fettarmer kochen möchten.

Welche Pfanne für was: Edelstahlpfanne

Edelstahlpfanne

Unbeschichtete Edelstahlpfannen sind ebenfalls sehr hitzebeständig, allerdings brauchen sie etwas mehr Zeit, um heiß zu werden. Dafür wird die Hitze dann länger gespeichert. Einige Pfannen haben eine extra Beschichtung, die für eine bessere Wärmeleitung sorgt. 

Diese Pfannen sind ziemlich unempfindlich und geschmacksneutral. Sie eignen sich besonders gut, um Speisen zu flambieren oder scharf anzubraten und verleihen Steak, Schnitzel und Co. eine schöne Bräune sowie leckeres Röstaroma. Diese Pfanne können Sie sogar nach dem Kochen einfach in die Spülmaschine geben.

Welche Pfanne für was: Eisenpfanne

Eisenpfanne

Eisenpfannen sind im Vergleich zu Stahl- oder Eisenpfannen relativ günstig. Sie heizen sich auch schnell auf und sind sehr hitzebeständig. Vor allem krosse Speisen können prima darin zubereitet werden. Vorsicht mit säurehaltigen Lebensmitteln, da diese mit dem Eisen reagieren und den Geschmack verändern können. 

Eisenpfannen müssen eingebrannt werden, das heißt, sie werden mit einem hocherhitzbaren Öl eingerieben und im Ofen für etwa eine Stunde bei 160 Grad erhitzt. Das überschüssige Öl können Sie mit einem Tuch abwischen. So entsteht eine gleichmäßige Patina und die Pfanne liefert optimale Ergebnisse.

Um diese "natürliche Antihaftbeschichtung" nicht zu zerstören, sollten Spülmittel nach Möglichkeit vermieden werden – auch viel Wasser verträgt die Pfanne nicht unbedingt. Eisenpfannen sollten daher nur schnell mit etwas Wasser gespült, dann gut getrocknet und eventuell noch auf einer warmen Herdplatte komplett getrocknet werden.

Welche Pfanne für was: Gusseisenpfanne

Gusseisenpfanne

Gusseisenpfannen sind relativ schwer und eignen sich besonders gut zum Braten, Schmoren oder Backen. Dennoch ist hier schon etwas Übung erforderlich, da empfindliche Speisen schnell anbrennen können.

Wie bei der Eisenpfanne sollte hier eine Patina aufgebaut und säurehaltige Lebensmittel vermieden werden. Auch die Reinigung sollte wie mit einer Eisenpfanne erfolgen.

Welche Pfanne für was: Kupferpfanne

Kupferpfanne

Kupferpfannen haben ihren Preis, halten dafür aber auch ewig, wenn sie gut behandelt werden. Sie sind sehr gute Wärmeleiter und -speicher und vielseitig einsetzbar: Kochen, Braten, Dämpfen oder Sautieren – für die Kupferpfanne kein Problem.

Wie ihre Eisenpfannen-Konkurrenten verträgt sie aber auch Speisesäure nicht sehr gut – Tomatensauce und Co. sollten also in einer anderen Pfanne zubereitet werden. Auch diese Pfanne sollte mit einem weichen Schwamm oder Tuch und einem sanften Spülmittel gereinigt und im Anschluss direkt gut getrocknet werden!

Hoffentlich hat Ihnen dieser Ratgeber etwas geholfen bei der Frage, welche Pfanne für was am besten geeignet ist.

Welche Pfanne für was am besten ist, sehen Sie auch in diesem Video. 

Welche Pfanne für was am besten ist, sehen Sie hier in unserer Übersicht.

Welche Pfanne für was?

Schreiben Sie einen Kommentar