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Wissenschaftlich geprüft

Ernährung bei Blasenentzündung

Von Jasmin Böttcher
Aktualisiert am 29. Okt. 2018
Ernährung bei Blasenentzündung

Ständiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen sind typische Anzeichen einer Blasenentzündung. Mit der richtigen Ernährung können Sie die Entzündung hemmen und gleichzeitig das Immunsystem stärken.

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Inhaltsverzeichnis

Blasenentzündung – was ist das?
Symptome einer Blasenentzündung
Blasenentzündung – mögliche Auslöser
Blasenentzündung – was hilft?
Blasenentzündung – was essen?
Wissen zum Mitnehmen

Blasenentzündung – was ist das?

Die häufigste Ursache einer Blasenentzündung sind Bakterien. In den meisten Fällen stammen diese Erreger aus dem Darm. Dort kommen sie natürlicherweise vor und besitzen keinen Krankheitswert. Gelangen sie aber in die Harnröhre, vermehren sie sich stark und steigen bis in die Blase auf. Das führt zu einer Entzündung des Gewebes.

Frauen sind besonders häufig betroffen, weil ihre Harnröhre mit circa 4 Zentimeter kürzer ist als die 20 Zentimeter lange Harnröhre der Männer. So können Erreger leichter in die Blase gelangen. Außerdem liegen Harnröhre und Darmausgang bei Frauen näher beieinander, was ebenfalls eine Infektion begünstigt. 

Symptome einer Blasenentzündung

Ein typisches Anzeichen für eine Blasenentzündung ist ständiger Harndrang. Schon bei kleinsten Urinmengen müssen die Betroffenen auf Toilette. So versucht der Körper, die Bakterien auszuschwemmen.

Das Wasserlassen ist mit brennenden Schmerzen verbunden. Der Urin ist häufig trüb und hat einen strengen Geruch.

Blasenschwäche und starke, krampfartige Schmerzen im Unterbauch sind weitere Symptome. Eine Blasenentzündung kann entweder akut auftreten oder immer wiederkehren, also chronisch werden.

Eine Blasenentzündung ist ansteckend und kann mittels Schmierinfektion übertragen werden. Auf öffentlichen Toiletten ist die Gefahr der Ansteckung am höchsten. Werden zuerst verunreinigte Stellen und dann die Intimregion berührt, kann eine Übertragung stattfinden.

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen verringert das Ansteckungsrisiko deutlich. Die richtige Ernährung bei einer Blasenentzündung kann außerdem die Entzündung hemmen und gleichzeitig das Immunsystem stärken.

Merke!

Die häufigste Ursache einer Blasenentzündung sind Darmbakterien, die in die Blase gelangt sind. Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und ein trüber und stark riechender Urin sind die Folge.

Blasenentzündung – mögliche Auslöser

Eine Blasenentzündung kann durch folgende Faktoren begünstigt werden:

  • Hormonveränderungen (zum Beispiel durch Schwangerschaft oder Menopause)
  • Zu geringe Trinkmenge (deutlich weniger als 2l pro Tag)
  • Geschwächtes Immunsystem (zum Beispiel durch Stress)
  • Unterkühlung (vor allem durch kalte Füße)
  • Falsche Intimpflege (zu häufiges Waschen oder Verwenden von Seife)
  • Häufiger Geschlechtsverkehr
  • Pilze, Viren oder Parasiten (sind nur sehr selten die Ursache)

Blasenentzündung – was hilft?

Beim Verdacht auf eine Blasenentzündung sollte ein Arzt aufgesucht werden, der den Urin untersucht. Ist dieser trübt und riecht stark, deutet das auf eine Entzündung hin, denn normalerweise ist Urin klar und geruchslos. Ein Harnstreifentest gibt weiteren Aufschluss.

Kehrt eine Blasenentzündung immer wieder auf und treten zusätzlich zu den oben genannten Symptomen auch Fieber, Blut im Urin oder starke Schmerzen im Bauch und der Nierengegend auf, wird meist eine Blutuntersuchung durchgeführt.

Um eine Blasenentzündung zu heilen, ist es besonders wichtig, mindestens zwei Liter pro Tag zu trinken. Nieren- und Blasentees sind besonders gut geeignet, denn sie enthalten Kräuter wie Bärentraubenblätter oder Schachtelhalm, die eine antibakterielle Wirkung haben. Sie können Ihre Kräuter-Heiltees auch selber machen.

Ruhe, eine Wärmflasche und Sitzbäder lindern die Beschwerden. Nicht selten werden Antibiotika verschrieben. Da dieses aber nachgewiesenermaßen die Darmflora schädigt, steigt das Risiko, dass Betroffene immer wieder unter einer Blasenentzündung leiden. Deswegen werden pflanzliche Mittel empfohlen. 

Bewährt haben sich Präparate, die Kapuzinerkresse, Meerrettich oder Senfölglykoside enthalten.

Merke!

Betroffene sollten einen Arzt aufsuchen, um den Urin untersuchen zu lassen. Besonders wichtig sind eine hohe Flüssigkeitszunahme von mindestens zwei Litern pro Tag und Ruhe. Sitzbäder und Wärme können die Beschwerden lindern.

Blasenentzündung – was essen?

Eine ausgewogene Ernährung bei Blasenentzündung kann die Entzündung hemmen und gleichzeitig das Immunsystem stärken. Das Wichtigste ist, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Empfohlen werden mindestens zwei Liter pro Tag. 

Fertiggerichte und Fertigprodukte wie Fruchtjoghurts oder Säfte sollten gemieden werden, denn sie enthalten oft zu viel Zucker und Emulgatoren. Auf ungesunde Snacks sollte ebenfalls verzichtet werden. 

Wenn Sie zu Snacks greifen, sollten Sie sich für grüne Smoothies, Nüsse, zuckerarmes Obst oder dunkle Schokolade entscheiden.

Bittermittel und entzündungshemmende Lebensmittel aus der Apotheke können die Immunabwehr zusätzlich unterstützen. 

Probiotika, also Milchsäurebakterien, die zum Beispiel in Kefir, Sauerkrautsaft und Joghurt enthalten sind, unterstützen die Darmflora und damit auch das Immunsystem. Sie sind besonders wichtig, wenn ein Antibiotikum eingenommen und dadurch die Darmflora geschädigt wurde.

Merke!

Die Ernährung bei Blasenentzündung sollte aus einer ausgewogenen Vollwertkost bestehen. Vor allem empfiehlt sich, Lebensmittel zu sich zu nehmen, die die Darmflora und das Immunsystem stärken.

Folgende Tabelle zeigt Lebensmittel auf, die bei der Ernährung bei Blasenentzündung hilfreich sein können:

Lebensmittel

Gut verträglich

Schlecht verträglich

Getränke
(2 Liter pro Tag)
Wasser, ungezuckerter Kräutertee und bis zu drei Tassen frisch gemahlener und gebrühter Kaffee Fruchtsaft, Softdrinks, Milchmixgetränke und Alkohol
Obst
(1-2 Portionen pro Tag)
Alle zuckerarmen Obstsorten
In Maßen: Banane, Kaki, Weintrauben, Kirsche, Ananas, Mango, Honigmelone und Birne
Gezuckerte Obstkonserven, gezuckertes Obstmus und kandiertes Trockenobst
Gemüse
(3 Portionen pro Tag)
 
Keine Einschränkungen Keine Einschränkungen
Nüsse & Samen
(40 Gramm pro Tag)
Keine Einschränkungen außer die im rechten Feld Erdnüsse und gesalzene Nüsse
Fette & Öle
(2 EL pro Tag)
Olivenöl, Rapsöl, Hanföl, Walnussöl, Leinöl und Weizenkeimöl
In Maßen: Butter
Schweine- und Gänseschmalz, Butterschmalz, Palmfett, Mayonnaise, Sonnenblumenöl und Distelöl
Getreide & Beilagen Haferflocken, Müsli ohne Zuckerzusatz, Vollkornnudeln, Vollkornreis und Pellkartoffeln
In Maßen: Vollkornprodukte (insbesondere Hafer, Gerste, Dinkel, Roggen), Buchweizen, Amarant und Quinoa
Produkte aus Weizenmehl, geschälter Reis, Pommes, Kroketten, Kartoffelbrei, Pfannkuchen, Kartoffelpuffer, Fertiggerichte und Fast Food
Fleisch & Wurst
(200-250 Gramm pro Woche)
Magerer Aufschnitt wie Corned Beef und Pute, Hühner- und Putenfleisch und Rinderfilet Fleisch und Aufschnitt vom Schwein, Wurst mit Farb- und Zusatzstoffen und paniertes Fleisch
Fisch & Meeresfrüchte Keine Einschränkungen außer die im rechten Feld Panierter Fisch
Eier, Milch & Käse Eier, Milch und Naturjoghurt bis 3,5 Prozent Fett, Buttermilch, Speisequark bis 20 Prozent Fett und Käse bis 45 Prozent Fett i. Tr. Mayonnaise, Creme Fraiche, Pudding, Milchreis, Fruchtjoghurt, Fruchtquark, Kakaozubereitungen und Fruchtbuttermilch

Wissen zum Mitnehmen

Die häufigste Ursache einer Blasenentzündung sind Darmbakterien, die in die Blase gelangt sind. Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und ein trüber und stark riechender Urin sind die Folge. Das Ansteckungsrisiko ist gering, es besteht aber.

Betroffene sollten einen Arzt aufsuchen, um den Urin untersuchen zu lassen. Besonders wichtig sind eine hohe Flüssigkeitszunahme von mindestens zwei Litern pro Tag und Ruhe. Sitzbäder und Wärme können die Beschwerden lindern.

Die Ernährung bei Blasenentzündung sollte aus einer ausgewogenen Vollwertkost bestehen. Vor allem empfiehlt sich, mehr Lebensmittel zu sich zu nehmen, die die Darmflora und das Immunsystem stärken – außerdem der Verzicht auf Zucker und ungesunde Fette.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten

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