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Perfekt gegrillt: So gelingen Steaks und Co.

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 19. Jun. 2026

Endlich: Zeit für BBQ – und wir genießen die Saison in vollen Zügen. Aber worauf kommt es eigentlich an, damit das Fleisch butterzart gelingt? Der Erfolg am Rost ist keineswegs Zufall. Wer sich bei der Hitze verschätzt, kann das Ergebnis auch mit der besten Marinade nicht mehr retten. Wir verraten die besten Tipps für den perfekten Grillgenuss.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Direkte und indirekte Hitze: Diese beiden Zonen gibt es auf Ihrem Grill 
  2. So richten Sie die Hitzezonen ein
  3. Kerntemperaturen im Überblick: Welche Hitze für welches Fleisch?
  4. Die richtige Vorbereitung: Mythos Zimmertemperatur
  5. Maximaler Geschmack dank der richtigen Marinade
  6. Gemeinsam an einem Tisch: Iss, was dir schmeckt

Direkte und indirekte Hitze: Diese beiden Zonen gibt es auf Ihrem Grill 

Beim Grillen kommt es vor allem darauf an, die Hitze richtig zu kontrollieren. Während bei einem Steak die perfekte Kruste nach starker, direkter Hitze verlangt, wird das Innere erst bei sanfteren Temperaturen zart. Egal, ob Sie klassisch Holzkohle oder auch Gas nutzen, um den richtigen Gargrad zu erlangen, sollten Sie den Grill in zwei Bereiche unterteilen. So verhindern Sie, dass die Oberfläche verbrennt, während der Kern des Fleisches noch kalt ist.

  • Direkte Hitze (über 250 Grad): Hier befindet sich das Grillgut unmittelbar über der Glut oder den aktiven Gasbrennern. Diese Zone eignet sich perfekt für das schnelle Anbraten von Burgern, Steaks oder Gemüse. In Sekundenschnelle entstehen so die beliebten Röstaromen und eine krosse Textur.
  • Indirekte Hitze (120 bis 160 Grad): Das ist der „Backofen-Modus“ des Grills. Da kein Feuer direkt unter dem Fleisch brennt, gart es sanft und gleichmäßig. Diese Zone ist ideal für dickere Fleischstücke oder zum Nachziehen.

Tipp: Hat Ihr Grill einen Deckel? Dann lassen Sie ihn so oft wie möglich geschlossen. Jedes Öffnen führt zu einem plötzlichen Temperaturabfall, der den Garprozess verlängert und das Fleisch austrocknen kann. 

Wer bereits Profi am BBQ ist, kann auch aufs „Reverse Searing“ (Rückwärtsgaren) zurückgreifen. Bei dieser Methode wird die klassische Reihenfolge einfach umgedreht. Das Fleisch gart zunächst in der indirekten Zone ganz entspannt auf Temperatur. Erst ganz zum Schluss folgt das heiße Finale über der direkten Glut für eine perfekte Kruste. 

Perfekt gegart, egal ob vom Grill oder aus der Pfanne: Schweinerücken ist immer ein Highlight. Probieren Sie unbedingt dieses Rezept:

Rezept
Salat mit Fleischstreifen
Fertig in 35 Min. • 545 kcal

So richten Sie die Hitzezonen ein

Die Aufteilung des Grills lässt sich mit wenigen Handgriffen für jedes Gerät umsetzen:

  • Beim Gasgrill (mit mindestens 2–3 Brennern): Zünden Sie die Brenner auf der einen Seite (z. B. links und Mitte) an und regeln Sie diese hoch. Die rechte Seite bleibt komplett ausgeschaltet. Das Fleisch gart auf der ausgeschalteten Seite, während die Hitze bei geschlossenem Deckel optimal zirkuliert.
  • Beim Holzkohlegrill: Schieben Sie die glühenden Kohlen nach dem Anzünden auf eine Hälfte des Grills oder nutzen Sie spezielle Kohlekörbe. So trennen Sie die feurige, direkte Seite sauber von der indirekten Zone.

Kerntemperaturen im Überblick: Welche Hitze für welches Fleisch?

Eine lohnende Investition für den Grillsommer ist ein digitales Einstichthermometer. Es nimmt Ihnen die Ungewissheit am Rost und sorgt für exakte Ergebnisse. Orientieren Sie sich beim Garen einfach an den folgenden Richtwerten:

  • Rindersteak (z. B. Rumpsteak, Rib Eye, Entrecote; medium): 52 bis 56 Grad Kerntemperatur.
    Warum lieben wir Steak eigentlich am meisten medium gegart? Das erfahren Sie hier: Der Punkt, an dem Steak glücklich macht.
  • Lamm (medium): 58 bis 60 Grad Kerntemperatur.
  • Schweinemedaillons: 58 bis 65 Grad Kerntemperatur.

Wer kein Thermometer hat, kann auch die Drucktestmethode nutzen. Dabei drücken Sie sanft auf das Fleisch und vergleichen den gespürten Widerstand mit dem Ihres Daumenballens. Berühren Sie Ihren Daumenballen mit dem Mittelfinger, so gibt er leicht nach. Genauso sollte sich auch das Fleisch anfühlen, wenn es medium gegrillt ist. 

Tipp: Schneiden Sie Ihr Steak niemals direkt nach dem Grillen an. Durch die Hitze stehen die Fleischsäfte im Inneren unter Druck. Gönnen Sie dem Fleisch stattdessen etwa 5 Minuten Ruhezeit in der indirekten Zone oder auf einem warmen Brett. Die Muskelfasern entspannen sich dabei und der kostbare Fleischsaft bleibt dort, wo er hingehört – im Fleisch.

Wie gelingt Schweinefleisch auf den Punkt? Lesen Sie es hier: Saftig aber nicht trocken.

Wissen, was schmeckt

Hier gibt es alle Infos rund um Fleischgenuss: Worauf es beim Einkauf ankommt, wie du Schwein & Co richtig lagerst und noch viel mehr. In Kategorien wie zum Beispiel Einkauf und Qualität, Gesundheit und Ernährung oder auch Umwelt und Verantwortung finden Sie spannende Fakten, übersichtlich und leicht verdaulich verpackt. Alle Interessierten finden Links zu weiterführenden Studien und allen Quellen. Perfekt, um sich rundum zu informieren. 

Die richtige Vorbereitung: Mythos Zimmertemperatur

So wichtig die passende Hitze auf dem Rost auch ist – Sie können bereits im Vorfeld erheblichen Einfluss auf ein köstliches Grillerlebnis nehmen. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Annahme, Fleisch müsse vor dem Grillen auf Zimmertemperatur gebracht werden, ein Mythos ist? In der Praxis zeigen sich deutliche Vorteile für das Gegenteil. Kommt das Fleisch gut gekühlt auf den Rost, hat die Außenseite mehr Zeit, eine krosse Kruste aufzubauen, ohne dass das Innere übergart. Zudem sind Sie so auch aus hygienischer Sicht bezüglich der Keimbildung auf der sicheren Seite.

Maximaler Geschmack dank der richtigen Marinade

Schon gewusst? Auch beim Würzen und Marinieren entscheidet tatsächlich das richtige Timing über den Erfolg. Süße Marinaden sollten Sie nämlich erst zum Schluss nutzen. Zutaten mit hohem Zuckeranteil, wie zum Beispiel Honig oder viele BBQ-Saucen verbrennen bei direkter Hitze über 250 Grad sofort und hinterlassen einen bitteren Geschmack. Grillen Sie das Fleisch daher zunächst pur und pinseln Sie die Sauce erst in den letzten 5–10 Minuten in der indirekten Zone als feine Glasur auf.

Besonders raffiniert schmecken asiatisch angehauchte Marinaden, zum Beispiel mit Teriyaki-Sauce. Probieren Sie unsere Schweinespieße:

Rezept
Schweinespieße
Fertig in 35 Min. • 502 kcal

Mehr Zeit hingegen können Sie für das sogenannten „Dry Brining“ einplanen: Salzen Sie Ihr Steak bereits 24 Stunden vor dem Grillen kräftig und lagern Sie es unbedeckt auf einem Gitter im Kühlschrank. Das Salz zieht tief in das Fleisch ein, bricht Proteinstrukturen auf und macht es dadurch besonders zart. Die Oberfläche trocknet im Kühlschrank optimal ab, was beim Grillen für eine unschlagbar schnelle Kruste sorgt.

Noch mehr Rezepte, Tipps und nützliches Wissen finden Sie in unserem großen Fleischguide:

Zum Fleischguide

Gemeinsam an einem Tisch: Iss, was dir schmeckt

Wir alle sind unterschiedlich – und das ist gut so! Die Initiative Fleisch setzt sich für Freiheit und Vielfalt auf dem Teller ein. Denn moderne Fleischküche und eine bewusste Ernährung gehen Hand in Hand. Ob praktische Alltagstipps, fundiertes Wissen über Herkunft und Qualität oder kreative Rezeptideen: Hier gibt es Inspirationen, um Fleisch ganz neu und mit einem guten Gefühl zu entdecken, getreu dem Motto: Iss, was dir schmeckt. Mehr Informationen finden Sie unter isswasdirschmeckt.de

Blick über den Tellerrand: So kann Genuss verbinden
 

Was passiert eigentlich, wenn man zwei Welten gemeinsam an einen Tisch bringt? Genau das macht das neue Youtube-Format „Über den Tellerrand“ der Kampagne „Iss, was dir schmeckt“ und schickt kulinarische Gegensätze miteinander ins Gespräch. Denn gerade in der Diskussion lassen sich so manche Gemeinsamkeiten entdecken. In dieser Folge sind die Rollen quasi vertauscht, denn Mutter Andrea lebt vegetarisch, während ihre Töchter Lena und Sophia sich selbstbewusst zur „Generation Steak“ zählen. Nehmen Sie mit uns Platz am Küchentisch und erleben, wie Genuss Brücken baut: