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Baobab

Von Kira Tessel
Aktualisiert am 17. Mär. 2020
© Pixabay/ hbieser
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Er kann bis zu 25 Meter hoch werden und fällt durch seinen dicken Stamm auf: Der Affenbrotbaum aus Afrika – Baobab. Für Einheimische ist er schon lange ein wichtiger Bestandteil der Ernährung, aber auch bei uns werden Baobab-Produkte immer beliebter.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Baobab wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Wie gesund ist eigentlich Baobab?
  3. Einkaufs- und Küchentipps für Baobab
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  4. Zubereitungstipps für Baobab
  5. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Wie viel Baobab darf man am Tag verzehren?
    2. Welche Nebenwirkungen hat Baobab?
    3. Was ist Baobab-Öl?

Das sollten Sie über Baobab wissen

Der Affenbrotbaum gehört zu den wichtigsten Obstbäumen Afrikas und gilt dort als Baum des Lebens. Er gedeiht auch unter schwierigen Umweltbedingungen: Dank des dicken Stamms, der einen Umfang von bis zu 30 Metern entwickeln kann, ist der Affenbrotbaum gut auf lange Dürreperioden vorbereitet, indem er viel Wasser speichern kann. Teilweise wird der Baobab auch als "upside down Tree" bezeichnet, also "umgekehrter Baum", da die Baumkrone eher an Wurzeln erinnert. Einige Bäume sind bereits über 1000 Jahre alt (1).

Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) existiert seit 2016 das Projekt "BAOFOOD" mit dem Ziel, das Potenzial des Baobab-Baums weiter zu untersuchen. Insbesondere die Fruchtpulpe beziehungsweise das wertvolle Fruchtfleisch soll als nährstoffreiches Lebensmittel gefördert werden, um unter anderem den Hunger und Nährstoffmangel in Ostafrika zu bekämpfen. Seit 2009 ist Baobab auch in Europa als "neuartiges Lebensmittel" zugelassen (2).

Herkunft

Der Baobab-Baum stammt aus Afrika, südlich der Sahara. Die Früchte trocknet der afrikanische Affenbrotbaum nach dem Reifen selbst aus. Bei der Herstellung von Baobab-Pulver wird das getrocknete Fruchtmark der aufgebrochenen Früchte von Samen und Fasern getrennt und gesiebt (3).

Saison

Große Baobabs können bis zu 200 Früchte pro Saison ausprägen. Baobab-Pulver und Baobab-Produkte gibt es ganzjährig zu kaufen. 

Geschmack

Baobab hat einen süß-säuerlichen und fruchtigen Geschmack mit einer herben Note. 

Wie gesund ist eigentlich Baobab?

Laut der Bundeszentrale für Ernährung hat die Hochschule Rhein-Waal die Fruchtpulpe des Baobab-Baums genauer untersucht. Ihr Vitamin-C-Gehalt kann denen von Orangen um ein Vielfaches überbieten. Außerdem enthalten die Früchte wertvolle Ballaststoffe, Antioxidantien und Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kalium und Phosphor. Vor allem der Ballaststoffgehalt wirkt sich positiv auf die Verdauung und Sättigung aus (4).

Einkaufs- und Küchentipps für Baobab

Einkauf

Baobab-Pulver aus der Frucht des Affenbrotbaums gibt es vor allem online zu kaufen. Auch einige Reformhäuser und Bioläden haben Produkte mit Baobab im Sortiment. Dabei kosten 200 Gramm des Pulvers je nach Anbieter um die 15 Euro. Wer Pulver nicht mag, kann Baobab auch als Kapsel zum Schlucken kaufen. Auf dem Markt gibt es auch weitere Baobab-Produkte wie Baobab-Öl, Seifen oder Kerzen. 

Lagerung

Baobab-Pulver sollte trocken, lichtgeschützt und kühl aufbewahrt werden, dann ist es mehrere Monate haltbar. 

Zubereitungstipps für Baobab

Neben den nahrhaften Fruchtpulpen können auch die Blätter des Baobab-Baums zum Kochen verwendet werden. Außerdem kann aus den Früchten Pulver hergestellt werden, das in diversen Speisen, Shakes, Müsli oder Gebäck verwendet werden kann. Die Frucht ist außerdem reich an Pektin und eignet sich daher auch zum Binden von Suppen oder Soßen (4).

FAQs – die häufigsten Fragen

Wie viel Baobab darf man am Tag verzehren?

Seit 2008 ist das getrocknete Baobab-Fruchtfleisch von der EU-Kommission als "neuartiges Lebensmittel" offiziell auch für den deutschen Markt zugelassen und wird für den Verzehr als sicher eingestuft. Bei der täglichen Zufuhrmenge sollte man sich an den Empfehlungen der Hersteller orientieren, diese liegen meist bei etwa 10 bis 20 Gramm pro Tag (6).

Welche Nebenwirkungen hat Baobab?

Die meisten Menschen können Baobab in der Regel ohne Bedenken verzehren, jedoch gilt Baobab dennoch als neuartiges Lebensmittel, weshalb potenzielle Nebenwirkungen bedacht werden sollten. In Samen und Fruchtfleisch sind sogenannte Antinährstoffe wie Phytate und Oxalsäure enthalten, die die Nährstoffaufnahme verringern könnten. Dies hat jedoch nur geringfügige Effekte, da die aufgenommenen Mengen klein sind und eine ausgewogene Ernährung noch aus weiteren Lebensmitteln besteht. Auch die Forschung zu Baobab bei schwangeren und stillenden Frauen ist bisher begrenzt, daher sollte hier der Verzehr nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen (7).

Was ist Baobab-Öl?

Neben dem getrockneten Baobab-Pulver wird auch Öl aus den getrockneten Samen gewonnen. Dieses gibt es auch kaltgepresst als Baobab- oder Affenbrotbaumöl. Es findet mittlerweile auch Anwendung in der Kosmetikindustrie zum Beispiel in Cremes, Shampoo und Co. 

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