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Der Good-Food-Blog

Zuckersüchtig? Mit diesen 7 Tipps entkommen Sie der Sucht

Von Dr. Alexa Iwan
Aktualisiert am 06. Sep. 2018

Viele Menschen versuchen, den täglichen Zuckerkonsum zu reduzieren. Sie schrauben an ihrem Frühstück herum, widerstehen den vormittäglichen süßen Versuchungen, essen ein „vernünftiges“ Mittagessen – und werden dann regelmäßig am Nachmittag gegen 15/16 Uhr von einem unstillbaren Verlangen nach etwas Süßem überfallen. Dieses Verlangen kann so stark sein, dass es fast unmöglich ist, ihm zu widerstehen. Wenn jetzt etwas Süßes in Reichweite steht, ist es schneller im Mund als der- oder diejenige nachdenken kann. Woran liegt das? Und ganz wichtig: Was kann man dagegen tun?

Zuckerbild
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Zunächst einmal gilt es zu verstehen, dass unser Körper Zucker braucht. Alleine das Gehirn ist auf 140 Gramm Glucose pro Tag angewiesen, sonst kann es nicht funktionieren. Es nützt also überhaupt nichts Zucker bzw. Kohlenhydrate völlig aus seinem Leben zu verbannen.

Im Gegenteil: wer das tut, bekommt schlechte Laune, Mundgeruch (aufgrund der veränderten Stoffwechsellage) und wird recht bald nach Süßem gieren. Denn das Gehirn ist ein sehr egoistisches Organ. Generell geht es also darum eine Balance zu erreichen. Dem Körper so viel Zucker bzw. Kohlenhydrate zu Verfügung zu stellen, wie er braucht – aber eben auch nicht viel mehr.

Zuckerfrei Selbstversuch

Kleine Veränderungen in der täglichen Ernährung können sehr schnell und effektiv helfen, dass das ungesunde Verlangen nach Zucker geringer wird. Denn eins ist klar: Zucker kann süchtig machen. Wer viel Zucker isst, dessen Körper will auch immer mehr von der Droge. Und wer in diesem Teufelskreis drin steckt, der muss aktiv etwas tun um wieder heraus zu kommen.

Hier meine sieben Tipps um eine Zuckersucht erfolgreich zu durchbrechen:

Vollkornprodukte

Morgens Haferflocken oder Vollkornbrot, mittags Naturreis bzw. Vollkornnudeln. Komplexe Kohlenhydrate versorgen den Körper langsam und langfristig mit Energie. Der Blutzuckerspiegel steigt moderat und bleibt länger auf konstantem Niveau. Schwankungen im Blutzucker, die Heißhunger auslösen, werden vermieden.

Regelmäßig essen

Wer Mahlzeiten ausfallen lässt, weil er Kalorien einsparen möchte oder im Stress ist, darf sich nicht wundern, wenn er Süßhunger bekommt. Zucker ist die am schnellste verfügbare Energiequelle und genau danach wird der Körper verlangen, wenn er ansonsten nichts kriegt. Merke: das Gehirn kann nicht ohne!

Obst

Natürlich ist Obst süß und enthält neben dem Fruchtzucker auch Glucose. Allerdings muss der Körper den Zucker während des Verdauungsprozesses erst aus den Zellen der Früchte herauslösen. Deshalb gelangt fruchteigener Zucker nicht so schnell ins Blut wie Zucker aus Süßigkeiten. Noch nicht ganz reife Bananen, Beeren, Papaya und Grapefruit sind übrigens von Natur aus zuckerärmere Obstsorten.

Grünes Blattgemüse

Grünes Blattgemüse tendiert im Geschmack häufig ein bisschen in Richtung bitter. Bittere Lebensmittel helfen, das Verlangen nach Süßem zu reduzieren. Versuchen Sie häufiger Grünkohl, Wirsing, Spinat, Mangold, Feldsalat u.ä. in Ihre Mahlzeiten einzubauen. Grüne Smoothies, gesüßt mit einer Banane, sind perfekte Snacks, falls der Süßhunger einen erwischt hat.

Kräutertee

Kräutertees gibt es mit natürlichem süßen Geschmack, z.B. Sweet Chai Tee oder Lakritztee. Damit kann man sich selbst ein bisschen „überlisten“. Auch eine Tasse heißes Ingwerwasser mit frischer Minze nach dem Mittagessen hilft dem Schokoladenverlangen entgegen zu wirken.

Dunkle Schokolade

Sie mögen keine bittere, dunkle Schokolade? Das ist Gewöhnungssache. Auf jeden Fall kann man von dunkler Schokolode (70% Kakaoanteil) gar nicht so viel essen wie von Milchschokolade.

1-2 Stücke bittere Schokolade langsam im Mund schmelzen lassen, können – wenn man erstmal dran gewöhnt ist – genauso befriedigend sein, wie zwei Riegel Milchschokolade (die viel schneller weg gefuttert sind) und haben zusätzlich den „Bitter-Effekt“ (siehe: grünes Blattgemüse).

Herzlichst,

Dr. Alexa Iwan (Dipl. Ökotrophologin)

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Bisherige Kommentare

 
Grundsätzlich gute Tipps die man so auch befolgen kann, allerdings eingeleitet mit der falschen Behauptung, dass unser Körper Zucker oder Kohlenhydrate braucht. Das ist einfach nicht richtig auch wenn Glukose natürlich in erster Linie der einfachste Energielieferant für unsere Zellen ist. Aber Ketone können genauso Energie liefern, vielleicht nicht für Leistungssportler weil sie zu langsam verstoffwechselt werden aber für Normalsterbliche schon. Das mit dem Mundgeruch ist korrekt, man riecht einem diesen Fettstoffwechsel tatsächlich an. Aber auch dass man Heißhunger auf Zucker bekommt ist nicht korrekt und vielleicht sollte man den Zustand der Ketose selbst einmal testen bevor man in dieser Form darüber urteilt. Es gibt genügend sehr leistungsfähiger Menschen die in diesen Zustand über Jahre verweilen. Die Behauptung unser Körper braucht tatsächlich Kohlenhydrate ist erwiesenermaßen falsch. Ob jemand danach lebt ist sicherlich seine eigene Entscheidung. Lg, Florian von süchtig.net

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