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Der Good-Food-Blog

Gesund ernähren: Warum ist das so schwierig?

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 09. Jan. 2018

Low Carb, no Carb, ketogen, Paleo, High Carb, clean, vegan, vegetarisch ... es gibt wirklich einen ganzen Haufen unterschiedlichster Möglichkeiten, sich gesund zu ernähren. Jede Ernährungsform nimmt für sich in Anspruch, die Gesundheit zu fördern und das Körpergewicht zu regulieren. Bei den einen darf man dies nicht, bei den anderen das nicht.

Gesund ernähren
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Die Anhänger jeglicher Low-Carb-Diäten meiden beispielsweise Kohlenhydrate, während eine vegetarische oder vegane Ernährung ohne Getreide gar nicht möglich wäre. Umgekehrt gilt das Gleiche für Fleisch beziehungsweise tierische Produkte.

Und so treffe ich immer wieder auf Menschen, die mir mit großer Leidenschaft erzählen, dass es sehr gesund sei, auf diese oder jene Lebensmittel(-gruppen) beim Essen zu verzichten. Oft gefolgt mit dem Hinweis, dass es ihnen sehr viel besser gehe, seit sie das tun.

Ich habe in den letzten Jahren oft darüber nachgedacht, warum es so vielen Menschen offenbar leichter fällt, einem bestimmten Diätplan zu folgen, als einen allgemein gesunden Lebensstil in die Tat umzusetzen. Letzteres wäre zum Beispiel die mediterrane Kost. Diese wird in allen seriösen und übergreifenden Studien, die mir bekannt sind, als extrem gesundheitsfördernd bewertet.

Das Prinzip "gesund ernähren" ist einfach: viel frisches Gemüse, Nüsse, Obst, Olivenöl, Fisch, Vollkornprodukte, mäßig Fleisch, wenig Zucker. Allerdings gibt es dazu keinen genauen Plan, keine genauen Vorgaben. Und genau das ist wahrscheinlich das Problem.

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Vielen Menschen fällt es anscheinend leichter sich täglich zwischen klaren "Leitplanken" zu bewegen (die jemand gesetzt hat, den sie als kompetent erachten) als die persönlichen Ess-Entscheidungen jeden Tag wieder aufs Neue zu treffen. Mit einem Ausschlussplan dagegen kann man ja quasi auf Autopilot schalten. Weizen? Nee, der ist verboten, muss man also nicht weiter darüber nachdenken. Heißt: eine Entscheidung weniger am Tag.

Ich dagegen muss jeden Tag neu überlegen: heute Fleisch oder Fisch? Oder keins von beidem? Wo bekomme ich die Produkte her? Was ist der Plan B, wenn die Qualität nicht stimmt? Wie viel ist "in Maßen"? Darf es heute mal ein helles Baguette sein, weil in den letzten Tagen echt viel Vollkorn auf dem Teller war?

Das alles zu entscheiden kostet Zeit. Und den Willen sich wirklich mit dem Thema auseinanderzusetzen (zumindest, wenn man es richtig machen will), denn ansonsten kann man die ganzen Entscheidungen ja nicht treffen. Und in der heutigen Zeit kostet es manchmal auch den Mut, sich gegen den Trend zu stellen.

Aber ich finde, es lohnt sich. Denn abgesehen von den gesundheitlichen Vorteilen garantiert mir die mediterrane Kost eine Menge Freiheit beim Essen – und viel Genuss. Wobei Letzteres natürlich meine ganz persönliche Meinung ist ;-)

Herzlichst

Dr. Alexa Iwan (Dipl. Ökotrophologin)

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