Der Good-Food-Blog

Machen Sie doch einmal einen Kühlschrank-Check!

Von Dr. Alexa Iwan
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Kühlschrank-Check

Dass man sich nicht zu viele gute Vorsätze vornehmen sollte um in ein neues Jahr zu starten, hat sich ja inzwischen herumgesprochen, oder? Das Meiste hält man eh nicht durch. Trotzdem ist es natürlich ein schönes Gefühl gerade am Anfang eines neuen Jahres ein paar Dinge zum Besseren zu ändern.

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Ich persönlich zum Beispiel miste um Silvester herum gerne den Keller aus. Es ist eine einmalige Aktion (also nichts, was ich wochenlang durchhalten muss), lässt mich aber mit einem guten „aufgeräumten“ Gefühl in die nächste Jahresrunde starten. Wenn bei Ihnen nun, wie bei vielen Menschen, der Wunsch nach gesünderer Ernährung auf der Gute-Vorsätze-Liste steht, dann fangen Sie doch einfach mal mit dem Kühlschrank an. Misten Sie ihn aus, und zwar gründlich! Und dann machen Sie den Kühlschrank zu Ihrem Verbündeten, nach dem Motto: Was nicht drin ist, kann Sie nicht in Versuchung führen! Hier meine persönliche Raus- & Rein-Liste:

Raus damit:

  • Mayonnaise: enthält 50 – 80 % Fett, macht jede Sauce zur Kalorienbombe
  • Schlagsahne: enthält 30 % Fett = 310 kcal pro 100 ml
  • Fertigdressing: zu viel Fett, zu viel Salz
  • Sahnejoghurts: zu fett
  • Fertigdesserts, Puddings: zu süß, zu künstlich
  • Milchmixgetränke: enthalten z. T. mehr Kalorien als Cola!
  • Salami: enthält mehr als 30 % tierisches Fett
  • Streichwurst: Das Fett ist nicht sichtbar, trotzdem enthalten Tee- und Leberwurst rund 30 % davon
  • Schmelzkäse: zu viel Salz
  • Soft-Drinks: 1 Liter enthält rund 32 Stück Würfelzucker
  • Nektare: enthalten wenig Saft und viel Zuckerwasser

Rein damit:

  • Frisches Gemüse: Die Basis jeder gesunden Ernährung
  • TK-Gemüse: Als Vorrat, wenn alle frischen Zutaten aufgebraucht sind
  • TK-Kräuter: für den schnellen, gesunden Geschmack
  • Frisches Obst: der gesündeste Snack zwischendurch
  • Naturjoghurt, Naturquark: mit Obst als Dessert oder als Basis von Salatsaucen
  • Vollmilch: wichtigster Calciumlieferant
  • Putenbrust, gekochter/roher Schinken: fettbewusster Aufschnitt
  • Frischer Käse: hochwertiges Eiweiß und viel Calcium
  • Sojasahne/Hafersahne: pflanzliche Alternative zu Sahne, für cremige Saucen undDesserts
  • Tomatenmark: kalorienarm und würzig
  • Sojasauce: praktisches Würzmittel
  • Meeresfisch: beste Jodquelle
  • Mineralwasser: mindest. 1 Liter pro Tag trinken!
  • Frische Säfte: gesunder Durstlöscher, wenn verdünnt getrunken

Sie denken jetzt vielleicht: Aber manchmal muss es einfach Mayonnaise sein ...?! Mag sein. Aber dann steht das angebrochene Glas im Kühlschrank und muss verbraucht werden – sprich: Sie benutzen die Mayonnaise öfter, als Sie ursprünglich wollten. Geht es um Salatdressings, so wäre eine einfache und gesunde Alternative: Naturjoghurt gemischt mit etwas Essig und pflanzlichem Öl. So können Sie auch im Geschmack variieren: mit Oliven-, Kürbiskern- oder Distelöl.

Auch die Schlagsahne brauchen Sie nicht wirklich. Eine cremige Sauce oder Suppe können Sie genauso gut mit Soja- oder Hafersahne kochen. Beide Produkte enthalten sehr viel weniger Fett und damit weniger Kalorien. Frische Sahne können Sie übrigens prima einfrieren – so haben Sie einen Vorrat für den Sonntagskuchen.

Auch für die Vorratsschränke gilt: mit Köpfchen füllen! Die Doppelpackung Schokokekse mag zwar im Verhältnis preiswerter sein, als eine einzelne Packung – mit der Preisersparnis kaufen Sie jedoch auch eine doppelt so große Versuchung. Gleiches gilt für die 1,5 kg Dose Gummitiere oder den 5-er-Pack Schokoladentafeln. Weitere „no goes“ im Küchenschrank: Chips, Flips, weißer Toast, Fertigdips, Sprühsahne, Fix-Würzen aus der Tüte, Dosenobst, stark gesüßte Frühstücks-Cerealien. All diese Dinge kann man mal essen – auf einer Party zum Beispiel –, in der täglichen Ernährung zuhause haben sie jedoch nichts zu suchen.

Resistente Stärke: Kartoffeln

Als Vorrat immer im Haus haben sollten Sie stattdessen: Kartoffeln, kaltgepresstes Öl, gekörnte (Bio)-Brühe, Vollkorn-Knäckebrot, getrocknete Früchte, ungesalzene Nüsse, Haferflocken oder Früchtemüsli mit wenig Zucker, Vollkornkekse, Vollkornnudeln (alternativ: Hartweizennudeln), Naturreis, Dosentomaten. Also denken Sie beim nächsten Einkauf daran: Sie bestimmen nicht nur, was in Ihrem Kühlschrank und in Ihren Vorratsschränken an Essbarem drin ist, sondern auch was NICHT drin ist. Und Letzteres ist eine sehr einfache und effektive Art sich selbst und die Familie vor schlechtem Essverhalten im Alltag zu schützen.

Einen gesunden Start in das neues Jahr 2017 wünscht Ihnen, Dr. Alexa Iwan (Dipl. Ökotrophologin)


 
Guten Tag ans Eatsmarter-Team, gute Idee, das mit dem Kühlschrank ausmisten - nach Ihren angeblich neuen Tippsverfahre ich seit Jahrzehnten! Aber Ihre Fotos sollten auch Vorbildfunktion übernehmen: Tomaten und Südfrüchte haben im Kühlschrank nichts zu suchen. Außerdem werden diese Köstlichkeiten schneller vernascht, wenn sie gut sichtbar auf dem Tisch stehen und verlockend duften.... Grüße von Anna
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