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Dr. Ingo Froböse
04. Februar 2017

Fit im Winter: 7 neue Gewohnheiten

Von Prof. Dr. Ingo Froböse

Sie wollen sich vitaler, besser und in den Wintermonaten fitter fühlen? Dann wird es höchste Zeit für ein paar neue Gewohnheiten! Fitness-Doc Ingo Froböse gibt 7 effektive Tipps, die sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen.

Junge Frau in Schal und Mütze lächelt vor winterlicher Landschaft in die Kamera
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Wie fühlen Sie sich, liebe EAT SMARTER-Leser? Sind Sie fit im Winter und voller Energie in das Neue Jahr gestartet? Konnten Sie der Grippewelle trotzen?

Gerade in der kalten Jahreszeit merken wir schnell, wenn unser Körper nicht mit voller Kraft arbeiten kann: Die Haut ist blass und trocken, uns ist ständig kalt, und wir sind ein einfaches Ziel für Infekte. Ganz klar: Ihr Organismus benötigt Pflege und ein bisschen Liebe, damit er den Alltag ohne Probleme bewältigen kann. Damit meine ich weder Vitaminpillen noch die zwei Wochen Urlaub in der Karibik – nein, auch im Alltag können Sie die Weichen dafür stellen, kraftvoll und strahlend den Tag zu bestreiten und im Winter fit zu bleiben. Sie ahnen es bereits – sowohl gutes Essen als auch gute Bewegung spielen bei diesen Tipps für ein gesundes Leben eine große Rolle.

Zur Kurzfassung ►

1. Trinken Sie morgens noch vor dem Frühstück ein großes Glas warmes Wasser

Wussten Sie, dass jede einzelne Zelle unseres Körpers etwa hundertmal pro Minute das Wasser komplett austauscht? So werden alle verbrauchten Stoffe direkt abtransportiert und die Zelle mit neuen Nährstoffen versorgt. Mit einem Glas Wasser am Morgen unterstützen Sie Ihren Körper bei dieser Arbeit.

Zudem unterstützen Sie mit Wasser Ihre Verdauung und erhöhen Ihren Grundumsatz. Forscher der Berliner Charité fanden heraus, dass der Organismus für jedes 0,2-Liter-Glas Wasser rund 20 Kalorien mehr verbraucht, denn das Einschleusen des Wassers in die Stoffwechselprozesse kostet Energie.

2. Frühstücken Sie!

Wenn Sie meinen Blog regelmäßig lesen, wissen Sie, dass ich ein leidenschaftlicher Verfechter des Frühstücks bin. Warum? Jeden Morgen liegt hinter dem Organismus eine Nacht voller anstrengender Reparatur-, Aufbau- und Entgiftungsprozesse. Fast 50 Prozent der Grundumsatzkalorien verbrauchen wir in der Nacht! Damit unser Körper morgens nach getaner Arbeit wieder vernünftig „hochfahren“ kann, benötigt er Energie – und zwar schnell.

Wird das frühstück weggelassen, so senkt der Stoffwechsel den Grundumsatz – eigentlich logisch, denn Sie verweigern ihm die Energie dann, wenn er sie am nötigsten braucht. Wenn Sie wie viele Menschen morgens keinen Appetit haben, sollten Sie spätestens zwei bis drei Stunden nach dem Aufstehen etwas essen. Vielleicht können Sie mit der Zeit versuchen, Ihr Frühstück stets etwas früher einzunehmen und auf diese Weise lernen, zu frühstücken. Die beste Wahl für das Frühstück sind Vollkornprodukte wie Haferflocken oder Vollkornbrot. Sie liefern dem Körper lang anhaltende Energie. Kombiniert mit etwas Quark, Obst und/oder Gemüse haben Sie schnell ein gesundes Frühstück gezaubert.

3. Nehmen Sie sich Zeit für das Mittagessen

„Bloß schnell nach Hause“ – mit diesem Antrieb verzichten viele Menschen auf das Mittagessen, um schnell am Platz einen abgepackten Salat, eine Stulle oder ein paar Schokoriegel zu mümmeln. Doch ist es die Zeitersparnis wirklich wert, dass wir uns mittags keine Pause gönnen und ungesundes Zeug essen? Nein!

Denn die Pause mittags haben wir nach einem Vormittag anstrengender Arbeit bitter nötig. Sie hilft uns, den Nachmittag mit frischem Schwung anzugehen. Schon ein kurzer Gang um den Block bringt Ihren Kreislauf wieder in Schwung.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Essen, kauen Sie bewusst und horchen Sie in Ihren Körper hinein. Wann sind Sie satt? Gönnen Sie sich zu jedem Mittagessen eine Schüssel Salat oder eine Portion Gemüse.

4. Verzichten Sie auf alle Zwischenmahlzeiten

Wer morgens, mittags und abends gut isst, der hat genug Energie für den ganzen Tag. Ich vertrete die Meinung, dass fünf Mahlzeiten am Tag zu viel sind. Denn die vielen kleinen Portionen am Tag führen dazu, dass der Körper kaum Pausen in seiner Verdauungsarbeit bekommt und dafür Energie benötigt, die ihm an anderer Stelle fehlt.

Wenn Sie nachmittags Hunger haben, versuchen Sie es zunächst mit dem Wassertrick: Trinken Sie ein großes Glas Wasser, danach ist der Hunger meist verschwunden. Wenn der Magen weiterhin knurrt, knabbern Sie ein paar Nüsse oder ein Stück Obst.

5. Streichen Sie Zucker, Süßstoff, Limonaden und Fast-Food-Produkte von Ihrem Speiseplan

Ich weiß, dieses Vorhaben ist nicht ganz einfach umzusetzen. Denn unser Körper liebt Zucker nun einmal, und besonders in Stresssituationen giert er nach einer süßen Belohnung. Doch die Kehrseite kennen wir leider alle: Karies, Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Zucker dauerhaft aus dem Speiseplan zu verbannen ist unrealistisch. Doch versuchen Sie doch einmal, ein paar Tage, eine Woche Ihren Tee oder Kaffee nicht zu süßen, keinen Honig über den Joghurt zu geben und Süßigkeiten zu streichen. Sie werden merken, dass Sie zum Beispiel die Süße von Früchten viel intensiver schmecken.

Wer Fast-Food weglässt, reduziert damit automatisch seinen Zuckerkonsum, denn Zucker ist ein wichtiger Geschmacksträger beispielsweise in Fertigdressing oder -Pastasaucen. Selber machen ist nicht nur gesünder und schmeckt besser, sondern schont auch die Haushaltskasse!  

▶️  Mit diesen 8 Tipps essen Sie weniger Zucker

6. Fit im Winter: Gehen Sie jeden Tag mindestens 15 bis 20 Minuten nach draußen

Traurig, aber wahr: Unser Leben spielt sich zumindest im Winter vorwiegend in geschlossenen Räumen ab. Die Heizungsluft macht unsere Haare „elektrisch“ und trocknet die Haut aus, das elektrische Licht schlägt aufs Gemüt und macht uns träge. Durchbrechen Sie diesen schlappen Teufelskreis, indem Sie an die frische Luft gehen! Schon eine Viertelstunde in der Mittagspause kann einen Unterschied machen. Nur wenn Tageslicht an unsere Haut kommt, hat der Körper eine Chance, Vitamin D zu produzieren. Vielleicht können Sie auch mit dem Rad zur Arbeit fahren, eine Bahnstation vorher aussteigen oder das Auto ein Stück weit entfernt von der Arbeitsstätte parken, um Ihrem Körper den Luxus von Tageslicht im Winter zu gönnen.

7. Raffen Sie sich auf und bewegen Sie sich

Sie kennen die Tipps, um im Winter fit zu sein: Treppe statt Fahrstuhl, den Kollegen besuchen, statt ihm eine Mail zu schreiben, kleine Besorgungen zu Fuß statt mit dem Auto zu erledigen. Es ist ganz einfach. Machen Sie´s und Sie werden sich schnell fitter und mobiler fühlen. Und wenn Sie auf den Geschmack kommen, bauen Sie zweimal die Woche ein 30- bis 45-minütiges Ausdauertraining  und dreimal ein leichtes Muskeltraining à 15 bis 20 Minuten in Ihren Alltag ein. Dafür müssen Sie kein Fitnessstudio und keinen Sportkurs besuchen; das heimische Wohnzimmer oder eine Treppe tun es auch!

Inspirationen finden Sie hier:

▶️  Ausdauer steigern

▶️  Fit im Wohnzimmer 

Fangen Sie einfach an und bieten Sie den trüben Wintermonaten die Stirn!

Ihr Ingo Froböse

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