Astaxanthin: Diese Lebensmittel unterstützen den Sonnenschutz
Lebensmittel mit Astaxanthin liegen im Trend. So sollen sie unter anderem die Haut vor schädlicher UV-Strahlung schützen. Doch stimmt das wirklich? Wir nehmen Astaxanthin und seine Wirkung genauer unter die Lupe.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist natürliches Astaxanthin?
- Astaxanthin: Wirkung auf die Gesundheit
- Wo gibt es Astaxanthin? Lebensmittel mit Astaxanthin für den Alltag
-
Im Überblick: Die drei besten Astaxanthin-Lebensmittel
- 1. Blutregenalge
- 2. Hefe
- 3. Lachs
- Astaxanthin: Wirkung und Risiken
- Mögliche Nebenwirkungen von Astaxanthin
- Wissen zum Mitnehmen
Was ist natürliches Astaxanthin?
Astaxanthin ist ein natürliches Carotinoid, das vor allem in Algen, Fischen, Krebstieren und bestimmten Hefen vorkommt. Gebildet wird es in Mikroalgen – etwa in der Blutregenalge "Haematococcus pluvialis". Der Farbstoff wird über die Mikroalgen von Krebstieren oder Vögeln aufgenommen und färbt deren Panzer beziehungsweise Gefieder rötlich-orange.
Astaxanthin: Wirkung auf die Gesundheit
Astaxanthin und seine Wirkung sorgen für Aufsehen: Es gilt als eines der stärksten Antioxidantien überhaupt und schützt Zellen vor oxidativem Stress. Bekannt für seine hautschützenden Eigenschaften unterstützt er insbesondere dabei, die Haut vor schädlichen UV-Strahlen zu bewahren. Dies ersetzt jedoch nicht die allgemein gültigen Empfehlungen für den Sonnenschutz – die Verwendung von Sonnencreme ist weiterhin bedeutend.
Generell wird Carotinoiden, zu denen auch Astaxanthin gehört, eine große gesundheitliche Bedeutung zugesprochen. Die meisten von ihnen haben eine Schutzfunktion. Diese positive Wirkung ist allerdings eher für den Verzehr von carotinoidreichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse belegt – nicht jedoch für Nahrungsergänzungsmittel mit isoliertem Astaxanthin. Denn im Gegensatz zu den Carotinoiden ist Astaxanthin selbst als Zusatzstoff für Lebensmittel nicht zugelassen.
Übrigens: Tomaten enthalten natürlicherweise Carotinoide und sind die Stars unserer Frühstücks-Bowl – unbedingt probieren!
In Lachs steckt beispielsweise weniger als ein Milligramm Astaxanthin pro 100 Gramm Fisch. In Nahrungsergänzungsmitteln sind deutlich höhere Mengen enthalten, mitunter schon rund acht Milligramm in einer Kapsel. Inwiefern aus Astaxanthin langfristig ein gesundheitlicher Nutzen gezogen werden kann, beschäftigt Forschende weltweit. Weitere Studien sind hierbei nötig, um allgemein gültige Aussagen treffen zu können.
Wo gibt es Astaxanthin? Lebensmittel mit Astaxanthin für den Alltag
Astaxanthinreiche Lebensmittel können einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben, indem sie die Zellen vor oxidativem Stress schützen und dabei helfen, einen Teil der schädlichen UV-Strahlung der Sonne abzuwehren. Zu den besten Astaxanthin-Lebensmittel zählen zum einen Lachs und Garnelen, die neben dem Carotinoid wertvolle Omega-3-Fettsäuren und Jod liefern.
Zum anderen versorgen auch pflanzenbasierte Lebensmittel den Körper mit Astaxanthin – hierzu zählt beispielsweise Rote Hefe. Sie wird zur Fermentierung von Produkten wie rotem Reis genutzt und enthält Substanzen, die im Körper in Astaxanthin umgewandelt werden können. Mikroalgen wie Haematococcus pluvialis gehören ebenfalls zu den reichhaltigsten natürlichen Astaxanthinquellen. Obwohl sie vom Menschen oft nicht direkt gegessen werden, sind sie die Hauptquelle für Astaxanthin für Wassertiere und können als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.
Im Überblick: Die drei besten Astaxanthin-Lebensmittel
1. Blutregenalge
Die Alge Haematococcus pluvialis ist eine der reichhaltigsten Quellen für Astaxanthin. Diese Mikroalge wird häufig zur kommerziellen Gewinnung des Carotinoids verwendet, da sie eine hohe Bioverfügbarkeit aufweist und relativ umweltfreundlich gezüchtet werden kann. Die Blutregenalge ist unter anderem in speziellen Algenölen oder Supplementen zu finden.
2. Hefe
Die Hefe Phaffia Rhodozyma liefert ebenfalls Astaxanthin und wird vor allem als Nahrungsergänzung oder in Aquakulturen genutzt. Sie verleiht Fischen und Krustentieren, aber auch rotem Reis, eine schöne rote Farbe und besitzt starke antioxidative Eigenschaften.
3. Lachs
Die wahrscheinlich bekannteste Quelle für Astaxanthin ist Lachs. Der hohe Gehalt des Carotinoids schützt die Zellen vor oxidativem Stress, wirkt antientzündlich und unterstützt die Haut beim Schutz vor schädlicher UV-Strahlung.
Astaxanthin: Wirkung und Risiken
Die Wirkung von Astaxanthin ist Bestandteil zahlreicher Studien. Obwohl es noch keine allgemeingültigen Empfehlungen zum Verzehr von Lebensmitteln mit Astaxanthin gibt, kann der Farbstoff mithilfe natürlicher Lebensmittel in den Alltag integriert werden. Astaxanthin kann Entzündungen reduzieren, die Haut vor UV-Strahlen schützen und die Hautelastizität verbessern.
Zu hohe Dosierungen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln können zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Daher ist es ratsam, Astaxanthin hauptsächlich über natürliche Lebensmittel aufzunehmen oder die Einnahme mit einem Arzt abzusprechen.
Mögliche Nebenwirkungen von Astaxanthin
Wechselwirkungen mit Astaxanthin und Medikamenten sind bislang nur ungenügend untersucht worden. Einige Studien zeigen einen Effekt des Carotinoids auf Leberenzyme: So konnte ein Anstieg der Enzyme vermerkt werden, die unter anderem hauptsächlich Arzneimittel abbauen. Vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Astaxanthin sollte darum unbedingt Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin gehalten werden.
Auch KrustentierallergikerInnen sollten darauf achten, aus welcher Quelle das Astaxanthin in ihren Kapseln stammt. Denn wird es aus Krebstieren wie Krill gewonnen, können Spuren davon im Produkt enthalten sein und zu allergischen Reaktionen führen.
Wissen zum Mitnehmen
Astaxanthin ist ein äußerst wirkungsvolles Antioxidans, das unter anderem der Haut dabei hilft, sich vor Sonnenschäden zu schützen. Durch den gezielten Verzehr von astaxanthinreichen Lebensmitteln wie Lachs, Garnelen und Algenöl können die Haut und die allgemeine Gesundheit profitieren. Gesundheitsbewusste sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten und es mit der Astaxanthin-Zufuhr nicht übertreiben, um mögliche Risiken zu vermeiden.
Für einen vollständigen Sonnenschutz ist es wichtig, die Haut unbedingt mithilfe von ausreichend Sonnencreme vor der Strahlung zu schützen. Denn das Essen von astaxanthinreichen Lebensmittel ersetzt diesen Schritt nicht.