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Algen

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 26. Feb. 2019
Algen

Für die meisten mögen Algen als Lebensmittel noch ungewohnt sein – aber sie haben definitiv viele Vorzüge, auch kulinarisch. Es lohnt sich also, mehr über Algen zu erfahren – zum Beispiel in unserer Warenkunde!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Algen wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  2. Unsere liebsten Algen-Rezepte
  3. Wie gesund sind eigentlich Algen?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Algen
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Algen

Das sollten Sie über Algen wissen

In Asien gehören Algen schon seit Jahrtausenden zum „täglich Brot“, bei uns dagegen kennt man sie erst seit dem Siegeszug von Sushi etwas besser. Speziell die Nori-Algen, die man zum Umhüllen von Maki verwendet, haben inzwischen einen beachtlichen Bekanntheitsgrad.

Doch die wenigsten wissen etwas über andere, ebenfalls essbare Algen wie z.B. Kombu oder Wakame. Das ist schade, denn sie schmecken nicht nur köstlich – Algen haben auch für Gesundheit und Fitness eine Menge zu bieten.

Herkunft

Algen wachsen seit Jahrtausenden wild vor den Küsten von China, Korea und Japan. Heute kommen Algen aber auch aus Frankreich, Spanien, den USA und anderen Ländern, wo man sie in Kulturen zieht.

Saison

Getrocknete Algen bekommt man aber das ganze Jahr über.

Geschmack

Algen schmecken würzig nach Meer.

Sorten

Die wichtigsten Algensorten, die man hierzulande kaufen kann:

  • Nori: Mit den Nori genannten gerösteten Seetangblättern umhüllen Sushi-Köche die leckere Füllung von „Maki“. Die zu den Rotalgen zählende Nori wird seit Jahrhunderten vor den Küsten Japans angebaut. Nach der Ernte stellt man daraus hauchdünne Blätter her, indem man die Algen zerkleinert, presst, trocknet und zuletzt röstet.
  • Wakame: Die in Japan ebenfalls besonders beliebte Braunalgenart schmeckt frisch am besten - zu kaufen gibt es Wakame bei uns allerdings nur in getrockneter Form. Wegen ihrer Größe eignen sich eingeweichte Blätter von Wakame ideal für Salate und Suppen.
  • Kombu: Kombu zählen ebenfalls zu den Braunalgen. Das Besondere von Kombu ist ein hoher Gehalt an natürlicher Glutaminsäure: Sie verstärkt wie Glutamat alle Aromen, ist aber im Gegensatz zum künstlichen Ersatz garantiert unschädlich.

Unsere liebsten Algen-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Algen-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich Algen?

Algen gelten zu Recht als Superlieferanten für Proteine sowie für wichtige Vitamine. Der Gehalt an Vitamin B12 liegt bei manchen Algenarten sogar über dem von Fleisch! Reichlich enthalten sind in Algen außerdem wichtige Mineralstoffe wie vor allem Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Auch vom wichtigen Spurenelement Jod stecken beachtliche Mengen in Algen ebenfalls in beachtlichen Mengen. Im Durchschnitt kommen auf 100 g Algen etwa 10 mg Jod. Das macht Algen besonders für Vegetarier und Veganer wertvoll, denn sie sind durch den Verzicht auf Seefisch schnell unterversorgt.

Als Faustregel gilt generell: Den höchsten – manchmal sogar zu hohen – Jodgehalt haben Kombu-Algen. Danach folgen Wakame-Algen mit durchschnittlich 10 mg Jod pro 100 g. Am wenigsten von dem Spurenelement steckt in Nori-Algen.

So wichtig Jod sein mag – zu viel des Guten kann leider mehr schaden als nützen. Es gibt einige Algenarten, die wegen ihres extrem hohen Jodgehalts in Deutschland nicht verkauft werden dürfen. Die meisten bei uns erhältlichen Algen gehören zwar nicht zu dieser "schwarzen Liste". Dennoch trotzdem kann der Gehalt an Jod vor allem für ältere Menschen, Kinder und Schilddrüsenkranke schnell zu hoch werden. Also im Zweifelsfall mit Vorsicht genießen bzw. nur nach Rücksprache mit dem Arzt!

Übrigens: Die Sorge vor radioaktiver Belastung von Algen aus Japan ist nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima durchaus berechtigt. Das gilt aber nur dann, wenn die Algen nach März 2011 geerntet wurden. Wer dennoch ganz sicher gehen möchte, kann auf Algen aus Frankreich, Spanien, China oder den USA ausweichen.

Nährwerte von Algen pro 100 Gramm  
Kalorien 130
Eiweiß 18 g
Fett 4 g
Kohlenhydrate 42 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Algen

Einkauf

Getrocknete Algen bekommen Sie in Asien-Shops, Bioläden und häufig auch in Supermärkten. Im Japanladen oder im asiatischen Supermarkt gibt es auch Instantflocken aus Algen, die man direkt in kochende Flüssigkeit streuen kann, ohne sie vorher einweichen zu müssen.

Achten Sie beim Kauf darauf, welche Jodmengen auf der Verpackung angegeben sind und bevorzugen Sie im Zweifelsfall immer ein Produkt mit niedrigem Gehalt.

Lagerung

Bei trockener, kühler und vor Licht geschützter Lagerung halten sich Algen auch in einer bereits geöffneten Packung mehrere Monate.

Vorbereitung

Trockenalgen kalt abspülen und dann in reichlich lauwarmem Wasser einweichen, bis sie aufquellen und sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Anschließend noch mal kurz abspülen und mit den Händen kräftig ausdrücken.

Wer Algen wie Gemüse oder im Salat verwenden möchte, kocht die Blätter kurz bzw. weicht sie ein und schneidet sie anschließend evtl. kleiner.

Sie können getrocknete Algen außerdem als Gewürz nutzen – dann einfach eine beliebige Menge im Mörser, Universalzerkleinerer oder einfach mit den Fingern fein mahlen bzw. zerbröseln.

Zubereitungstipps für Algen

Mit ihrem angenehm salzigen Geschmack nach Meer passen Algen grundsätzlich perfekt zu Fisch, Meeresfrüchten und Garnelen.

Es geht aber auch vegetarisch: Algen peppen Suppen, Brühen, Salate, Gemüse und viele Asia-Gerichte optimal auf und passen z.B. auch super zu Omelett oder Rührei. Ein ganz neuer Trend sind Getränke auf Algenbasis

(Koe)

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