Sorten, Zubereitung, Kalorien

Von wegen Dickmacher: die kleine Pasta-Kunde

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Ihnen eilt der Ruf als Dickmacher voraus, dabei liefern Nudeln nur wenig Fett und machen dafür lange satt. Zu Kalorienbomben werden sie erst durch falsche Saucen und Beilagen. EAT SMARTER verrät, wie man Pasta figurbewusst zubereitet. Plus: Warenkunde, Kochtipps, Küchenmärchen und neue Testergebnisse rund um die Nudel.

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Die Auswahl an Nudelsorten ist heute riesengroß. Makkaroni, Spaghetti und Muschelnudeln liegen neben Hörnchen, Farfalle und Cannelloni. Hergestellt werden sie aus Hartweizen, mit Eiern oder Gries. Bleibt die Frage: welche Sorte ist die beste?

Eiernudeln (z.B. Tagliatelle) erkennt man meist schon an ihrer gelben Farbe. Sie passen wunderbar zu Fleischragouts oder auch Trüffeln. Die klassischen Hartweizennudeln werden ohne Ei hergestellt. Für sie verwendet man Nudelgrieß (Semola), Wasser und etwas Salz. Die beliebteste Hartweizen-Sorte sind wohl Spaghetti. Doch auch Linguine, Bavette, Fusilli, Penne und Penne Rigate schmecken köstlich. Übrigens: Steht nur „Penne“ auf der Packung, haben die Nudeln eine glatte Oberfläche. Bei „Penne Rigate“ ist die Oberfläche gerillt.

Natürlich ist es Geschmackssache, welche Pastaform man bevorzugt. Industriell gefertigte Pasta hat eine eher glatte Oberfläche, von Hand hergestellte Pasta hingegen eine leicht raue Oberfläche, da sie anders verarbeitet wird und meistens, wie früher in Süditalien, an der Luft trocknet. Diese Sorten nehmen Saucen ein wenig besser auf. Bei vorgekochter Pasta aus dem Kühlregal lohnt ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Der Wassergehalt der frischen Sorten unterscheidet sich zum Teil erheblich. Am besten schmecken die Varianten mit dem geringsten Wassergehalt.

Pasta: Kochtipps und Küchenmärchen

  • Pro 100 Gramm Pasta rechnet man einen Liter Wasser und zehn Gramm Salz
  • Ins Wasser gehört eine Prise Salz, aber kein Öl. Das Öl legt sich sonst wie ein Film um die Nudeln, so dass diese die Sauce später nicht richtig aufnehmen.
  • Auch ein mit Butter bestrichener Topfrand ist nicht nötig. Großmutters Tipp soll zwar das Überkochen verhindern, macht die Nudeln aber nur unnötig schwer.
  • Nudeln nach dem Kochen nicht abschrecken. Lediglich für Nudelsalat unterbricht man durch den Schuss kaltes Wasser bewusst den Garprozess.

Nudeln machen nicht dick

Nudeln machen dick, das hört man immer wieder. Dabei ist nicht die Pasta selbst der Übeltäter, vielmehr sind fette Saucen wie in dem Pasta-Klassiker Spaghetti à la Carbonara und Beilagen die Kalorienbomben beim Nudel-Genuss. Denn richtig zubereitet liefern Nudeln kaum Fett.rezepte/klassische-tomatensauce.rezepte/spaghetti-baerlauch-mandel-pesto">abgespecktem Pesto.

Statt Hack schmeckt auch Hähnchen, frisches Gemüse, Meeresfrüchte oder sogar Obst zur Pasta. Abstand nehmen sollte man von Fertigsaucen, die häufig voller Geschmacksverstärker und künstlicher Aromen stecken. Tipp: Schneller als jede Tütensauce geht bei Zeitnot die „Kräuter-Pasta“ – frisch gekochte Nudeln in etwas gutem olivenöl schwenken und nach belieben frische, gehackte Kräuter hinzugeben.

Schimmelpilzgift in Bio-Nudeln

Die Stiftung Warentest testete kürzlich Spiralnudeln. 25 Marken wurden genauer unter die Lupe genommen – insgesamt zehn Mal gab es das Urteil „gut“, zwölf Mal „befriedigend“, ein Mal „ausreichend“ und ein Mal „mangelhaft“, da Schimmelpilzgifte über der zugelassenen Höchstgrenze gefunden wurden. Testsieger sind die „Eliche“ von Buitoni, die besten Fussili im günstigen Segment gibt es bei Netto. Welche Nudeln wie abschnitten? Hier geht es zu den Testergebnissen.

Rezepte zum Thema: Hungrig geworden? Hier geht es zu den besten Pasta-Rezepten von EAT SMARTER.

 
Das Problem ist nicht das Fett, sondern die Kohlenhydrate!
 
Schimmelpilzgifte in Bionudeln? Oh, das darf man aber nicht schreiben. Böseböse. Ist doch schließlich Bio.
 
"Schimmelpilzgift in Bio-Nudeln"?!? Was soll diese völlig einseitig diskreditierende Überschrift?
 
Wie kocht man Nudeln? Eine Debatte so alt wie wohl die Nudel selbst. Selbst gelernte Köche sind da geteilter Meinung, Berufsschulbücher für Köche verbreiten da auch unterschiedliche Meinungen. Mal aus meiner Erfahrung, wie man klebrige Nudeln verhindert: Nach dem Abschütten mit heißem Wasser spülen (klebrige Stärkereste werden so vermindert), zurück in den Topf, einige Tropfen Olivenöl dazu, kurz kräftig durchmischen. Nimmt man nach 15 Minuten nochmal Nudeln, kurz mit der Gabel durchmischen, nix klebt, Konsistenz wie frisch gekocht.
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