Mixer im Test!

Nicht jeder mixt das, was er verspricht!

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Standmixer im Test
Standmixer im Test

Mal eben schnell gemixt? Stiftung Warentest hat aktuell das breite Angebot an Standmixern getestet. Vom preiswerten Smoothie Mixer über mittelpreisige Standmixer bis hin zu High End Hochleistungs-Mixer waren 18 Geräte dabei. Wer sticht mit seine Leistung hervor? Und wer stellte sich als überraschender Verlierer heraus?

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Ein frischer Smoothie oder doch eine cremige Gemüsesuppe? Standmixer kommen immer mal wieder in der Küche zum Einsatz und pürieren Gemüse und Obst im Nu. Doch welche Unterschiede gibt es zwischen den Geräten? Denn nicht immer entspricht das Resultat den Erwartungen. Also wie findet man den Mixer, der am besten zu einem passt? 

Was will man mixen?

Nicht jeder Mixer ist allen Aufgaben gleich gut gewachsen. Unabhängig von den nachfolgenden Testergebnissen, muss man sich zunächst bewusst werden, was das Gerät eigentlichen mixen soll? 

  • Smoothie-Mixer: Sie sind für kleinere Mengen bis 600 Milliliter geeignet, also etwa zwei Gläser Fruchtsaft oder -smoothie. Meist lassen sich die Mixbehälter mit einem Deckel verschließen und können so einfach mitgenommen werden.
  • Standmixer: Möchten Sie zum Beispiel Pürees oder Babybrei herstellen, greifen Sie am besten zu einem Standmixer. Auch Smoothies mit einem hohen Flüssigkeitsanteil sind für ihn kein Problem. Ein guter Standmixer zaubert selbst Mayonnaise.
  • Hochleistungs-Mixer: Für ambitionierte Hobby-Köche lohnt sich entweder eine Küchenmaschine mit passendem Mixaufsatz oder ein Hochleistungsmixer. Mit ihnen können größere Mengen gemixt, püriert oder, im Falle von Eiswürfeln, gecrusht werden. 

Standmixer im Test!

Insgesamt testete Stiftung Warentest 18 verschiedene Mixer. Darunter sechs Smoothie-Mixer, sieben Geräte mit einer Leistung bis zu einem Kilowatt und fünf leistungsstärkere Mixer mit einer Leistung über einem Kilowatt. Das Testergebnis fasst unter anderem die jeweilige Handhabung, die Lebensdauer und die Qualität der Zubereitungen zusammen. Die Smoothie-Mixer sollten Grüne Smoothies und Obstmixgetränke zaubern.

Die Standmixer, inklusive der Hochleistungs-Geräte, mussten ihr Können bei der Zubereitung von Grünen Smoothies, Eismixgetränken, Mayonnaise, Pfannkuchenteig, Nussmus, Babybrei und kalten Gemüsesuppen unter Beweis stellen. Außerdem sollten sie Eiswürfel zerstoßen und Petersilie und Zwiebeln hacken. 

AEG SB25003 macht den besten Smoothie!

Alle sechs getesteten Smoothie-Mixer sind unabhänig vom Preis sicher bei der Handhabung und liefern ein gutes Smoothie-Ergebnis. Jedoch versagen die Geräte von Clatronic und Russell Hobbs im Dauertest und geben schon vor der Hälfte der Testdauer auf. Als Sieger ging der Smoothie-Mixer von AEG aus dem Test hervor. 

Standmixer von Braun setzt sich durch

Möchte man seinen Mixer oft und vielseitig nutzen, lohnt es sich in der Kategorie der Standmixer bis 1000 Watt zehn bis 20 Euro mehr auszugeben. Für die schlechte Bewertung der günstigeren Geräte von Russell Hobbs und AEG ist nicht das allgemeine Mix-Ergebnis verantwortlich, sondern die schlechte Handhabung und die kurze Haltbarkeit.

Beim Babybrei drehen die Messer des mittelpreisigen Bosch-Mixers durch und am dicken Nussmus scheitern alle Geräte. Am besten schnitt der Standmixer JB 5160 von Braun ab. Nur "befriedigend" war das Ergebnis des teuersten Mixers von Krups – er scheiterte an der Handhabung. Allgemein sind alle Geräte vergleichbar schwer und laut. 

Großer Verlierer: Kitchen Aid

Hochleistungs-Mixer sind allgemein eine teure Angelegenheit, bis auf den WMF-Mixer für 172 Euro, der mit seinen Ergebnissen auf ein "befriedigend" kommt. Größte Schwäche ist hier das Aufsetzen und Abnehmen des Mixaufsatzes. Die schnellen Messer des Vitamix pürieren am besten, selbst kleine Himbeerkerne zerkleinert er. Zweiter Guter in dieser Gruppe ist der Gastroback-Mixer. Für Geräusch und Haltbarkeit kassiert der Kitchen Aid-Mixer die Note mangelhaft. Im Dauertest riss früh ein Antriebsriemen und ein Krug ging kaputt.

Stabmixer vs. Standmixer

In vielen Haushalten ist bereits ein Stabmixer vorhanden – reicht dieser nicht aus? Zum Vergleich hat Stiftung Warenest den Nachfolger eines guten Stabmixers aus test 8/2011 (siehe test.de/ stabmixer) getestet. Er schlug sich wacker!  Er püriert und mixt meist gut oder sehr gut, zerstößt dafür aber kein Eis. Kräuter und Zwiebeln hackt er im Zerkleinereraufsatz viel besser als Standgeräte. 

Das Fazit

Möchte man täglich einen frischen Smoothie trinken, ist man mit dem AEG-Smoothie-Mixer für 40,50 Euro gut beraten. Günstigere Geräte sind schlechter zu handhaben und man muss mit der Freisetzung von kritischen Stoffen aus den Silikondichtungen rechnen.

Für Anwendungen die über das Zubereiten eines Smoothies hinausgehen, lohnt sich ein Standmixer. Nicht jeder ist sein Geld wert, aber auch hier gilt, lieber zehn Euro mehr investieren. Sonst könnte es passieren, dass er nicht lange ihr Küchenhelfer ist. Mit dem Standmixer von Braun sind Sie in jedem Fall gut bedient, da dieser für seinen Preis hält, was er verspricht. 

Alle Ergebnisse finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Stiftung Warentest unter folgendem Link:

Zur Ausgabe ►

(hewi)

 

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