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Trockenobst selber machen

Von Lisa Fischer
Aktualisiert am 04. Jan. 2022
© Unsplash/ 8k_iv
© Unsplash/ 8k_iv

Als kleiner Snack zwischendurch oder als leckerer Zusatz für Süßspeisen – Trockenobst ist nicht nur besonders schmackhaft, sondern bietet auch eine Menge an gesunder Inhaltsstoffe. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach Trockenobst selber machen können.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Welches Obst eignet sich für Trockenobst?
  2. Trockenobst selber machen
  3. Obst dörren
    1. Dörrobst-Rezept
    2. Zubereitungsschritte
  4. Dörrobst selber machen
    1. Im Backofen
    2. An der Luft/im Freien
    3. Im Dörrautomat
  5. Wann ist das Trockenobst fertig?
  6. Ist selbst gemachtes Dörrobst gesund?
  7. Wie sollte Trockenobst aufbewahrt werden?
  8. Wie lange ist Dörrobst haltbar?
  9. Wichtige Tipps für das Trockenobst selber machen
  10. Wissen zum Mitnehmen

Sie essen Trockenobst auch so gerne, doch der oftmals zugesetzte Zucker bei der gekauften Variante stört Sie und es ist Ihnen auf Dauer einfach zu teuer? Kein Problem! In unserem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie getrocknete Früchte selber machen können.

Welches Obst eignet sich für Trockenobst?

Prinzipiell ist fast jedes Obst geeignet, wenn Sie getrocknete Früchte selber machen möchten. Wichtig ist eigentlich nur, dass der Fettgehalt niedrig ist, sodass es in getrockneter Form auch lange haltbar ist. Von Äpfeln und Birnen über Zwetschgen, die verschiedensten Beeren wie Erd- oder Johannisbeeren bis hin zu Bananen – hier sind Ihrer Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt.

Trockenobst selber machen

Es werden nur super wenige Zutaten benötigt, wenn Sie Trockenobst selber machen möchten. Es muss nur Obst im Haus sein und je nach Zubereitungsmethode entweder Backpapier, eventuell Bambusstäbe (für den Backofen, siehe Zubereitungsmethoden) oder ein Dörrobstautomat. So ist kinderleicht der perfekte Snack zubereitet.

Wir erklären Ihnen zunächst das Grundrezept von Dörrobst und wie das Obst vorbereitet werden muss.

Obst dörren

Dörrobst-Rezept:

  • Obst und Menge je nach Belieben
  • Zitronensaft oder Salz 

Zubereitungsschritte:

  1. Obst gut waschen, schälen und je nach Sorte Kerngehäuse entfernen. Bei Kernobst den Kern entfernen.
  2. Faulige Stellen sehr sorgfältig beseitigen bzw. nur makelloses Obst verwenden.
  3. Obst, welches an der Luft braun wird, wie Äpfel oder Birnen entweder in kochendes Wasser mit 1 Teelöffel Salz geben oder mit Zitronenwasser oder nur dem Saft benetzen.
  4. Anschließend trocken tupfen bzw. etwas antrocknen lassen.
  5. Nun das Obst in gleich große Stücke schneiden, damit keine unterschiedliche Garzeit entsteht.
  6. Bei Äpfeln kann auch mit dem Apfelausstecher das Kerngehäuse entfernt werden. Nun können Ringe geschnitten werden, sodass das Loch in der Mitte ist.
  7. Bei kleinem Kernobst reicht es, diese nur zu halbieren, da es sonst zu klein wird. Zu klein sollte das Obst jedoch nicht sein, weil das Obst bedeutend schrumpft.
  8. Kernobst, bei dem der Kern mit einem Entkerner entfernt werden kann, kann auch als Obst im Ganzen gedörrt werden.
  9. Je nach Trocknungsmethode folgen die weiteren Schritte (siehe weiter unten).

Dörrobst selber machen

Trockenobst können Sie auf unterschiedlichste Weise zubereiten. Die verschiedenen Möglichkeiten unterscheiden sich zwar zeitlich und auch in Sachen Energie. Doch eins haben sie alle gemeinsam: Dörrobst herstellen ist kinderleicht. Wir haben für Sie die verschiedenen Möglichkeiten aufgelistet:

Im Backofen

Für diese Variante brauchen Sie grundsätzlich keinerlei weitere Utensilien – nur einen Backofen und ein Backblech mit Backpapier. Als Erstes muss der Backofen bei Ober- Unterhitze auf 50 Grad vorgeheizt werden, bei Umluft zwischen 50 und 70 Grad. Das vorbereitete Obst nun auf das belegte Blech legen – hier ist es wichtig, dass die einzelnen Stücke sich nicht berühren, da das Obst dann nicht vollständig trocknet bzw. es wesentlich länger dauert. Während des Garvorgangs ist es ebenso wichtig, die Tür einen Spalt offen zu lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Hier kann auch ein Kochlöffel dazwischen geklemmt werden.

Je nach Backofen und Dicke des Obstes dauert der Dörrvorgang zwischen sechs und 12 Stunden. Wenn Sie die Garzeit etwas beschleunigen möchten, so können Sie Bambusstäbe in der Breite des Backofens zuschneiden und die Ringe (vor allem bei Äpfeln) aufreihen. Wichtig auch hier ist es, dass sich diese nicht berühren.

An der Luft/im Freien

Wenn Sie etwas mehr Geduld haben, aber Energie sparen möchten, können Sie das Obst auch einfach an der Luft trocknen. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass die Scheiben nicht gestapelt werden beziehungsweise sich nicht berühren. Außerdem sollten die Früchte auf einem Gitter getrocknet werden, sodass überall die Luft zirkulieren kann. Zudem sollte das Gitter erhöht werden, um eine noch bessere „Belüftung“ zu erhalten. Es eignet sich auch ein Rahmen aus Holz mit einem Gitter, was sehr gut selbst angefertigt werden kann. Eine noch einfachere Methode ist es, Schnüre zu spannen die Apfelringe dort aufzuhängen.

Der Ort an dem Sie das Obst dörren, sollte keiner hohe Luftfeuchtigkeit und keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt aber trocken sein. So kann das Obst entweder im Freien oder aber auch im Dachboden getrocknet werden. Hier muss es jedoch gut belüftet sein. Nach fünf Tagen sollte der Trockenvorgang beendet sein, um eine Schimmelbildung zu vermeiden. Wichtig hierbei ist es, auch schon vorher immer wieder Äpfel, Birnen und Co. zu überprüfen, ob sich Schimmel gebildet hat.

Im Dörrautomat

Dies ist die schnellste und sicherste aber auch teuerste Methode. Doch wenn Sie regelmäßig Trockenobst selber machen möchten, lohnt sich die Anschaffung allemal. Hier gibt es verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Preisklassen. Wenn Sie nur gelegentlich Dörrobst herstellen, so sind Geräte um die 50 Euro auf jeden Fall ausreichend. Bei häufiger Anwendung sind Dörrautomaten um die 100 Euro eine sehr gute Variante.

Bei dieser Methode muss nicht viel beachtet werden, da das Gerät den gesamten Vorgang eigenständig arbeitet. Hierbei stehen Ihnen mehrere Etagen zur Verfügung, auf die das Obst gelegt werden kann. Auch hier sollte der Abstand eingehalten werden. Die Geräte besitzen Dörrebenen und/oder Gitter. Für größeres Obst wie Ananas oder Äpfel sollten die Ebenen benutzt werden, das Gitter für kleineres Obst wie Beeren. Entweder werden diese dann aufeinander gestapelt oder in das Gerät geschoben. Anschließend reguliert das Gerät selbstständig sowohl die Temperatur als auch die Luftzirkulation. So können Sie sich sicher sein, dass das Obst seine tatsächliche Trockenheit auch erreicht hat. Wichtig ist bei der Einstellung des Geräts, die Dicke der Scheiben zu beachten – je dünner sie sind, desto weniger Zeit wird benötigt.

Merke!
Für Trockenobst gibt es unterschiedliche Zubereitungsmethoden: im Dörrautomat, im Backofen oder an der Luft.

Wann ist das Trockenobst fertig?

Das Obst ist fertig gedörrt, wenn beim Berühren kein Wasser mehr entweicht, es sich biegen lässt und leicht zäh ist. Durch das Trocknen wird dem Obst Wasser entzogen und es wird somit konserviert. Wenn Sie sich also nicht ganz sicher sind, so lassen Sie es lieber noch eine Weile trocknen, je nach Methode (außer beim Dörrobstautomaten).

Ist selbst gemachtes Dörrobst gesund?

Trockenobst bietet eine Menge an Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen sowie Antioxidantien. Außerdem enthalten sie nur geringe Mengen an Fett. Trotzdem werden durch den Wasserentzug die restlichen Inhaltsstoffe des Obstes konzentriert – so auch der Fruchtzucker, was dann den Hauptbestandteil ausmacht. Durch das entzogene Wasser verlieren Aprikosen und Co. aber auch Volumen, weshalb trotz der Ballaststoffe ein langanhaltendes Sättigungsgefühl nicht unbedingt auftritt.

Experten raten deshalb, Trockenfrüchte nur in kleinen Mengen zu essen. Trotzdem sind sie deutlich gesünder als industriell hergestellte Süßigkeiten – einem Verzehr in Maßen steht also nichts im Wege. Getrocknete Früchte selber machen lohnt sich noch viel mehr, da hier kein zusätzlicher Zucker und Schwefel enthalten ist.

Wie sollte Trockenobst aufbewahrt werden?

Wenn Sie Dörrobst herstellen, müssen Sie nach dem Trocknen die gesunden Snacks vollständig auskühlen lassen, bevor sie gelagert werden. Hierfür eignen sich Einmachgläser, gut verschließbare Plastik- oder Keramikdosen. Die Einmachgläser und die Keramikdosen können vorher sterilisiert werden (mit kochendem Wasser ausspülen), um eine noch längere Haltbarkeit zu gewährleisten.

Nun können die Snacks in die trockenen Gefäße gefüllt werden. Der Lagerort sollte trocken, kühl und ohne direkte Sonneneinstrahlung sein. Am besten in der Speisekammer oder einem anderen Raum mit diesen Voraussetzungen. Die Küche ist aufgrund der ständigen hohen Feuchtigkeit keine Möglichkeit – auch im Keller herrscht oftmals eine große Feuchtigkeit. Außerdem ist es wichtig auch hier die Behältnisse immer wieder auf Schimmelbefall zu überprüfen, da eine gewisse Restfeuchtigkeit immer vorhanden ist. 

Wie lange ist Dörrobst haltbar?

Wenn Sie die Aufbewahrungs-Tipps befolgen steht einer langen Haltbarkeit nichts im Wege. In der Regel hält sich das Obst mehrere Monate bis zu einem Jahr.

Wichtige Tipps für das Trockenobst selber machen

Wenn Sie Trockenfrüchte selber machen ist es wichtig, dass das Obst geschält wird. Die Schale und das Innere haben jeweils aufgrund ihrer unterschiedlichen Dicke eine andere Garzeit. Ungeschältes Obst erschwert also den Dörrvorgang nur und führt unter Umständen dazu, dass die Schale sehr hart wird. Außerdem sollten nur ausgereifte Früchte verwendet werden, weil das Endergebnis sonst zu hart sein könnte.

Auch dürfen keine fauligen Stellen auf dem Obst vorhanden sein – diese verringern die Haltbarkeit und sind natürlich auch unappetitlich beim Essen. Ein weiterer wichtiger Hinweis ist, dass das Obst wirklich ausreichend getrocknet ist. Denn Obst besteht bis zu 90 Prozent aus Wasser. Der Dörrvorgang entzieht Früchten, Beeren und Co. das Wasser, was auch zu einer längeren Haltbarkeit führt, weil Bakterien und Schimmelpilze sich vor allem in feuchten Umgebungen so richtig wohl fühlen. Je trocknerer Ihr Ergebnis also ist, desto länger haben Sie auch was davon. Industriell gefertigtes Trockenobst ist weicher, also hat noch einen höheren Wassergehalt, weshalb aber auch Schwefel hinzugefügt werden muss.

Wissen zum Mitnehmen

Trockenobst selber machen ist eine einfache Alternative zur industriell gefertigten Variante – gesünder und günstiger. Wichtig ist es, nur vollreifes und unversehrtes Obst zu benutzen. Außerdem dürfen sich die Scheiben während des Trockenvorgangs nicht berühren.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Obst zu trocknen: Im Backofen, im Freien oder im Dörrautomaten. Die ersten beiden Varianten sind zeitaufwendiger, die Methode im Freien benötigt aber keinerlei Energie. Wichtig insgesamt ist eine gute Luftzirkulation.

In luftdichten Behältnissen ist das Dörrobst bis zu einem Jahr haltbar. Durch die vielen gesunden Inhaltsstoffen lässt sich der Snack als ernährungsphysiologisch hochwertig bewerten. Trotzdem sollte es aufgrund des konzentrierten Zuckergehalts durch den Wasserentzug nur in Maßen gegessen werden.

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