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Kiwibeere

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 22. Apr. 2019

Sie ist winzig klein und steckt doch voller Power: Die Kiwibeere, kleine Schwester der allseits bekannten Kiwi, ist der neue Shootingstar im Obstregal. Ein Grund mehr, sich das grüne Früchtchen einmal genauer anzuschauen!

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Inhaltsverzeichnis
  1. Interaktive Infografik zu Kiwibeeren
  2. Das sollten Sie über Kiwibeeren wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Wie gesund sind eigentlich Kiwibeeren?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Kiwibeeren
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Kiwibeeren
  6. Wissen zum Mitnehmen

Interaktive Infografik zu Kiwibeeren

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Kiwibeeren...

  • ...punkten mit Vitamin C: Wie ihre große Schwester, die Kiwi, liefert auch die Kiwibeere eine große Portion Vitamin C und sogar ein kleines bisschen mehr als sie: Pro 100 Gramm sind es 52,5 Milligramm. Das entspricht gut der Hälfte des durchschnittlichen Tagesbedarf eines Erwachsenen (100 Milligramm).
  • ...stärken Knochen und Nerven: In Kiwibeeren stecken Mineralstoffe wie vor allem Calcium, Phosphor und Magnesium. Das trägt zur Festigkeit unserer Knochen und zu einer guten Funktion des Nervensystems bei.
  • ...kurbeln die Verdauung an: Die kleinen schwarzen Kernchen im grünen Fruchtfleisch von Kiwibeeren enthalten reichlich lösliche Ballaststoffe und können dadurch bei Verdauungs-problemen helfen.
  • ...wirken sanft entwässernd: Kiwibeeren enthalten kaum Salz, dafür aber reichlich Kalium. Dieser Mineralstoff reguliert den Flüssigkeitshaushalt im Körper und unterstützt den Körper dabei, auf sanfte Art zu entwässern.
  • ...schützen die Körperzellen: Kiwibeeren haben für ein Obst ungewöhnlich viel Vitamin E zu bieten. Schon 100 Gramm decken mit rund 5 Milligramm gut ein Drittel der täglich empfohlenen Menge. Das ist günstig für den Schutz der Körperzellen vor freien Radikalen und die Vorbeugung gegen vorzeitige Alterungsprozesse.
  • ...können Wechselwirkungen haben: Wer sogenannte SSRI (Serotonin-Wiederaufnahme-hemmer) einnimmt, sollte mit dem Arzt besprechen, ob er Kiwibeeren essen darf. Möglicherweise können sie die Wirkungsweise von Antidepressive auf unvorhergesehene Art verändern.
  • ...bekommen nicht allen: Wer auf Kiwis mit Beschwerden reagiert beziehungsweise an einer Unverträglichkeit leidet, sollte wissen: Kiwibeeren müssen zwar nicht, sie können aber ähnliche Symptome auslösen.

Das sollten Sie über Kiwibeeren wissen

Es ist einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass wir neuerdings Kiwibeeren vernaschen können: Viele Jahrhunderte lang kannte sie kaum jemand, da sie in ihrer Heimat ausschließlich wild wuchsen und auch nur dort gegessen wurden. Selbst wenn man sie hätte exportieren wollen, wäre das nicht einfach gewesen, denn die wildwachsende Kiwibeere war extrem empfindlich und nicht lange haltbar.

Doch dann kamen in den 90er Jahren neuseeländische Botaniker auf die Idee, die Kiwibeere mit der Kiwi zu kreuzen, um sie so robuster zu machen. Und sie behielten Recht, denn das Ergebnis dieser Züchtung ist länger haltbar und besser konservierbar als das ursprüngliche Original.

Rein äußerlich hat sie sich nicht allzu sehr verändert, obwohl man ihr die enge Verwandschaft mit der Kiwi nun besonders deutlich ansieht. Die nur zwei bis drei Zentimeter kleinen und maximal 15 Gramm schweren Kiwibeeren haben die grüne Farbe und die schwarzen Samen im typischen Linienmuster mit ihrer großen Schwester gemeinsam. Aber ihre Schale ist glatt und so weich, dass man die Kiwibeere – anders als die Kiwi – ohne Schälen essen kann. 

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat der Kiwibeere liegt in Süd-Ostasien. Mittlerweile baut man sie aber auch in Frankreich, Italien, Portugal und den Niederlanden an.

Saison

Wer Kiwibeeren mag, muss die ziemlich kurze Saison nutzen, die nur von September bis Anfang November dauert.

Geschmack

Wenig überraschend ist, dass Kiwibeeren ähnlich wie ihre großen Schwestern schmecken, aber angenehm mild und weniger säuerlich.

Wie gesund sind eigentlich Kiwibeeren?

Manche sprechen bei Kiwibeeren schon vom neuesten Superfood. Das ist allerdings übertrieben, denn die kleinen Früchte haben nicht mehr und nicht weniger gesundheitliche Pluspunkte als viele andere Früchte auch. Richtig ist aber, dass Kiwibeeren eine gute Portion Vitamin C in sich haben: Schon 50 Gramm decken ungefähr 44 Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs. Jede Menge Power also für ein intaktes Immunsystem!

Auch als natürliches Anti-Aging und Zellschutzmittel können Kiwibeeren effektiv sein, denn für ein Obst haben sie ungewöhnlich viel Vitamin E zu bieten: In 100 Gramm steckt mit rund 5 Milligramm gut ein Drittel der täglich empfohlenen Menge.

Weil ihre zahlreichen kleinen Kernchen lösliche Ballaststoffe liefern, können Kiwibeeren außerdem der Verdauung helfen und die Darmflora gesund halten.

Kiwibeeren können die Wirkungsweise von bestimmten Antidepressiva, den sogenannten SSRI oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, verändern. Besprechen Sie im Zweifelsfall also unbedingt mit Ihrem Arzt, ob das ein Problem sein könnte.

Nährwerte von Kiwibeeren pro 100 Gramm  
Kalorien 52
Eiweiß 0,9 g
Fett 0,8 g
Kohlenhydrate 12,2 g
Ballaststoffe 3,6 g

Einkaufs- und Küchentipps für Kiwibeeren

Einkauf

Zur Saison bekommen Sie Kiwibeeren in allen großen Super- und Discountermärkten in Schalen mit jeweils 125 Gramm beziehungsweise 12 bis 15 Früchten. Bei Preisen zwischen 2,50 und 3,00 Euro pro Schale muss mancher erstmal schlucken, günstiger geht es aber kaum, denn jede einzelne Kiwibeere wird von Hand gepflückt.

Kiwibeere können Sie ganz einfach selber züchten. Die Samen dafür finden Sie im Samenhandel oder bei Amazon.

Lagerung

Damit die Kiwibeeren ihren vollen Geschmack entfalten können, lässt man sie nach dem Kauf am besten ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur nachreifen. Im Kühlschrank halten sie sich dann bis zu einer Woche. Wer auch außerhalb der Saison nicht auf sie verzichten möchte, kann Kiwibeeren einfrieren oder aber, wie andere Beerenfrüchte, zu Marmelade, Kompott oder Saft verarbeiten.

Vorbereitung

Kiwibeeren sind erfreulich pflegeleicht: Putzen und Schälen entfällt, man muss sie lediglich waschen und abtropfen lassen.

Zubereitungstipps für Kiwibeeren

Ob pur als kleine Zwischenmahlzeit, als fruchtiges Topping im Dessert, im Obstsalat, in Quark oder Joghurt, zum Müsli oder als gesunder Smoothie: Die Kiwibeere macht fast alles mit.

Übrigens passt sie auch zu herzhaften Gerichten und schmeckt beispielsweise kurz mitgeschmort in Soßen zu Geflügel oder hellem Fleisch, aber auch im gemischten Salat.

Wissen zum Mitnehmen

Kiwibeeren sind mehr als nur der neue Shootingstar der Obst-Szene: Die kleinen Früchte enthalten reichlich Vitamin C, Vitamin E und gut bekömmliche lösliche Ballaststoffe. Da sie außerdem wenige Kalorien enthalten, eignen sie sich auch perfekt als gesunder Snack für zwischendurch.

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