Mandelmilch

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 19. Mai. 2020
Warenkunde Mandelmilch

Mandelmilch ist in aller Munde: Vegetarier lieben das rein pflanzliche Getränk genauso wie Stars und Models. Aber was ist wirklich dran an diesem Trend-Drink? Das klärt unsere Warenkunde!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Mandelmilch
    1. Herkunft
    2. Geschmack
  2. Unsere liebsten Mandelmilch-Rezepte
  3. Wie gesund ist eigentlich Mandelmilch?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Mandelmilch
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  5. Zubereitungstipps für Mandelmilch
  6. FAQs - die häufigsten Fragen
    1. Woran merke ich, dass Mandelmilch schlecht ist?

Infografik zu Mandelmilch

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Warenkunde Mandelmilch Infografik

Mandelmilch...

  • ...tut bei Reizdarm gut: Menschen mit einem Reizdarm- syndrom oder unklaren Verdauungs- beschwerden können Mandelmilch ohne Bedenken verwenden. Sie ist frei von sogenannten Fodmaps (Reizstoffen für den Darm) und daher besonders gut bekömmlich.
  • ...kann die Knochen stärken: Da Mandelmilch kaum Nährstoffe enthält, setzt man ihr - neben verschiedenen Vitaminen - meist Calcium zu. Der Gehalt an diesem Mineralstoff liegt dann bei durchschnittlich 120 Milligramm pro 100 Milliliter – das entspricht in etwa dem der gleichen Menge Vollmilch und unterstützt die Gesundheit und Stabilität der Knochen.
  • ...ist eine gesunde Alternative: Für Figurbewusste ist Mandelmilch eine gute Wahl, denn sie enthält wenige Kalorien und maximal 1,1 Gramm pflanzliches Fett. In ungesüßter Mandelmilch stecken zudem praktisch keine Kohlenhydrate.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Mandelmilch gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie zum Beispiel Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...enthält keine Laktose: Wer auf Milchzucker (Laktose) mit Beschwerden reagiert, kann Mandelmilch problemlos trinken. Da sie auf rein pflanzlicher Basis produziert wird, steckt darin auch keine Laktose.
  • ...kann Zusatzstoffe enthalten: Schauen Sie genau auf die Verpackung. Viele Mandeldrinks enthalten zugesetzten Zucker, Verdickungsmittel, Stabilisatoren oder Emulgatoren – Zutaten, auf die Sie getrost verzichten können. In Mandelmilch sollten bestenfalls nur Mandeln, Wasser und Salz stecken.
  • ...bringt kaum Proteine: Anders als Kuhmilch enthält Mandelmilch so gut wie kein Eiweiß. Das ist allerdings bei einer ansonsten proteinreichen Ernährung kein Problem; tatsächlich nehmen viele sogar mehr Eiweiß zu sich, als sie bräuchten.
  • ...ist für Nussallergiker tabu: Auch wenn in Mandelmilch durchschnittlich aus gerade mal ganzen 2 Prozent Mandeln besteht: Wer unter einer Nussallergie leidet, sollte dennoch besser darauf verzichten, da auch so kleine Mengen "triggern" können.

Wie Sie Mandelmilch ganz einfach selber machen können, sehen Sie hier im Video:

Das sollten Sie über Mandelmilch wissen

Bei Mandelmilch ist der Name nur zum Teil Programm. Denn Mandeln stecken tatsächlich in dem Trend-Drink, Milch hingegen nicht: Die milchähnliche Farbe der Flüssigkeit entsteht alleine durch fein gemahlene, geschälte Mandeln, die man mit Wasser plus wenigen anderen Zutaten wie z.B. einer Prise Meersalz und evtl. Süßungsmitteln wie Agavensirup oder Maltodextrin mixt.

Die rein pflanzlichen Zutaten machen Mandelmilch zum perfekten Kuhmilch-Ersatz für Vegetarier und ganz speziell für Veganer. Sie vor allem dürften denn auch dafür gesorgt haben, dass sich das ursprünglich in Spanien übliche Getränk inzwischen bei uns zum heiß begehrten Hype-Drink gemausert hat. Dass auch manche Hollywoodgröße gerne Mandelmilch schlürft, trägt natürlich außerdem zum Boom bei.

Herkunft

Wo Mandeln wachsen, kennt man auch Mandelmilch, und zwar schon ziemlich lange. Das leckere Getränk Mandelmilch ist keineswegs so brandneu, wie wir hierzulande meinen: Schon im Mittelalter stärkte und erfrischte man sich damit in Spanien und Portugal gerne. Überhaupt war Mandelmilch in den katholischen Ländern bereits früh besonders beliebt, nämlich als ideale Alternative zur fettreichen Kuhmilch während der traditionellen Fastenzeiten.

Heute kennt man Mandelmilch längst nicht mehr nur auf der iberischen Halbinsel, sondern in ganz Europa und in den USA sowie in Ostasien.

Geschmack

Mandelmilch schmeckt ähnlich wie herkömmlicher Weizen mild und dabei leicht nussig.

Unsere liebsten Mandelmilch-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Mandelmilch-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Mandelmilch?

Dass Mandelmilch eine gesündere Alternative zu Kuhmilch ist, behaupten manche zwar – richtig ist das aber so nicht. Auch den Ruf als ausgesprochener Schlankdrink hat Mandelmilch nicht ganz zu Recht. Fakt ist: Sie enthält je nach Hersteller teilweise fast so viel Fett und Kalorien wie Milch. Als Durstlöscher eignet sich Mandelmilch daher für Figurbewusste nur bedingt. Der Vergleich mit Kuhmilch zeigt außerdem, dass klassische Mandelmilch kein Kalzium und sehr viel weniger Eiweiß zu bieten hat. Dafür liefert sie aber im Gegensatz zu ihrer tierischen Konkurrenz ein paar Extra-Ballaststoffe.

Es gibt allerdings auch Ausnahmen von der Regel, bei denen der Fettgehalt niedriger liegt und denen Kalzium zugesetzt wird. Wer auf seinen Zuckerkonsum achtet, sollte wissen: Bei diesen Produkten gibt es sowohl gesüßte als auch ungesüßte Varianten. Die ungesüßte Version enthält pro 100 ml nur 13 Kalorien.

Interessant für alle, die an Lebensmittelunverträglichkeiten oder -allergien leiden: Mandelmilch enthält weder Laktose noch Gluten und ist im Gegensatz zu Sojamilch auch problemlos, wenn Sie auf Soja allergisch reagieren.

Nährwerte von Mandelmilch pro 100 ml  
Kalorien 47
Eiweiß 0,9 g
Fett 2,9 g
Kohlenhydrate 3,8 g
Ballaststoffe 2 g

Einkaufs- und Küchentipps für Mandelmilch

Einkauf

Mandelmilch können Sie im Reformhaus, Bioladen oder im Drogeriemarkt in vielen Variationen kaufen. Es gibt den pflanzlichen Drink mit und ohne Süßungsmittel, mit zusätzlichen Aroma oder ohne. Ganz billig ist Mandelmilch allerdings nicht: Pro Liter müssen Sie mit bis zu knapp zwei Euro rechnen.

Lagerung

Im verschlossenen Tetrapak können Sie Mandelmilch gut eine Weile auch ohne Kühlung aufbewahren. Nach dem Öffnen sollten Sie den Inhalt der Packung bald verbrauchen und so lange im Kühlschrank aufbewahren.

Zubereitungstipps für Mandelmilch

Gut gekühlt schmeckt Mandelmilch einfach pur getrunken klasse, Sie können damit aber auch Shakes und Mixgetränke zaubern. Im Prinzip ist Mandelmilch fast überall dort einsetzbar, wo man sonst Kuhmilch nimmt, also z.B. für Müsli, Cremes, Pudding oder Torten.

Wenn Sie Mandelmilch als Milchersatz auch in der herzhaften Küche verwenden möchten, sind die gekauften gesüßten Produkte ungeeignet. Am besten machen Sie speziell in diesem Fall Ihre Mandelmilch selbst – das kostet deutlich weniger, und Sie können selbst bestimmen, was hineinkommt. 

Wie Sie Mandelmilch ganz einfach selber machen, können Sie auch hier nochmal nachlesen. Für salzige Gerichte lassen Sie einfach Honig oder Agavendicksaft weg und schmecken stattdessen mit etwas Meersalz und evtl. Zitronensaft ab. Schon können Sie mit der selbstgemachten Mandelmilch auch helle Soßen, Kartoffelpüreen und Co. zubereiten!

Kleiner Tipp für Eilige: Statt ganze Mandeln zu mahlen, können Sie als Basis für Ihre Mandelmilch auch Mandelpüree nehmen.

FAQs - die häufigsten Fragen

Woran merke ich, dass Mandelmilch schlecht ist? Was passiert, wenn ich schlechte Mandelmilch trinke?

Nach dem Öffnen hält sich der Pflanzendrink etwa fünf bis sieben Tage, kann aber noch nach zwei Wochen genießbar sein. Genau wie bei anderen Lebensmitteln gilt: Auf die Sinne vertrauen! Wer sich nicht sicher ist, ob der Pflanzendrink noch gut ist, schüttelt die Packung und gibt etwas davon in ein Glas. Riecht der Pflanzendrink ranzig, muffig oder anders als gewohnt, ist er wahrscheinlich nicht mehr gut. Das gilt auch dann, wenn die Konsistenz nicht mehr wässrig, sondern schleimig oder klumpig ist. Sind Verfärbungen oder Schimmel zu sehen, Finger weg! 

Insbesondere Schimmel kann gefährlich werden, denn manche Schimmelpilzarten bilden giftige Stoffwechselprodukte – sogenannte Mykotoxine. Sie können Leber, Nieren und Immunsystem schaden und wirken krebserregend (1).

Tipp: Wer Schwierigkeiten hat, einen Liter Mandelmilch und Co. allein zu leeren, kann die Milchalternative auch einfrieren. Das geht zum Beispiel in Gefrierbeuteln oder Eiswürfel-Förmchen. Bei Bedarf kurz auftauen lassen und wie gewohnt verwenden.

 
Zitat: "Dass Mandelmilch eine gesündere Alternative zu Kuhmilch ist, behaupten manche zwar – richtig ist das aber so nicht. " Das ist aber eine äußerst waghalsige Behauptung vom Autor. Sie solltem mal über Milch und spziell Kuhlmilch Infos im Internet einholen und ihre Ansichten noch einmal überdenken ! Milch ist nämlich ein äußerst umstrittenes Nahrungsmittel und ein Mandeldrink kann nur gesünder sein als tierische Milch, da Mandeln an sich schon sehr gesund sind und es gibt genug für mich nachvollziehbare Behauptungen, dass Milch sogar ein KalziumRÄUBER sein soll !!! Wer ordentlich Kalzium möchte bekommt das auch locker auf anderem Wege (z. B. Brokkoli) Ihre Preisangabe zur Mandelmilch stimmt auch nicht (mehr) ? Mandeldrink kostet schon was mehr... locker knapp 3 Eur den Liter und auch schon mal gerne mehr ... Das bezahle ich aber gerne für meine Gesundheit und Kuhmilch würde ich meinen Kindern niemals verabreichen und die erfreuen sich allerbester Gesundheit !
 
Bei Vergleich der Kalorienangaben von Milch und Mandelmilch ist unklar, welche Art von Mandelmilch und Milch hier verglichen wurden. Die pure Mandelmilch ohne Zuckerzusätze ist im Vergleich zu 3,8%iger Kuhmilch keineswegs kalorienreicher. Vielmehr hängt das wiederum vom Mischungsverhältnis der Mandelmilch mit Wasser ab und das ist bei verschiedenen Herstellern völlig unterschiedlich. Wenn schon smart, dann doch auch nicht so ungenau. ..;-)
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