Sind Silikon-Backformen gesundheitsschädlich?

Von Leonie Busse
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Silikonbackform gesundheitsschädlich?

Silikon-Backformen sehen nicht nur schick aus, sie sind auch noch praktisch. Leicht zu verstauen, kein Einfetten, kein Festkleben, kein Muffinblech mehr nötig. Doch bei vielen bleibt die Skepsis: Sind Silikon-Backformen gesundheitsschädlich? Häufig haben die Förmchen einen starken Geruch nach Plastik – geht von dem Material etwas auf die Backwaren über?

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Sind Silikon-Backformen gesund?

Ist ein Küchenprodukt praktisch, ist das schön. Doch die wichtige Frage dabei bleibt: Ist das Material sicher, sodass man es zur Lebensmittelverarbeitung verwenden kann? Die Grundzutaten von Silikonen sind zwar unbedenklich, die anderen Inhaltsstoffe hingegen nicht unbedingt.

Silikone werden aus dem chemischen Element Silizium hergestellt, das zum Beispiel in Sand, Ton oder Keramiken vorkommt. Da es jedoch nicht pur vorliegt, muss das Silizium zunächst abgetrennt werden und erst nach weiteren Verarbeitungsschritten können daraus Silikone hergestellt werden.

Damit die Silikone für die Backformen die gewünschte Konsistenz bekommen, werden verschiedene Techniken angewandt, etwa das Zugeben von Peroxiden und anderen Stoffen. Sind die Silikon-Backformen fertig geformt, folgt das "Tempern". Hierbei wird das Endprodukt möglichst gründlich von flüchtigen organischen Bestandteilen befreit, damit diese nicht in die Backwaren übergehen können.

Hierzu werden die Silikon-Backformen vier Stunden bei 200 Grad gebacken – und dies ist der Schritt, den sich einige Hersteller sparen. Dann entweichen diese Stoffe jedoch erst beim Backen zu Hause und gehen in die Lebensmittel über.

 

Bedenkliche Stoffe in Silikon-Backformen?

Dabei gibt es hier eine klare Grenze, die gesetzlich festgelegt wurde: Nicht mehr als 0,5 Prozent flüchtige organische Bestandteile dürfen sich aus den Kunststoffen herauslösen. Ab 150 Grad Erwärmung dünsten viele Backformen das Silikon aus.

Vorsichtige Entwarnung: Eine Untersuchung von ÖKO-Test ergab, dass fast alle geprüften Silikon-Backformen frei von problematischen Inhaltsstoffen waren, bei drei Formen gingen die Bestandteile jedoch in den Teig über. Aber auch sie hielten noch die gesetzlichen Grenzwerte ein und es handelte sich lediglich um Spuren.

Die Aussage von ÖKO-Test: "Die meisten Backformen sind sauber. Nur bei einigen lösen sich flüchtige Verbindungen, wenn es heiß wird. Wer sichergehen will, lässt sie vorm ersten Mal ausgasen." Das heißt, man übernimmt das Tempern selbst und stellt die Silikon-Backformen noch mal für vier Stunden in den Ofen.

Gerade die Billigvarianten der Silikon-Backformen können chemische Schadstoffe enthalten und beim Backen in den Teig übergehen. Dies kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Also Finger weg von Billigware. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, greift stattdessen zur herkömmlichen Blechvariante.

Silikon-Backformen haben also definitiv ihre Nachteile, doch haben sie auch Fans aufgrund ihrer Prak­ti­ka­bi­li­tät: Es muss nicht gefettet werden, die Kuchen lassen sich leicht herausnehmen und die Formen sind gut zu verstauen. Welche Backform gefällt Ihnen am besten?

Küchenmaschinen-Tipp

Silikon-Backformen kaufen

1. Kastenform

2. Gugelhupfform

3. Muffinförmchen

Backformen aus Blech kaufen

1. Kastenform

2. Gugelhupfform

3. Springform

4. Muffinblech

Backformen aus Glas und Emaille kaufen:

1. Kastenform aus Glas

2. Gugelhupfform aus Glas

3. Rundform aus Emaille

4. Gugelhupfform aus Emaille

(lebu)

 
Wer sicher gehen will, gerade bei "billigen" Silikon Backformen, tempert diese bei 200° Grad und 4 h im Backofen und hat dann kein Probleme mehr. Die Kosten dafür sind gering und dem Mehrwert bei der Handhabung von Silikon Formen durchaus gerecht. Rechnet man ca. 2 Kw/h bei 4 h sind das max. 1,20 Euro Kosten bei 0,30 EUR pro Kw/h. Wobei die 2 Kw/h nicht dauernd genutzt werden.
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