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Fasten: So geht's richtig

Von EAT SMARTER

Fasten soll gesund sein. Durch den Nahrungsverzicht kann der Körper gereinigt oder Krankheiten geheilt werden, wissenschaftliche Beweise gibt es dafür aber nicht. Fest steht aber: Auf viele Fastende hat die Enthaltsamkeit an den Fastentagen positive psychische Effekte. Sie fühlen sich ausgeglichener und glücklicher. EAT SMARTER verrät, wie Fasten genau funktioniert und worauf man achten muss.

Richtig fasten! Richtig fasten!
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Am Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit. Bis zum Mittelalter mussten Gläubige in diesen 40 Tagen bis Ostersamstag (die sechs Sonntage in dieser Zeit werden nicht zur Fastenzeit gezählt) auf viele Lebensmittel verzichten. Sie durften weder Fleisch, Eier, Milchprodukte oder Alkohol zu sich nehmen. Heutzutage sehen viele Kirchen die Fastenzeiten nicht mehr ganz so streng: Gläubige können selbst entscheiden, worauf sie verzichten, zum Beispiel auf moderne Sünden wie Süßigkeiten, Zigaretten oder Alkohol.

Warum fasten?

Doch heutzutage fasten Menschen nicht nur aus religiösen Gründen. Das sogenannte Heilfasten soll gut für die Gesundheit sein. Es ist sogar noch strenger als das ursprüngliche christliche Fasten: Bis auf Wasser und Kräutertees sind keine anderen Lebensmittel erlaubt. Daher nimmt man pro Fastentag etwa 400 Gramm ab. Doch die meisten Fastenden wollen nicht abnehmen, sondern ihren Körper reinigen, zum Beispiel von Giftstoffen, Schlacken oder Krankheiten. Ob Heilfasten das wirklich leisten kann, ist aber umstritten. Wichtig ist bei dieser Form des Fastens, dass man sich nach dem Fastenbrechen langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt. Für die Aufbautage nach der eigentlichen Fastenphase gilt: Lieber kleine Portionen, die der Magen gut verarbeiten kann. 

Weniger streng ist das intermittierende Fasten (auch Intermittent Fasting oder Intervallfasten genannt): Intermittierendes Fasten bedeutet, dass man nur eine bestimmte Zeit des Tages auf Nahrung verzichtet. Das 5:2-Fasten ist besonders beliebt unter Anhängern des interemittierenden Fastens, da man hier an 5 Fastentagen normal essen kann, 2 Tage wird die Kalorienzufuhr stark reduziert. Intermittierendes Fasten kann jedoch auch täglich variieren: So kann der Fastende etwa acht Stunden des Tages essen, was er möchte, 16 Stunden wird gefastet.

Die größten Fasten-Mythen

Es gibt einzelne wissenschaftliche Studien, die behaupten, dass Fasten gegen Rheuma helfen kann. Die Beschwerden werden durch das Fasten aber nur kurzfristig besser. Ebenfalls ein Mythos: Durch Fasten kann man seinen Körper und seine Zellen "entschlacken" (Autophagie). Denn laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt es "in einem gesunden menschlichen Körper keine Ansammlung von Schlacken und Ablagerung von Stoffwechselprodukten. Nicht verwertbare Stoffe werden bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr über den Darm und die Nieren ausgeschieden."

Zur Zeit gibt es also keine wissenschaftliche Beweise von einem spezialisierten Fastenarzt dafür, dass Fasten wirklich gut für die Gesundheit ist. Dennoch fasten viele Menschen. Warum? Die Psyche spielt beim Fasten eine große Rolle: Fastende fühlen sich oft glücklicher, gesunder und ausgeglichener. Für sie ist es wichtiger, seelischen Ballast zu verlieren oder mit schlechten Gewohnheiten zu brechen als ein paar Kilos abzunehmen.

Fasten: Entlastung oder Belastung?

Wasser und Kräutertees – oft sind beim Fasten keine anderen Lebensmittel erlaubt. Für den Körper bedeutet das, dass er den Stoffwechsel herunterfahren muss. Er fängt an Fett- und Eiweißreserven aufzubrauchen um den Nährstoffmangel auszugleichen. Die Folge: Wir werden müde, können uns nicht mehr so gut konzentrieren und bekommen Kopfschmerzen. Langfristig kann sich sogar der Herzmuskel verändern. Daher raten die meisten Ärzte davon ab, über einen längeren Zeitraum zu fasten. Wer es trotzdem probieren möchte, sollte sich vor Fastenbeginn unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen und abklären, ob das Fasten bei ihm gesundheitlich unbedenklich ist.

Sanftes Fasten

Aber es muss ja nicht immer radikales Fasten sein. Es gibt auch sanfte Fasten-Kuren, zum Beispiel von Otto Buchinger oder Franz Xaver Mayr. Bei beiden Kuren sind neben Wasser und Kräutertee auch Gemüsebrühe und bestimmte Milchprodukte erlaubt. Wem es beim Fasten aber nur darum geht, kurzfristig ein Kilo abzunehmen, der kann auch eine dieser 1-Tages-Diäten ausprobieren.

(bor)

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Bisherige Kommentare

 
Darf ich in den 16 Stunden fasten Cia Samen zu mir nehmen?
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo alija, nein Chia-Samen sind nicht erlaubt beim Fasten. Genau genommen sind keine festen Lebensmittel erlaubt.

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