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Der Good-Food-Blog

Ernährung nach Genen – der Weg der Zukunft?

Von Dr. Alexa Iwan
Aktualisiert am 02. Jan. 2019
Essen nach Genen

Personalisierte Ernährungsempfehlungen, die auf Gentests basieren, scheinen immer beliebter zu werden und sollen effektiv beim Abnehmen helfen. Werden so in Zukunft Ernährungspläne entwickelt?

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Als ich studiert habe, ist man noch von der Annahme ausgegangen, dass Ernährungsempfehlungen für alle gelten. So wie Aspirin bei jedem Menschen gegen Kopfscherzen helfen soll, sollten die Vorgaben für eine gesunde Ernährung für alle Menschen gleich lauten. Inzwischen sind wir schlauer und wissen, dass längst nicht jedes Medikament bei jedem Menschen gleichermaßen wirkt und dass auch die Ernährung eine höchst individuelle Angelegenheit ist. Sprich: was für den einen gut ist, bekommt dem anderen eventuell überhaupt nicht. Der Ansatz „one size fits all“ hat ausgedient.

Genbasierte Ernährungsempfehlungen: Was steckt dahinter?

Personalisierte Ernährungsempfehlungen lösen deshalb immer häufiger die alt hergebrachten Regeln ab. Sehr beliebt scheinen in diesem Zusammenhang genbasierte Empfehlungen – mit denen man angeblich besonders effektiv abnehmen können soll. Da man schon länger weiß, dass das Körpergewicht auch eine genetische Komponente hat, liegt der Schluss nahe, dass Erfolge oder Misserfolge beim Abnehmen mit der persönlichen genetischen Ausstattung zusammenhängen könnten.  

Hintergrund sind zudem Studienergebnisse, die zeigen, dass verschiedene Menschen auf Testmahlzeiten ganz unterschiedliche Stoffwechselantworten geben. Dies gilt insbesondere in Bezug auf den Blutzucker. Nach einer identischen kohlenhydrathaltigen Mahlzeit stieg in diversen Untersuchungen der Blutzucker der Probanden völlig unterschiedlich hoch und lange an. Ob und in welchem Ausmaß der Grund hierfür in einer unterschiedlichen genetischen Ausstattung der Testpersonen zu finden ist, ist allerdings noch unklar und wird aktuell intensiv beforscht.

Gentests noch umstritten

Legt man wissenschaftliche Übersichtsarbeiten als Bewertungsmaßstab an, so kann derzeit noch kein Zusammenhang hergestellt werden zwischen bestimmten Gentypen und der Empfehlung für oder gegen bestimmte Lebensmittel. Die deutsche Gesellschaft für Humangenetik lehnt deshalb die Verwendung von Gentests „ohne bzw. ohne validierte gesundheitliche Relevanz“ ab. Auch die amerikanische Gesellschaft für Diätetik und Ernährung spricht sich derzeit noch gegen genbasierte Ernährungsempfehlungen aus.

Gentests sind teuer. Eine wirkliche Antwort auf die Frage, welche Lebensmittel Ihnen beim Abnehmen helfen und welche einer Gewichtsreduktion eher im Wege stehen, können Gentests derzeit noch nicht geben. Und eine Antwort auf die Frage, ob Sie mit einen eiweißreichen oder einer fettreduzierten Ernährungsweise besser abnehmen, können Sie sich auf sehr vielpreiswerte Weise selbst geben: einfach mal ausprobieren!

Einen guten Start ins Jahr 2019 wünscht Ihnen

Dr. Alexa Iwan

Dipl. Ökotrophologin


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